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Jan

12

2009

Epiros – Unbekanntes Griechenland

EPIROS – Unbekanntes Griechenland

Als wir im Juni 2008 auf der Insel Lefkas in Sachen Hotelbesichtigung unterwegs waren, drängte ich dazu, auch die Bergregion Zagoria zu besuchen. Ein Tag in der Natur unterwegs sein, musste einfach realisiert werden. Ich hatte vorher schon von der unglaublichen Schönheit der Berge im nördlichen Epiros gehört, aber wem sagen „Zagoria“, „Elati“, „Vikos Schlucht“, „Monodentri“ oder die Stadt „Ioannina“ wirklich etwas? Mit dem Minibus dauerte es von Nidri auf Lefkas ca. 2 Stunden, bis wir in Elati waren. In diesem idyllischen, aus Steinen der Umgebung erbauten Dorf, trafen wir auf der Außenterrasse des kleinen Elati Hotels (dem einzigen in der Umgebung) unseren Wanderführer Makis. Zum Glück war er früher Skilehrer in Österreich und spricht sehr gut Deutsch, den mit dem Griechisch ist es (noch) nicht so weit. 

Hotel Elati in Elati (Zagoria)

Hotel Elati in Elati (Zagoria)

Nach kurzer Einleitung über die faszinierend Bergregion, die malerischen Steinbrücken, die Schluchten, Flüsse, Dörfer, Skigebiete und die große Vielfalt der Flora und Fauna ging’s endlich los.

Typische Steinbrücken

Typische Steinbrücken

 

Auf dem Wanderweg zur Vikos Schlucht

Auf dem Wanderweg zur Vikos Schlucht

 

Zuerst überquerten wir zu Fuß eine der vielen Bogenbrücken bevor wir über einen sehr idyllischen Wanderweg durch die blumenreiche Vegetation zu einem Aussichtspunkt gelangen sollten.

Im Frühling

Im Frühling

 

Schönheite am Wegesrand

Schönheite am Wegesrand

Wir wussten, dass wir am Ende des Weges in eine „Vikos Schlucht“ schauen werden, aber viel war da nicht zu erwarten… Schluchten haben wir zu Hause ja auch…Warum sollte in dieser, bei uns fast völlig unbekannten, Region, eine Schlucht so besonders sein? Konnte ich mir nicht vorstellen! Und dann, kurz nach einem Schlitz in den Felsen, gelangten wir zu einem Punkt, der den Atem wahrlich stocken ließ – einfach unglaublich.

Blick hinein in die Vikos Schlucht

Blick hinein in die Vikos Schlucht

Da lag sie vor bzw. unter uns – die sagenhafte Vikos Schlucht im Vikos-Aoos Nationalpark. 12 km lang und an manchen Stellen 1.200 m tief, lt. Guinness Buch der Rekorde, die tiefste Schlucht der Welt… die Ausblicke waren wirklich unbeschreiblich. Das schlägt jedes Wanderherz vor lauter Begeisterung und es lockte uns sehr, die Schlucht von Monodentri aus zu den Quellen des Voidomati zu durchwandern (so viel Zeit hatten wir aber nicht – nächstes mal).

Die Stufen von Vradeto

Die Stufen von Vradeto

Wir gelangten dann zur alten Siedlung Vradeto. Von dort führen „Die Stufen von Vradeto“ den Berg hinunter bis zur Straße.

Bei den Stufen handelt es sich um einen aus Steinen gebauten Pfad mit vielen Stufen, der sich am felsigen Hang befindet – ein Kunstwerk handwerklicher Geschicklichkeit und eine großartige Besonderheit in dieser Region.

Ja, da waren wir nun wieder – zurück beim Bus. Begeistert, etwas verschwitzt und vielleicht auch enttäuscht, dass wir nicht viel mehr Zeit hatten, diese Region zu erkunden. Makis brachte uns ins Hotel Elati zurück, wo wir uns kurz erfrischen wollten für die Heimfahrt. „Griechenland-unerfahren“, wie wir waren, hatten wir nicht mit der Gastfreundschaft des Hotelbesitzers gerechnet. Der hat inzwischen ein fulminantes Mittagessen aus vielen verschiedenen Vorspeisen und einem köstlichen Eintopf vorbereitet. Dazu griechischer Wein aus der Region (und immer fällt einem dabei der Udo Jürgens ein…) und zuckersüße Nachspeisen. Ein griechischer Kaffe zum Abschluss und ein Glas Metaxa mussten natürlich auch noch sein. So macht „Arbeit“ wirklich Spaß.

Typisches Steinhaus mit Ausblick

Typisches Steinhaus mit Ausblick

Harald Stocker / Juni 2008

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