Rezeption im Feriendorf

November 14, 2014 No Comments »

Rezeptionsteam_2014Wer hätte das gedacht? An der Rezeption im Feriendorf «Zum Störrischen Esel» zu arbeiten hat mit der typischen Vorstellung:  Check-in, Check-out, Schüsselverwaltung und Kasse nichts zu tun – Oh nein, das ist viel komplexer!

Wie ein «normaler» Rezeptionsdienst aussieht?

So:
Die Türen zur Rezeption sind noch zu, aber schon kurz vor 07.30 Uhr werkeln bereits fleißige Hände: Kasse zählen, Safe aufschließen, Leihwagenunterlagen zurecht legen, Fahrtenscheine für die Referenten und Busse bereithalten, E-Mails lesen, die über Nacht gekommen sind, ach ja, und schnell schauen, ob noch genügend Briefmarken zum Verkauf in der Schublade sind, Wechselgeld vorhanden….

Dann gehen die Türen auf, die Gäste warten schon auf uns, denn sie möchten sofort ihr Auto übernehmen; Wanderschuhe ausborgen oder einen Sonnenschirm leihen oder noch schnell einen der soeben startenden Ausflüge buchen, die im Feriendorf in großem Umfang angeboten werden.

Sind die ersten Bustouren abgefahren, geht es bei uns weiter: Postkarten, Wanderkarten, Reiseführer, Souvenirs, Wäschejetons für die Urlaubswäsche werden gewünscht, und im Laufe des Tages werden Unmengen von Fragen und speziellen Wünschen beantwortet und erfüllt. Einen Tauchkurs, Reitausflug oder Taxi reservieren, Tipps und Hinweise, wo kann ich kurz etwas Joggen gehen, wo ist es interessant zum Schnorcheln, welche Tour könnte ich heute mit dem Leihwagen unternehmen….

Die neuen Mitarbeiter müssen sich sehr schnell mit dieser fantastischen Insel vertraut machen und sind dankbar, wenn ihnen die «alten Hasen», (oder Eselchen?), die schon länger dabei sind, tatkräftig unterstützen, Na logisch! Wir sind doch ein Team! Die Rezeption ist IHRE persönliche Touristeninformation, die auch mit praktischen Ratschlägen zur Seite steht, wenn ein Gast einen deutschsprachigen Arzt braucht, ein Rezept übersetzt werden soll, nach aktuellen Veranstaltungen, Öffnungszeiten der Geschäfte und Märkten gefragt wird… die Liste ist lang, Ebenso lang wie unsere Geduld und Zeit, die wir uns immer gerne für Sie nehmen!

Während gerade ein fleißiger Wanderer erklärt bekommt, wie es auf die Madonna oder den Hausberg geht, kommt weinend ein kleines Mädchen mit ihrer Mama zur Rezeption, sie ist hingefallen und blutet schrecklich! Eine Kollegin beruhigt den kleinen Patienten, die Nächste läuft schnell zum Verbandskasten, um Desinfektionsmittel und Pflaster zu holen und die «Riesenwunde» zu verarzten, ein Gummibärchen zur «Schmerzlinderung» gibt dem Unfall einen glücklichen Ausgang.

Und weiter geht es: ich möchte bitte meinen Bungalowschlüssel, wo kann ich meine Post einwerfen, haben Sie W-Lan, ich möchte meine Fähre umbuchen, könnten Sie mir bitte helfen? Und ich hätte gern ein zweites Kopfpolster, kann mir die Wäscherei neue Bettbezüge geben, meinem Kleinen ist heute Nacht ein «Missgeschick» passiert, unsere Dusche ist verstopft! Ameisen sind im Bungalow…Wir informieren die zuständigen Kollegen, um diesen „Problemchen“ Abhilfe zu schaffen.

Le client est le roi – der Gast ist König, IHR Wohlbefinden steht bei uns an erster Stelle, so ganz nebenbei haben wir dann noch «ein bisschen» administrative Arbeit zu leisten. Vorbereitung der Listen und Abläufe am Wochenende der An- und Abreisen, das Verbuchen der verkauften Dinge und Ausflüge, die tägliche Busbestellung für die Ausflüge des kommenden Tages und wenn abends die Türen zu sind, brennt in der Rezeption noch immer Licht. Denn der Tagesabschluss muss erstellt werden, sämtliche Wertgegenstände verräumt, der Safe zugesperrt und es wird überlegt, ob wir auch das Frühfrühstück für 04.00 h bestellt haben für unsere Wanderer, die zum Sonnenaufgang auf den Hausberg kraxeln, muss der Nachtportier noch irgendeine Information bekommen…?!

Ein letzter Kontrollblick, ob noch ein Gast nicht da ist und seinen Zimmerschlüssel nicht hat, Computer heruntergefahren, Jalousien im Nebenraum zu, Kopierer ausgeschaltet?! Ja, ok, nun dürfen wir gehen!

Und wenn Sie bei der Heimreise traurig von uns Abschied nehmen, ist das eines unserer schönsten Erfolgserlebnisse, weil wir dann wissen: es hat Ihnen Bestens bei uns gefallen, und: es ist ja nur ein Abschied, denn nächstes Jahr sind Sie wieder da, zurück, bei uns, für den nächsten Start in einen wundervollen Urlaub, wetten?

Und wer sind wir eigentlich? ‚WIR‘, das sind:

Moni: Es kommt mir vor, als ob ich erst letztes Jahr hier begonnen hätte. Allerdings, dafür habe ich zu vieles im Feriendorf erlebt, muss es also schon länger her sein. Richtig: dieses Jahr erlebe ich meine 18. Saison im Feriendorf und wenn Sie fragen: nie bereut? Freut es mich, endlich einmal zu sagen: NEIN!

Chrissy: Ich bin, neben meiner Tätigkeit an der Rezeption, 2014 auch zuständig für das umfangreiche Aktiv-Programm „Korsika erleben“. Ich kümmere mich um die Organisation sämtlicher Ausflüge und Touren von A bis Z – A wie Ausschreibung des Programms, B wie Busbestellung, oder auch C wie Chaos-Management, falls einmal eine ungünstige Wettervorhersage jegliche Vorausplanung durcheinanderbringt,…bis Z wie Zusatztermin wegen hoher Nachfrage – damit unsere Gäste die schöne Insel Korsika aktiv erWANDERN, erFAHREN und erRADELN können.

Rosel: Nochmal Azubi sein – hab ich fast nicht für möglich gehalten, aber das Feriendorf Zum Störrischen Esel macht’s möglich und Dank des Reze-Teams auch gar nicht schwer. Niemals hätte ich gedacht, dass man in einer Saison so viel Neues und Spannendes lernen und erleben kann! Jetzt fällt mir die Stellenauswahl noch schwerer. Rezeptionistin – ein vielseitiger Job!

Alex: Ich bin der einzige Praktikant, der einzige Mann, sozusagen der „Hahn im Mäusekorb“, das erste Mal mit dabei – und sicher nicht das letzte Mal, das steht fest. Denn eine so ungewöhnlich vielseitige und abwechslungsreiche Arbeit bekommt man als Praktikant nicht sehr oft. Was mir dabei am besten gefällt ist, dass ich durch die Bustransfers am Sonntag, die ich zusätzlich mache, den ersten und auch letzten Kontakt mit den Gästen live miterlebe und somit ein wichtiger Teil Eures Urlaubs bin.

Vivienne: Ich bin das erste Jahr hier beim Störrischen Esel auf Korsika und kann nur sagen Sonne, Meer und nette Kollegen. Was kann man sich mehr für einen Sommerjob wünschen?

Tina: überlässt das Wort ihrem Team, und wir sagen: Tina, Du bist super und unser Fels in der Brandung. Ohne dich würden wir oft nicht weiterwissen. Bleib so, wie du bist! Danke!
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