Archiv für Dezember 2008Dez 29 2008
Dieses nicht ganz ungefährliche Erlebnis liegt jetzt schon über 10 Jahre zurück, ist uns aber noch immer in lebhafter Erinnerung. Als wir im Jahr 1996 zum ersten Mal Korsika besuchten, vermeinten wir als in den Alpen erfahrene Bergsteiger, die Empfehlungen im Feriendorf betreffend die Wanderung auf den Capu di a Veta nicht ganz ernst nehmen zu müssen. Vor allem die Warnung, gekennzeichnete Wege nicht verlassen zu dürfen, schien uns angesichts der relativ übersichtlichen Geländeform etwas übertrieben. So stiegen meine Frau Martina und ich am frühen Vormittag über die vom Feriendorf aus gesehen rechte „Senderroute“ auf den Hausberg, hatten herrliches Wetter und am Gipfel einen wunderschönen Ausblick. Nach einer ausgiebigen Jause machten wir uns auf den Abstieg auf der anderen Seite des Berges und folgten den Steinmännchen durch das Gestrüpp talwärts. Als wir nach ca einer halben Stunde den Weg verloren hatten (damals waren die Routen noch nicht so gut gekennzeichnet wie heute), entschlossen wir uns kurzerhand, einen umgefallenen Drahtzaun zu überklettern und in direkter Linie Richtung Feriendorf abzusteigen. Nach kurzer aber sehr mühsamer Wegstrecke durch Brombeer- und Ginsterbewuchs erreichten wir eine Art Güterweg und dachten schon, jetzt wird es ein gemütlicher Spaziergang bis zum Dorf. Unsere Laune besserte sich noch weiter, als wir plötzlich auf und neben dem Weg zahlreiche Schildkröten zu Gesicht bekamen, die wir genauer betrachteten. Doch eine Wegkehre später wurde uns schlagartig in Erinnerung gerufen, wo wir uns eigentlich befanden. Ein Korse mit zwei zähnefletschenden Rottweiler-Hunden an seiner Seite und einem Gewehr im Anschlag kam auf uns zu. Seine Miene ließ keinen Zweifel daran offen, dass wir uns hier auf Privatgrund befanden und nicht gerade erwünscht waren. Er deutete mit dem Gewehrlauf in unsere Richtung und rief einige auch meiner Frau trotz ihrer guten Französischkenntnisse nicht verständliche Worte zu. Aus seinen Gesten war aber erkennbar, dass er uns zusätzlich des Schildkrötendiebstahls verdächtigte, weil er uns offenkundig dabei beobachtet hatte, als wir am Boden knieend die kleinen Tierchen genauer beobachtet hatten. Obwohl meine Frau Martina ihm auf Französisch zu verstehen gab, dass wir vom Steig abgekommen waren und jetzt nur zum Feriendorf wollten, gab er den Weg trotzdem nicht frei und forderte uns mit der Waffe im Anschlag und den beiden frei laufenden Rottweilern als Bekräftigung seiner Argumente auf, unsere Rucksäcke zu öffnen und ihm zu zeigen, ob wir nicht doch eine Schildkröte eingepackt hätten. Während wir dieser Aufforderung folgten, bewegten sich die beiden Hunde keine 2 Meter von uns entfernt knurrend mit leicht geöffnetem Maul und trugen keinesfalls dazu bei, unseren ohnehin schon hohen Puls zu senken. Schließlich winkte der Korse mit dem Gewehrlauf und gab zu verstehen, wir sollten uns schleunigst aus seinem Grundstück entfernen. Dass er uns diesen Tipp nicht zweimal geben brauchte, versteht sich wohl von selbst. Im Feriendorf angekommen, betrachteten wir erst jetzt genauer die Wegbeschreibungen und mussten feststellen, dass wir genau mitten in jenes Privatgrundstück eingedrungen waren, vor dessen Betreten hier ausdrücklich gewarnt wurde. Seither sind wir mindestens zehn Mal wieder am Hausberg gesessen, aber den Weg haben wir nie mehr verloren. Dez 22 2008
Der störrische Esel war mir, als wanderfreudigem, 31 jährigen Single empfohlen worden – „da bist unter Gleichgesinnten / junge Leute überall / findest leicht Anschluss“.Umso mehr „erschrak“ ich bei der Ankunft, als ich feststellte, dass der Altersdurchschnitt kurz vor Saisonende gut bei 65 Jahren aufwärts lag, von Gleichaltrigen weit und breit keine Spur. Nachdem sich die erste Panik gelegt hatte, dass ich jetzt wohl mich 2 Wochen mit keinem recht unterhalten könne / als Außenseiterin dastehen würde, trug ich mich für die folgende Woche täglich bei der schwierigsten Tour ein – in der Annahme, dass es zwar rüstige Rentner gibt, aber die sich doch so was wie den Melosee oder Cinto nicht mehr antun und ich hierbei bestimmt auf jüngere Touristen treffen würde. Ansonsten belehrte mich – dem Neuling - das Eselsdorf in meinen Vermutungen eines besseren: Der Cinto viel wetterbedingt aus, bei allen anderen Touren, muss ich gestehen, dass es definitiv einige Teilnehmer gab, die mehr Kondition hatten wie ich, das Alter spielte dabei überhaupt keine Rolle, die langjährige Erfahrung der korsischen Bergwelt von ihnen machte das wieder wett. Beeindruckt hat mich hierbei vor allem Egon – ein knapp 80 Jahre alter Österreicher, der – egal wie kalt es war - sämtliche Touren die 14 Tage in kurzen Hosen bewältigte, während andere am Capitellosee die Handschuhe hervor holten. Zwei spezielle Begebenheiten werden mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben: Am Montag nach meiner Ankunft, traf ich abends am Eingang des Dorfes auf Margit aus Österreich und 3 Frauen aus Bayern, die nach Calvi zu einem korsischen Konzert wollten und mich spontan mit nahmen. Es hätte schließlich keinen besseren Einstieg zum Verständnis der Mentalität der Korsen und der teils rauen Landschaft Korsikas geben können, als diese fantastische Musik von L ´Alba, in der Nachts nur von Kerzen beleuchteten Citadelle. Obwohl wir weder die Einleitung noch die Texte verstanden, zog uns die Melodie in ihren Bann und still schweigend gingen wir kurz nach Mitternacht am Strand entlang zurück ins Dorf. Die CD „Cilva“ der Gruppe ist Korsika – Fernweh pur. (www.l-alba.com) Am Samstag ging die Tour nach Occi, wo ein Unbekannter seine Oboe hervor holte und in der Kirche spielte. Eigentlich wollte ich ihn nur fotografieren, als er zu spielen anfing schaltete ich kurz entschlossen in den Videomodus der Digitalkamera um. Die 3 Lieder von ihm ließen mich die Zeit auf der Insel nicht mehr los und ich spielte sie etliche Male wieder ab. Jeder, der das Glück hatte, das mit zu erleben, hatte das Gefühl, etwas ganz Besonderem bei zu wohnen und wie wir später erfuhren, war es wirklich Glück – der Korse spielt nur sehr selten dort. Die 14 Tage im störrischen Esel sind viel zu schnell vorbei gegangen und ich hab mich sehr wohl gefühlt – wo sonst bekommt man ein Bungalow mit unverbauten Blick auf die Berge, kann abends stundenlang Sternschnuppen beobachten, begleitet nur vom Rauschen der Wellen und nebenher genüsslich Kastanienkekse essen. Oder hat in Form des „schwarzen Haushundes“ einen exklusiven Guide auf den Hausberg, der mir und Birgit oft nur kopfschüttelnd den Weg zeigte, weil diese 2beiner wieder den Weg nicht fanden. Dafür bekam er natürlich auf dem Gipfel seinen Teil unseres Vespers ab. Danke an Julia, Grete, Toni und Hansjörg, die mir als Guide`s jeder auf seine ganz eigene Weise ihre Sicht der Insel vermittelten, super Touren veranstalteten, die sie wetterbedingt auch mal schnell flexibel abänderten. Carolin(a) Dez 20 2008 Das ist das Schöne an unserem Beruf: Wir schicken nicht nur Andere auf Reisen, sondern haben selbst die Möglichkeit viele interessante Urlaubsziele persönlich kennen zu lernen! Diesmal ging es auf Infotour nach Lefkas & Epirus.
Da oft der Weg das Ziel ist, sind wir nicht auf direktem und schnellsten Weg gereist, dafür aber wahrscheinlich auf dem interessantesten: Dienstag Morgen um 05h20 ging es mit dem Zug ab Feldkirch nach Salzburg, wo unser Flieger nach Korfu startete. Von der Insel aus ging es mit der Fähre aufs nahe Festland. Dort wurden wir von unserer örtlichen Agentur herzlich willkommen geheißen! Aber nicht, dass Sie jetzt denken, wir hätten hier Urlaub gemacht Dez 20 2008 Ein Anruf von Papa versetzte mich innert weniger Stunden von Eis, Kälte und Schnee an die sonnige Küste Madeiras und Porto Santos. Montag, Karwoche: Ich chille gemütlich im Bett – draußen ist es viel zu kalt. Das Handy klingelt – Dad ist dran. Wieder die übliche Leier „Zimmer räumen, lernen, helfen…..“?? – Nein! „Koffer packen, morgen früh geht’s los nach Madeira“. Die Aussicht auf tolle Hotels, Pools, Meer, Strand und Sonne ließ mich aus dem Bett springen. Panik 1: Was soll ich nur einpacken? Panik 2: Mein Lieblingskleid ist in der Wäsche. Panik 3: Alle Dates absagen…. (weiterlesen …) Dez 19 2008 Mein Urlaubstagebuch 5.10. – 12.10.2008 Dez 10 2008 Ein Tag aus unserer Urlaubswoche im Feriendorf Zum störrischen EselAbgelegt in: Reiseberichte Korsika
Ein strahlend schöner, jedoch sehr windiger Tag. Mit Elke, Adrian, Katrin und Elisabeth steige ich auf den Hausberg, den Capu di a Veta mit 702 m. Durch die Gebüsche der Macchie führt der Weg, vorbei an rotblühendem Mohn, Halden von verblühten Zistrosen, Lavendel und Dornginster, aufwärts. Die verbrannten, in den Himmel ragenden Äste der Erdbeerbäume sind von frischen Austrieben aus den Wurzeln grün umrankt. Samenstände der weißen Lilie, zwischen Myrthe, Johanniskraut und mannshohem Stangenkraut, säumen den Pfad zum Gipfel. Der Ausblick auf das Meer, nach Norden in die Bucht von Calvi mit den vielen Booten und dem kilometerlangen Sandstrand mit Badenden, und nach Westen die stillen Buchten entlang der Küstenstraße nach Galeria und Porto, ist grandios. Im Osten, gar nicht so ferne, der Gipfel des Monte Cinto. Wir sitzen auf der windabgewandten Seite und genießen die Sonne und den wunderbaren Tag. Nach einer Stunde steigen wir den Weg zur Kapelle der Madonna de la Serra ab, in der ein Geiger stimmungvolle Atmosphäre schafft. Bald sind wir in Calvi und spazieren am Strand, jedoch nicht ohne Pause in einem Strandkaffe zu machen, in unser Feriendorf „Zum störrischen Esel“ zurück. Um 18:30h gibt es, wie an jedem Tag, köstliches Abendessen. Die Küche ist wirklich so gut und abwechslungsreich wie alle unsere Freunde berichtet haben. Vom heutigen Buffet wähle ich meine Lieblingsgerichte aus: Spargel mit Speckkrusten. Muscheln mit Tomaten in Weinsoße -die besten die ich je gegessen habe, korsischer Hase in Rotwein. Als Na Zurück in der Ferienanlage treffe ich heute in der U Spelunca nur auf Erika und Wolfgang. Ich besorge mir eine gekühlte Flasche Sonderabfüllung DOC „Störrischer Esel“ Rosé-Wein, setze mich damit vor die Tür unseres Bungalows und geniesse den Abend. Nach knapp einer halben Stunde sind bereits 9 Freunde beim Vorbeigehen hängen geblieben, haben einen Stuhl herangerückt und ihr Glas gefüllt. Noch einige weitere „Esel“-Weinflaschen aus der U Spelunca lösen die Zungen, und mit glänzenden Augen wird von hunderten mit dem Fahrrad zurückgelegten Straßenkilometern, und tausenden erklommenen Höhenmetern erzählt. So ist eine fantastische Urlaubswoche zu Ende. Helmut Rentenberger Dez 10 2008 Pfingsten 1991 entdeckten wir Korsika. Wir waren auf Anhieb verliebt in diese Insel der Schönheit, und diese Liebe hält nun schon länger als ein Jahrzehnt. Jeder erholte sich auf seine Art: Helga brauchte nicht zu kochen und nahm schon vor dem Frühstück an der Gymnastik am Strand teil. Eva nahm an Surf- und Kletterkursen teil, Uwe war geschickter Feldspieler beim Fußball übers Netz, und Papa erholte sich bei ausgedehnten Bergtouren rasch und vollständig vom Stress der Firma. Dez 10 2008 Nachdem sich der Regen in den Niederungen kurzfristig gelegt hat und erste Sonnenstrahlen seit über 1 Woche wieder durchkommen, sieht man nun die wunderschönen weißen Zipfel des Capu di Cepu und des Monte-Grosso. Das liebe Leute ist der Blick, wenn man mit dem Flieger in Calvi landet. Tja, nicht nur der Sommer ist schön hier. Im Restonicatal liegen bis zu 2m Schnee, dafür steht Im Pinède das Wasser….. -Bilder folgen….. |



















