Genusswoche auf Madeira mit Harald

November 9, 2009 No Comments »

„Wir sind älter geworden“… das war sicher bei allen der erste Gedanke, als wir uns nach längerer Reisepause wieder sahen. Es ist bei manchen Gästen schon einige Jahre her, dass wir gemeinsam Peru, Chile, Costa Rica, La Réunion, Neuseeland, Australien, die Südsee oder andere Traumziele bereist und erwandert haben.

Diesmal trafen wir uns für eine gemütliche Wander-Rundreise auf Madeira. Anfang September, idealer Zeitpunkt für eine Genusswoche auf einer meiner Lieblingsinseln. Das Wetter ist sommerlich, das Meer angenehm warm, mit etwas Glück sind die Wale noch vor der Insel und Blumen gibt es so oder so das ganze Jahr über.

Der erste Tag gehörte Funchal und Monte. Die quirlige Hauptstadt, die sich vom Meer über die Berghänge in die Höhe ausbreitet, bietet ein Fülle an Sehenswürdigkeiten. Die alte Kathedrale Sé, die Vielfalt an Blumen, exotischen Früchten, Meerestieren und Souvenirs in der schönsten Markthalle Europas (kein Wunder, dass die Damen hier eine Verlängerung der geplanten Besuchszeit forderten…), die bezaubernde Altstadt und natürlich schlenderten wir gemütlich entlang der Hafenpromenade und schauten den Yachten und riesigen Kreuzfahrtschiffen zu.

 

Blumen- und Pflanzenfreunden schlägt das Herz höher beim Betreten des Botanischen Gartens. Wirklich eine Pracht mit unzähligen Blumen, Sträuchern und Bäumen und dazu die Prachtaussicht über Funchal, die Berge und das Meer. Wer verfällt hier dem Charme Madeiras nicht?

Natürlich müssen wir Österreicher auch zum Karl, unserem letzten Kaiser, der hier in Monte seine Ruhestätte hat. Von Ruhe kann wohl keine Rede sein. Tausende Besucher pilgern jährlich zu seinem Grab in der Kirche von Monte. Kein Wunder, dass ihn die Madeirenser trotz mehrfacher Ansuchen, nicht nach Österreich „ausliefern“ wollen – zu groß wäre der ideelle und wirtschaftliche Verlust.

Wer mutig genug ist, der stürzt sich mit den Korbschlitten Richtung Funchal hinunter.

Frau Esmeralda lud uns in ihren privaten Kräutergarten ein. Ein kleines Paradies, mit viel Wissen und Liebe erschaffen. Nach der interessanten und lehrreichen Besichtigung gibt’s zur Stärkung hausgemachten Tee und Kuchen. Schon der erste Tag ist wahrlich ein Genuss.

Nach Sightseeing und Kultur ist Bewegung angesagt. Die erste Wanderung führte anfangs entlang einer Levada (künstlich erschaffene Wasserwege) und dann auf einen Pass, der uns einen fantastischen Blick auf die wilde Nordküste öffnete. Der Weg weit oberhalb der Nordküste führte uns nach Porto da Cruz. Nach der spektakulären Panoramawanderung tat ein Bad im Meerwasserpool gut. Und sehr praktisch – gleich daneben ein gemütliches Restaurant mit Blick aufs Meer.

 

 

So langsam laufen wir uns warm. Wir fühlen uns stark genug, am nächsten Tag die Wanderung entlang des Ostkaps zu wagen. Entgegen aller Prognosen und Befürchtungen – das Wetter hält. Die Sonne brennt zwar vom Himmel, der Nordwind kühlt uns jedoch auf angenehme Weise und wir genießen die grandiosen Küstenlandschaften. Ein geologisches Lehrbuch der Insel breitet sich vor uns auf.

Jetzt haben wir uns eine Pause am Strand verdient. Strand? Etwa am Sandstrand? Sandstrände gäbe es auf Madeira nicht!? Wirklich nicht? Die Bucht von Prainha tritt den Gegenbeweis an.

Nein, heute mal keine Lust zum Wandern! Kein Problem, wir sehen uns die Insel mal vom Meer her an und hoffen, Wale und Delfine zu sehen. Und es dauerte keine 5 Minuten, bis Wale gesichtet wurden. Unglaublich, wie nahe die an der Küste schwimmen. Und Delfine gab’s dann auch noch im Überfluss. Wir schippern weiter zum Cabo Girao, einem gigantischen Steilkap und von unten her betrachtet wirkt es noch viel grandioser und mächtiger. Und rein ins klare, warme Wasser. Schwimmen und Schnorcheln und ein Spaziergang am Strand.

 

Ostkap & Südosten und Nordküste haben wir erwandert. Jetzt fehlt noch der Südwesten. Bei Calheta beginnen wir die Wanderung entlang der Levada Richtung Prazeres. Entlang dem Plätschern einer Levada und durch Eukalyptus und Lorbeerwälder zu wandern, hat etwas Beruhigendes an sich. Die Landschaft verändert sich zwar nicht sehr, zwischendurch tut sich zwischen den Bäumen mal ein Ausblick auf die Küste auf.

Bevor wir zu Kaffee und Kuchen eingeladen werden, erproben wir den einzigartigen Barfußweg beim Hotel Jardim Atlantico. Es geht barfuß über Blätter, Tannenzapfen, Sand, Steine, Hölzer und andere Elemente aus Madeira – eine kitzlige, für manche „schmerzhafte“ für jeden aber eine sehr interessante Erfahrung. Und die Panoramaaussicht ist reichlich Lohn für jeden erlittenen „Schmerz“.

 

 

Auch am „freien“ Tag gab es Gäste, die noch mehr sehen wollte. Also rein ins Auto und mit Harald auf „private Tour“ über den Encumeada Pass und die Hochebenen hinunter nach Seixal an der Nordküste. Abstecher nach Porto Moniz (zu den herrlichen Lavaschwimmbädern) und dann in einen Naturpark mit Forellenzucht. Die Frage, was wir zu Mittag gegessen haben? Natürlich gegrillte Prachtforellen. Wahrlich ein Hochgenuss. Via Sao Vicente gings dann nach Funchal bzw. Caniço de Baixo zurück.

Es war ein schönes Wiedersehen nach einigen Jahren, viele Anekdoten früherer Reisen wurden erzählt, wir genossen die köstliche madeirensische Küche in diversen Restaurants, erlebten eine abwechslungsreiche Tour und auch die Madeira „Wiederholer“ waren begeistert von der Vielfalt dieser bezaubernden Insel.

Liebe Grüße

Harald

PS Meine nächste Reise ist für 29.5.2010 geplant. Diesmal geht es nach Epiros, Zagoria und Lefkas – eine sehr ursprüngliche Region in Griechenland. Küstenlandschaften, grandiosen Schluchten, aus Stein gebaute Bergdörfer und Traumstrände. Lefkas ist neben Madeira, meine zweite 2. Heimat geworden 😉

Mehr Infos zu dieser traumhaften Destination findet ihr unter www.rhomberg-reisen.com bei Lefkas & Epiros !

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