Madeira – eine Reise zwischen Blumen, Steilküsten und Levadas

Dezember 11, 2009 No Comments »

Da ich Korsika als Mitarbeiterin der Korsika-Abteilung durch einige Hotelbesichtigungstouren und private Urlaube schon sehr gut kennen gelernt habe, beschloss ich, mich an eine andere unserer Destinationen zu wagen. Nachdem ich auch eine Freundin überzeugen konnte, dass ein Urlaub unbedingt wieder mal fällig ist, ging die Reise Ende Oktober los. Unser Ziel: MADEIRA.

Nach einem knapp 4stündigen Flug von Zürich nach Funchal übernahmen wir am Flughafen spätabends den Mietwagen und machten uns auf den Weg nach Canico de Baixo, einem lebhaften Küstenort mit zahlreichen Hotels und Restaurants. In unserem zu den bekannten Galo-Resorts zählenden Hotel „Alpino Atlantico“ wurden wir mit einem liebevoll angerichteten Obstkorb überrascht und fielen nach einer kurzen Inspizierung des geräumigen Zimmers mit direktem Blick auf den weitläufigen Atlantik in einen tiefen, von Meeresrauschen begleiteten Schlaf.

Am Morgen begann der Tag mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, wo es uns der frische Fruchtsalat besonders antat. Gut gestärkt und der festen Meinung, den ganzen Tag nichts mehr essen zu können, machten wir uns jeden Tag auf den Weg und besichtigten die ganze Insel von A bis Z. Wir wanderten entlang zahlreicher Levadas, den über die ganze Insel verlaufenden Bewässerungskanälen, zu den malerischen 25 Quellen, dem pittoresken Wasserfall Risco und dem imposanten Aussichtspunkt Balcoes. Am Nachmittag vergnügten wir uns in den Wellen am schwarzen, feinsandigen Strand Prainha oder drehten im Meereszugang unseres Hotels einige Runden zwischen den Felsen. Ein Ausflug nach Funchal mit einem Einkaufsbummel durch die belebten Straßen und Besichtigung des bunten Marktes durfte natürlich ebenso wenig fehlen wie ein Besuch des berühmten botanischen Gartens und eine rasante Fahrt mit den Korbschlitten auf der Straße von Monte nach Funchal hinab.

Besonders begeisterten uns die natürlichen Meeresschwimmbecken bei Porto Moniz und Seixal – hier hat das Wasser im Laufe der Jahre Becken in die Lava geformt, wo wir jetzt in einem einmaligen, natürlichen Ambiente zwischen und unter Felsformationen schwimmen und uns von den abgeschwächten Wellen treiben lassen konnten.

Weiters besichtigten wir die höchste Steilküste Europas „Gabo Girao“, fuhren mit dem Auto auf die Aussichtsplattform am Pico Areiro auf 1.800 m, besuchten die traditionsreichen strohgedeckten Häuschen in Santana und gelangten nach dem Bezwingen von zahlreichen Kurven ins Nonnental, das bekannt für seine Kastanienprodukte ist.

Ein weiterer Höhepunkt war die mehrstündige Wanderung entlang der kargen Vegetation zum östlichsten Kap, zu beiden Seiten das tiefblaue Meer, schroff abfallende Felsen in roten Schattierungen und das zarte Grün des Grases auf der Ebene. Im Gegensatz dazu beeindruckt die Natur auf dem Rest der Insel durch die bunte Blumenvielfalt, die zahlreichen Bananen- und Gemüseterrassen und die schattigen grünen Wälder in der Höhe.

Allabends wurden wir beim Anblick der Speisekarte wieder schwach – es lockten einfach zu viele Köstlichkeiten wie frischgebackenes Knoblauchbrot, „Espada“ – Degenfisch mit Banane, „Espetada“ – ein Rindfleischspieß auf Lorbeerzweig mit frittierten Maiswürfeln, Mango- oder Maracujamousse. Ausklingen ließen wir die Abende in netten Bars mit Blick auf den Ozean, schlürften leckere Cocktails mit exotischen Früchten und vergaßen dabei natürlich auch nicht, den Poncha, das Nationalgetränk aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitrone, zu probieren.

Wir verbrachten eine erlebnisreiche Woche auf Madeira und machten uns mit vielen tollen Eindrücken im Gepäck wieder auf den Heimweg.

Unser Fazit: eine faszinierende Insel, die auf kleinstem Raum zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten und Naturschönheiten bietet, genau das richtige für Naturliebhaber und Entdeckungsfreudige ist und bei der auch Badeliebhaber und junge Menschen nicht zu kurz kommen.

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