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Reiseberichte
Die neuesten Reiseberichte:
28.08.2011 – Tag 1:
Voller Vorfreude trafen wir uns am Sonntagnachmittag beim Bahnhof in Lindau. Unsere Reise begann mit der der ca. 4-stündigen Zugfahrt von Lindau zum Münchner Flughafen.
Um 22h30 konnte es dann endlich richtig losgehen, unser Flieger startete Richtung Norden. Nach ca. 4 Stunden Flugzeit landeten wir etwas müde in Keflavik. Nun mussten wir nur noch unseren Mietwagen am Flughafen übernehmen und eine aufregende Reise konnte beginnen…
Wir fuhren gegen 1 Uhr Ortszeit vom Flughafen Richtung Reykjavik, bis nach Vogar (ca. 20 Fahrminuten). Hier war die erste Unterkunft – Hotel Vorgar – für uns reserviert. Wir bezogen unser Zimmer, machten uns bettfertig und besprachen noch den nächsten Tag unserer Reise.
Hotel Vogar:
Wir waren vom Hotel positiv überrascht. Eine sehr charmante Unterkunft. Unser Zimmer hatte 3 Betten und ist für eine 3er Belegung sehr gut geeignet. Alles hat sehr sauber und gepflegt gewirkt. Der Rezeptionist war sehr freundlich und hilfsbereit.
Frühstück: 7:30 – 9:30, sehr große Auswahl & alles sehr lecker!

29.09.2011 – Tag 2:
Nach einer recht kurzen Nacht genossen wir das köstliche Frühstücksbuffet und machten uns frühzeitig (08h00) auf den Weg Richtung Hvergerdi. Auf dem Weg wollten wir uns noch in einem isländischen Supermarkt mit Lebensmittel für den Tag (Wasser, Obst,… ) eindecken. Orientierungslos kurvten wir durch die Vororte Reykjaviks – ein Entkommen war ohne einheimische Hilfe unmöglich . Wir bekamen an einer Tankstelle eine detaillierte Reykjavik-Karte und das Ziel kam näher.
Nach einer eindrucksvollen Fahrt nach Hvergerdi starteten wir unsere kleine Wanderung nach Reykjadalur. Der Wanderweg führt über eine eindrucksvolle Landschaft zu brodelnden und dampfenden Quellen.


Die „Anstrengungen“ der Wanderung haben sich auf alle Fälle gelohnt. Wir wurden mit einem heißen Bad im Fluss belohnt.


Nach diesem Abenteuer machten wir uns gegen 16h00 auf zur nächsten Unterkunft –  Farm Efsti Dalur.

Während der Fahrt fuhren wir unter anderem am Dingvallavatn und bei Laugarvatn vorbei. Wir entdeckten auch zahlreiche Schafsherden, isländische Pferde,… die uns vom Fahren ablenkten .
Nach dem Beziehen unseres Zimmer fuhren wir nochmals los um uns die Naturschauspiele Gylfoss und Gesyir anzuschauen. Sowohl der Gylfoss als auch das Gebiet um Haukadalur waren beeindruckend!

Nach einem eindrucksvollen aber auch anstrengenden Tag ließen wir uns im Farmrestaurant mit einem 3-Gänge-Menü (Tomatensüppchen – Lamm mit Kartoffeln & Gemüse – Kuchen) verwöhnen.
Farm Efsti Dalur:
Tolle Lage (super Ausblick), guter Service, liebevoll eingerichtet, Landhausstil, wirkt alles sehr neu,…
Abendessen:  verschiedene Menüs: € 28 – € 41 pro Person; Getränke: Limo € 2, kleines Bier € 3,50, ¼ Wein € 5; Restaurant von 18:00 – 20:00 geöffnet.
Frühstück: 7:30 – 9:30, sehr große Auswahl & alles sehr lecker!
Besonderheiten: Hot Pot (kostenlos), W-Lan (kostenlos – nur im Hauptgebäude)
30.09.2011 – Tag 3:
Nach dem Frühstück machten wir uns heute auf, um die Südküste Islands besser kennenzulernen. Wir wählten unsere Route so, dass wir auf dem Weg noch 2 Unterkünfte/Höfe (Hestakrain & Hestheimar), die sehr oft für unsere Kunden reserviert werden, von außen anschauen konnten. Beim Hotel Ranga machten wir dann noch eine Hotelbesichtigung und lernten dabei einen sehr netten Hotelbesitzer kennen.
Die Ringstraße führte uns dann zum 1. Wasserfall des heutigen Tages – den Seljalandsfoss. Besonders imposant war der kleine Weg, der hinter dem Wasserfall vorbeiführte. 
Im Anschluss fuhren wir direkt zum Skogafoss. Zahlreiche Stufen führten uns zum dem Fluss, der zum Wasserfall übergeht. Die Anstrengung wurde mit einem tollen Blick belohnt. Die Route führte uns über Schotterstraßen weiter zu einem der schönsten schwarzen Lavastrände des Landes. Das Kap Dyrholaey ist der südlichste Punkt Islands.

Tausende von Seevögeln, u.a. der Papageientaucher, brüten in diesem Naturschutzgebiet.

Leider stand das Wetter bei diesen ganzen Besichtigungen nicht auf unserer Seite. Trotz Regenkleidung waren wir völlig durchnässt. In Vik konnten wir uns in dem kleinen Halldorskafi mit einer leckeren Tomatensuppe und hausgemachten Brot (1.000 ISK) aufwärmen. Gestärkt fuhren wir weiter auf der Ringstraße Richtung Osten.

Dabei überquerten wir kurz nach Vik die neue/provisorische Brücke, die im Frühjahr wegen dem heftigen Gletscherabfluss errichtet werden musste. Die ursprüngliche Brücke wurde vollständig zerstört. Teils monotone, aber auch traumhaft schöne Streckenabschnitte führten uns nach Skaftafell, wo noch ein weiterer Wasserfall auf uns wartete. Durch einen kleinen Fußmarsch kamen wir am Ursprung des Svatifoss an. Auf dem weiteren Weg zu unserer Unterkunft – in Oraefi – wurde das Landschaftsbild durch die sehr nahen Gletscherzungen richtig spannend.

In der Unterkunft angekommen wurde uns gleich das Abendessen serviert und anschließend gönnten wir uns ein warmes Bad im Hot Pot. 
Frost & Funi:
Von außen wirkt alles sehr einfach – gleicht einem Container. Zimmer sind aber modern und schön eingerichtet (IKEA ).
Abendessen: Ein Menu: 4.500 ISK; Essenszeit: 19h00, Anmeldung bis 18:00 möglich.
Frühstück: 8:00– 10:00, sehr große Auswahl & alles sehr lecker
Besonderheiten: Hot Pot & Sauna (kostenlos)
31.08.2011 – Tag 4:
Am heutigen Tag hatten wir einige hundert Kilometer zu fahren. Wir machten uns also sehr zeitig auf den Weg. Nach nur wenigen Kilometern trauten wir unseren Augen nicht.

Wir sahen schon von Weitem Eisberge und Seehunde, das Bild gleichte unserer Ansicht nach schon fast der Antarktis .

Wir legten bei der Gletscherlagune Jökulsarlon unseren ersten Stopp ein und nahmen an einer spektakulären Bootstour durch die Eisblöcke teil. Unser Ausflugsboot war übrigens bereits im Vietnamkrieg. Natürlich besuchten wir auch den schwarzen Lavastrand, an dem viele Eisskulpturen gestrandet sind.

Der Küste entlang fuhren wir nach Höfen, um uns in einem historischen und liebevoll eingerichteten Cafe mit einer leckeren Waffel (450 ISK) und einem Cappuccino (350 ISK) zu stärken. Das Pakkhus ist eine alte Lagerhalle am Hafen von Höfn. Heute dient es als Museum für Schifffahrt und als Cafe & Treffpunkt auch für Einheimische.
Die nächste Klopause machten wir in Djupivogur, einem sehr charmantes Hafenstädtchen.
Wir fuhren weiter über die Straße 939 in Richtung Egilsstadir. Die Straße führte uns übers Landesinnere und wir konnten einen kleinen Einblick ins isländische Hochland gewinnen.

Für Denise war das Highlight der kleine Zwischenstopp an einem Berghang mit ca. 20 isländischen Pferden, die sich toll als Fotomotiv eigneten .

Gegen 18h00 erreichten wir sehr hungrig unsere Unterkunft in Hallormsstadur. Leider war zu diesem Zeitpunkt die Rezeption unbesetzt. Auch unser mehrmaliges Klingeln wurde nicht gehört. Wir beschlossen die Wartezeit mit der Besichtigung des Hengifoss sinnvoll zu nützen. Eine kleine Wanderung (ca. 35 min.) führte uns zum Aussichtspunkt des Wasserfalls. Mit 2 Müsliriegeln und einem Apfel (unser letzter Proviant) stillten wir für kurze Zeit unseren Hunger. Gegen 20 Uhr starteten wir erneut einen Versucht für heute Nacht doch noch ein Zimmer zu bekommen – und dieses Mal hatten wir Glück . Auch freuten wir uns über die Nachricht, dass das Restaurant für das Abendessen noch bis 21h00 geöffnet hatte. Das lange Warten hat sich auf alle Fälle gelohnt! Es gab ein tolles Buffet an Vorspeise, Hauptspeise & Dessert (4.500 ISK p.P.).
Hotel Hallormsstadur:
Sehr schöne Lage, toller Blick auf den Lagarfljot.
Abendessen:Â Buffet: 4.500 ISK, bis 21h00
Frühstück: 7:30– 10:00, sehr große Auswahl & alles sehr lecker
Besonderheiten: Fahrradverleih, W-Lan (kostenlos in der Bar)
01.09.2011 – Tag 5:
Von Hallormsstadur führen wir heute in Richtung Westen. Unser erster Halt war nach ca. 2 Stunden Fahrzeit beim Wasserfall Dettifoss. Für die Zufahrt wählten wir die Straße 864. Leider waren die Straßenverhältnisse nicht sonderlich gut und wir bereuten nach einigen Fahrminuten unsere Routenwahl. Jedoch entschädigte uns dann bei Ankunft der tolle Blick auf den Dettifoss.

Soweit wir das beurteilen können war unser Blick von der rechten Seite doch um einiges besser als von der linken Seite. Wir hatten auch das Gefühl, dass auf dieser Seite viel weniger Touristen waren. Wir setzten unsere Fahrt fort in Richtung Leithajukur.

Sehr beeindruckend war unser nächster Halt. Wir besuchten das Gebiet um Leithajukur und machten einen kleinen Spaziergang auf den Lavafeldern.

Heute kann man noch den Vulkankrater und die verhärtete Lava sehen.

Besonders mystisch erscheinen einem die Rauchwolken, die zum Teil aus der harten Lavaschicht austreten.
In Reykjahlid deckten wir uns in einer kleinen Tankstelle mit einigen Nahrungsmitteln ein und suchten uns am Myvatn-See ein nettes Plätzchen. Bei eisigem & stürmischem Wind aßen wir unsere kleine Jause und bestaunten das tolle Panorama.
Ca. 25 km vom Myvatn entfernt befand sich unsere Unterkunft. In naher Umgebung fanden sich auch noch Island-Ponys, die für ein Fotoshooting zu haben waren.
Gästehaus Stadarholl:
Sehr familiäre Atmosphäre, im Gegensatz zu anderen gesehenen Unterkünften wirkt alles recht einfach – ist aber alles schön und liebevoll hergerichtet, Zimmer verfügen über eine recht gut ausgestatte Kitchenette,…
Abendessen:Â wir wurden eingeladen!
Frühstück: 7:30– 10:00, sehr große Auswahl & alles sehr lecker
Besonderheiten: W-Lan (kostenlos)
02.09.2011 – Tag 6
Heute begann unser Tag mit dem Besuch des Godafoss. Da wir auch heute wieder vom Regen begleitet wurden, war unser Stopp nur von kurzer Dauer. Wir fuhren weiter nach Akureyri um ein wenig in das Stadtleben zu schnuppern. Nach einer kleinen Sightseeing- & Shoppingtour machten wir uns wieder auf den Weg. Wir fuhren bis nach Blöndous wo ein Mittagstopp und eine Museumsbesuch auf dem Programm standen. Da das Textilmuseum aber leider seit dem 31.08. geschlossen hatte, beschlossen wir das Robbenmuseum in Hvammstangi zu besichtigen. Nur leider hatte das bei unserer Ankunft gegen 16h30 im September auch bereits geschlossen. Etwas enttäuscht fuhren wir die Ringstraße entlang direkt zu unserer Unterkunft - der Farm Hraunsnef.
Wir spielten vor dem Abendessen noch eine Runde Billard in den dem tollen Aufenthaltsraum und genossen auch noch die tolle Atmosphäre in dem Hot Pot.

Farm Hraunsef:
Rezeption und Restaurant wirkte sehr neu & elegant. Im Außenbereich wirkte alles sehr ländlich und einfach. Tolle „Scheune“ für Unterhaltungsmöglichkeiten (Computer mit I-Net, Billard, Zeitschriften,…).
Die Zimmer waren alle individuell eingerichtet (in grün, in rot,…). Alles war sauber, recht modern, liebevoll hergerichtet.
Abendessen: Tagesmenüs oder à la Carte
Frühstück: 7:30– 10:00, große Auswahl & alles sehr lecker
Besonderheiten: W-Lan (kostenlos)
03.09.2011 – Tag 7
Nach einem ausgiebigen Frühstück brachen wir heute Richtung Reykjavik auf. Als erstes stand ein kurzer Fotostopp in Borgarnes an. Weiter führte uns die Route zum Hotel Glymur. Nach einer kurzen Hotelbesichtigung fuhren wir weiter zum Þingvellir Nationalpark. Hier wurde das erste Parlament der Welt gegründet. Übersetzt heißt der Park übrigens “Ebene der Volksversammlung”. Besonders aufregend am Þingvellir ist aber der kleine Spaziergang zwischen der europäischen und der amerikanischen Erdplatte. Er liegt inmitten einer Grabenbruchplatte.
Gegen Mittag kamen wir -so zu sagen - am Ziel von unserer Rundreise an. Wir stellten unser Auto beim Hotel Baron ab und machten uns auf, um die Stadt zu erkunden. Unser erstes Ziel war natürlich die Haupteinkaufsstraße Laugavegur. Mit vielen gesammelten Eindrücken trafen wir uns am Nachmittag mit Oddny von IPT auf einen Kaffee. Sie erzählte uns Spannendes über Reykjavik und wir berichteten ihr natürlich von unseren Erlebnissen während unserer Rundreise. Bevor wir dann zurück in unser Hotel gingen, ließen es wir uns aber nicht nehmen, noch kurz im Rathaus vorbeizuschauen. Wir haben uns nochmals auf der überdimensionalen Island-Karte unsere Route der letzten Woche angeschaut.
Nachdem wir uns kurz im Hotel von einem wieder sehr spannenden & anstrengenden Tag erholt hatten, machten wir uns auf den Weg das Nachtleben von Reykjavik kennenzulernen
Fosshotel Baron:
Recht großes City-Hotel. Von der Lage ist es ausgezeichnet!
Zimmer war recht geräumig, sauber, einfache Ausstattung,…
Frühstück: 7:00– 10:00, große Auswahl & alles sehr lecker
Besonderheiten:  1 Computer mit kostenlosen I-Net, (W-Lan – gegen Gebühr)
04.09.2011 – Tag 8
Unser bereits letzter Tag auf Island begann mit einigen Hotelbesichtigungen in Reykjavik (Grand Hotel, Hotel Fron, Isafold & Gästehaus Odinn). Auch eine 2. Shoppingrunde gönnten wir uns noch ;-). Vor der Fahrt zum Flughafen bzw. zur Blauen Lagune fuhren wir noch zum Strand von Reykjavik. Auch bei recht kühlen Temperaturen genossen dort viele isländische Familien ihre Freizeit. Natürlich durfte auch ein Besuch bei den Wassertanks nicht fehlen. Der Blick auf Reykjavik war einfach wunderschön. Unsere letzte Station dieser tollen Rundreise war die Blaue Lagune. Wir konnten in toller Atmosphäre nochmals alle Erlebnisse dieser einen Woche revue passieren lassen.
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Reisespezialist Rhomberg erweitert Madeira-Angebot
Ewiger Frühling und ein blühendes Blumenmeer, während bei uns Väterchen Frost und Frau Holle ihr winterliches Unwesen treiben: Das bietet Madeira, die Insel im Atlantischen Ozean. Reisespezialist Rhomberg, Experte in Sachen ausgewählter Urlaubsziele wie Madeira und Korsika, erweitert nun sein Programm. Neu sind in diesem Winter Madeira-Reisen mit Flügen ab Friedrichshafen. Ab Anfang November (Ausgenommen Dez. und Jan.) geht es mit der Fluggesellschaft Germania jeden Dienstag vom Bodensee zum Flughafen Santa Catarina in Santa Cruz im Osten der Insel. Dort herrschen dann frühlingshafte Temperaturen – ideal zum Wandern, Biken und Entspannen. Neu im Madeira-Programm von Rhomberg sind unter anderem geführte Busrundreisen für Gruppen ab vier Personen sowie maßgeschneiderte Mietwagen-Reisen. Der über 70 Seiten starke Spezialkatalog bietet eine Fülle von Urlaubsmöglichkeiten – von der Pension bis zum Luxushotel. Eine Madeira-Woche im Vier-Sterne-Hotel gibt es bereits ab 693 Euro pro Person mit Flug. Eigens zum legendären Blumenfest auf Madeira Mitte April legt der Vorarlberger Reisespezialist eine geführte Bus- und Wanderreise auf – ab 998 Euro pro Person und Woche. Auf Kurzentschlossene warten attraktive Frühbucher-Rabatte.
 Informationen und Buchungen: www.rhomberg-reisen.com, Tel. 05572/22420-53.
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Interviw mit Thomas Brandl
Seit 11 Jahren ist er mehrere Monate im Jahr auf Korsika. Ein Tourenführer mit Leib und Seele. Schon einige seiner Vorfahren haben den Beruf des Bergführers ausgeübt und nur durch die Unterstützung solcher einheimischen Bergführer war es den Bergsteigerpionieren möglich, höchste Alpengipfel, teilweise auch als Erste, zu erklimmen. Hansjörg liebt die Natur und die Berge. Kein Wunder ist er doch schon über 40 Jahre als ehrenamtlicher Naturwächter, AV-Funktionär und AV-Tourenführer im Einsatz. Mit seinem Humor, seiner guten Laune und seinem breiten Grinsen trägt er wesentlich zum “Guten Geist” des Feriendorfs bei.

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Am Sonntag, den 15.05.2011 war es endlich soweit. Kurz nach meinem Geburtstag ging also endlich die Korsika-Tour los – als verspätetes Geburtstagsgeschenk sozusagen!

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Die besten Reiseberichte:
Besuchen Sie doch einmal www.korsika-forum.de, das wohl mittlerweile größte deutschsprachige Korsika-Forum, geleitet von den Webmastern der Korsika-Internetpräsenzen paradisu.ch und insel-corsica.de.
Unser Motto: Informativ und unterhaltsam, konstruktiv-fair und originell, authentisch wie die Insel Korsika. Es erwarten Sie aktuell über 3500 Beiträge zur Mittelmeerinsel Korsika und zum Urlaub auf Korsika.
Egal ob CP/Hotel/Gîte/Restaurant, Urlaub mit Wandern oder Reisemobil, Urlaub pauschal oder individuell, Familienurlaub mit Extrem-Relaxing oder in der Gruppe mit Stress-Canyoning oder Pass-Röchel-Biking – für alles gibt’s hier ein offenes Ohr und die passende Rubrik
Das Korsika-Forum-Team und viele Korsika-Kenner in unserem Korsika-Forum
bemühen sich, Ihnen bei Ihren Fragen zur Mittelmeerinsel Korsika behilflich zu sein.
Unser Angebot im Überblick: KORSIKA-INFO-FORUM
- Infos, Fragen, Gedankenaustausch zur Mittelmeerinsel Korsika
- Fragen, Infos und Tipps zum Urlaub auf Korsika
- Anreise: Tipps und Fragen zu Routen, Fähren und Fliegern
- Unterkünfte, Camping: Private Anfragen / priv. Angebote (ohne Links zu Webseiten)
- Korsika-Highlights: Empfehlungen unserer Besucher …
- Korsika-Flopps – nicht so prickelnd / davon raten unsere Besucher ab …
- Korsika im Web: Infos und Fragen zu Linklisten und Webseiten
- Korsische Musik und korsische Kultur
KORSIKA – SMALLTALK
- Aktuelles aus Korsika / Plauderecke / Kontakte knüpfen
- Korsika-Bilder / Korsika-Videos (besondere Motive / amüsant oder interessant)
KORSIKA-JUGEND-KONTAKT-FORUM: Corsica ist cool …
KORSIKA-INDEX
Korsika-FAQs (Antworten auf häufig gestellte Fragen)
FORUM CANYONING CLUB TROPICA
Infos zum Thema Canyoning / mit den Mitgliedern des Clubs austauschen …
Wir freuen uns auf Ihren Besuch, wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Beschäftigung mit vielen Informationen und einen lockeren Gedankenaustausch in gepflegter Atmosphäre, an dem auch Sie teilnehmen können.
Das Korsika-Forum-Team
von
www.korsika-forum.de
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Flüge nach Calvi nun von Memmingen, Salzburg und Wien.
In Zeiten steigender Kosten haben wir für alle Korsika-Freunde eine schöne Meldung: Unsere Tarife bleiben 2009 stabil – zahlreiche Gäste, speziell Familien, dürfen sich auf niedrigere Preise freuen. Der Grund dafür liegt im Wechsel zur renommierten Fluggesellschaft „Germania“ und zum Flughafen Memmingen sowie in der Konzentration auf drei Abflugorte. In der Reisebranche ist einiges in Bewegung. Als innovationsfreudiges Unternehmen versucht Rhomberg Reisen bei Veränderungen vorausblickend zu handeln. So waren wir schon länger auf der Suche nach einer Alternative zu unseren Korsika-Flügen. Sechs Abflugorte auf regional relativ engem Raum mit vergleichsweise kleinen Maschinen zu bieten, ist nicht mehr zeitgemäß. Die Kosten pro Passagier steigen überdimensional und die Umweltbelastung erreicht eine Dimension, die vermeidbar wäre. Beim Ausloten von Alternativen stießen wir auf die Fluggesellschaft Germania und den Flughafen Memmingen. Beide konnten Rhomberg Reisen überzeugen. Denn die so erzielte Lösung heißt Jets mit größeren Kapazitäten, ideale Abflughäfen (neben dem neuen Flughafen Memmingen starten wir weiter von Wien und Salzburg aus), gleich bleibender Reise-Sonntag, moderate Preise und geringere Umweltbelastung. Insgesamt eine Entscheidung, die zukunftsgerichtet ist.
Frühbucher reisen günstiger als 2008
Hätte Rhomberg Reisen bei den bisherigen Flügen festgehalten, wäre allein beim Ticket mit einer Steigerung von ca. 40 Euro pro Erwachsenem zu rechnen gewesen. So aber kompensieren die geringeren Flugkosten den gestiegenen Aufwand für den Aufenthalt: Der Gesamtpreis pro Buchung bleibt ziemlich konstant. Wer den Frühbucherbonus nutzt, reist wohl meist günstiger als 2008.
Mehr kostenlose Shuttlebusse
Die auffallendsten Änderungen betreffen die Abflugorte. Der Allgäu Airport Memmingen ersetzt die bisherigen Starts in München und Friedrichshafen. Seine verkehrsgünstige Lage wird es unseren Reisenden aus Westösterreich, der Ostschweiz und Süddeutschland allerdings nicht schwer machen, sich mit dieser Neuerung anzufreunden. Wer mit dem eigenen PKW anreist, kann gratis parken. Zudem gibt es wie bisher kostenlose Rhomberg-Reisen-Shuttles von Vorarlberg und nun neu auch von Friedrichshafen und München aus. Auch führen Bahn und Linienbus direkt zum Allgäu Airport. Für Reisende, die von Wien oder Salzburg abfliegen, stehen günstige Parkgutscheine und kostenlose Shuttlebusse von Graz nach Wien sowie von Linz und Innsbruck nach Salzburg zur Verfügung.

Ganz vorne in puncto Sicherheit
Die Germania ist eine ebenso zuverlässige Fluglinie, wie unsere bisherige Airline. Sie befördert jährlich vier Millionen Fluggäste im innerdeutschen und internationalen Verkehr. In ihrem 30-jährigen Bestehen hat sie sich eine ausgezeichnete Position in Qualität, technischer Wartung, Sicherheit, Service und Pünktlichkeit erarbeitet. Seit Jahren wird in moderne Sicherheitsstandards investiert, meist lange bevor diese gesetzlich verpflichtend wurden. Das führte dazu, dass die technischen Dienste der Germania auch von anderen renommierten Fluggesellschaften in Anspruch genommen werden. Umgekehrt nutzt sie auf technischer Ebene Kooperationen mit Partnern wie British Airways, Sabena oder Lufthansa. Insgesamt 18 Maschinen des Typs Boeing 737 befinden sich in ihrem Eigentum. Über 600 Mitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Flugbetrieb. Bei alldem gilt die Germania als eine der am ökonomischsten operierenden Fluggesellschaften weltweit.
Optimaler Start in den Urlaub
Diese gute Mischung aus Sicherheit, Komfort und moderaten Kosten schien uns für unsere Korsika-Gäste die beste Wahl. Und wir sind uns sicher, dass unser neuer Flugpartner nicht nur dafür sorgt, Ihr Urlaubsbudget und Ihre Nerven zu schonen, sondern mit all seinen Pluspunkten auch einen optimalen Start in den Urlaub auf der „Île de Beauté“ garantiert.
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Ein Anruf von Papa versetzte mich innert weniger Stunden von Eis, Kälte und Schnee an die sonnige Küste Madeiras und Porto Santos.

Montag, Karwoche: Ich chille gemütlich im Bett – draußen ist es viel zu kalt. Das Handy klingelt – Dad ist dran. Wieder die übliche Leier „Zimmer räumen, lernen, helfen…..“?? – Nein! „Koffer packen, morgen früh geht’s los nach Madeira“. Die Aussicht auf tolle Hotels, Pools, Meer, Strand und Sonne ließ mich aus dem Bett springen. Panik 1: Was soll ich nur einpacken? Panik 2: Mein Lieblingskleid ist in der Wäsche. Panik 3: Alle Dates absagen….
Dienstag Mittag landeten wir bei nur „18“ Grad (immer noch besser, als zu Hause). Check in im 5-Stern Hotel Pestana Grand mit riesiger Poollandschaft – yeah! Und nun sind auch die Wolken weg – 24 Grad – rein in den Pool!

Ausflug auf die Schwesterinsel
Mittwoch: Nach 15 Minuten mit dem Flugzeug landen wir auf der Insel Porto Santo. Mit dem Mietauto fahren wir ins neu eröffnete Hotel Pestana Porto Santo – ein Traum. Viele Pools, Hängematten, Relax-Ecken, Villen mit eigenem Pool, traumhafter Strand, klares Meer…! Die Sonne brennt nur der Wind ist etwas kühl.
Wir starten zur Erkundung der Insel. Vorbei am Golfplatz zum westlichsten Ende, rauf in den wilden Norden mit grünen Bergen und steilen Küsten und wieder zur Südküste zurück. Der Hauptort Vila Baleira ist klein und überschaubar mit einigen (tollen) Geschäften, Fußgängerzone, Restaurants und einem tollen Beach! Jetzt weiß ich auch, dass Christoph Kolumbus hier gelebt hat (ihm ist ein Museum gewidmet). Hier könnte ich es auch ein paar Tag länger aushalten!
Zurück auf Madeira
Donnerstag: Die nächsten 3 Tage genossen wir auf Madeira. Baden, Sonnen, Shopping, Bekannte besuchen, gut essen und einfach ganz und gar nicht an das kalte Wetter zu Hause oder an Schule denken. That’s Holiday! Danke Dad!
Zahlreiche andere Inseln sind bei Kreuzfahrten im Mittelmeerraum und entlang der atlantischen Küste entdecken. Das ist was fürs nächste Mal.
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ALLES VON ALLEM! Â
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Wir preisen das perfekten Urlaubsziel für den, der auf nichts verzichten will
Kühe und ihre Kälber bewachen den Motorradparkplatz an der Bucht von Rondinara, der Ochs hält sich im Hintergrund. Am Wasser ist es idyllisch: So stellt man sich ein pazifisches Atoll vor, das türkisblaue Wasser in der ideal kreisförmigen Lagune hat Anfang Juni schon 26 Grad. Eine Viertelstunde weiter oben im Massif de l’Ospédale braucht man den Pullover. Am schönsten Badetag kann man hier mitten ins Gewitter fahren.
Von – oder in – der Badehose in die Bergschuhe, sozusagen. Allein die Wedelstrecke von den Stränden bei Porto-Vecchio hinauf zum Col de Bavella ist eine der Quintessenzen einer Korsika-Reise mit dem Motorrad.

Auch der Plage de Palombaggia etwas nördlich von der Rondinara wäre natürlich für diese Bergfahrt ein feiner Ausgangspunkt. Er ist nach Meinung vieler Fans der allerschönste Strand auf Korsika – Karibik-Feeling, nur eineinhalb Flugstunden von Österreich entfernt. Spätestens bei den Aiguilles de Bavella, den berühmten sieben zerklüfteten Bergspitzen, kommt dann echtes Luis-Trenker-Feeling auf.
Auf den 40 Kilometern bis zum Pass wehen mindestens vier Klima- und vier Vegetationszonen am Motorradfahrer vorbei. Eine knappe Stunde sollte man für den Weg einplanen, denn die Straße ist kurvig, kurvig, kurvig. Das ist das typische an Korsika: Man fährt um ein Eck, und alles schaut ganz anders aus. Und drei Ecken weiter war schon wieder ein anderer Landschaftsmaler – mit anderen Farben – am Werk. Die Vielfalt ist so enorm und immer wieder sogar überwältigend, atemberaubend. Ich kenne keine Gegend auf der Welt (die ebenfalls zu Frankreich gehörende Insel La Réunion vielleicht einmal ausgenommen), die auf knappem Platz so viele Eindrücke anbieten kann wie Korsika, das gerade einmal 183 Kilometer lang und 83 Kilometer breit ist. Von weißen Sandstränden über Weidegegenden bis zu undurchdringlichem Buschwald, von karstähnlichen Mondlandschaften über dichte Schwarzkieferwälder bis zu alpinen Gebirgsszenerien stellt die Insel einen „Kontinent auf kleinstem Raum“ dar. Und nimmt man’s ganz genau, dann ist die im Norden draufgesetzte Landzunge Cap Corse noch einmal ein eigener Mikrokontinent.

Zurück ins Massif de l’Ospédale. Die Strecke kann wirklich was und trotzdem ist sie nur eine von dutzenden wunderbaren Routen. Seit dem letzten Korsika-Besuch vor ein paar Jahren wurde die gewundene Straße erneuert, bis zum Weiler l’Ospédale gibt es jetzt roten, griffigen, für korsische Verhältnisse recht breiten Asphalt. Schon die antiken Römer wussten um die heilsame Wirkung von Höhenluft Bescheid und errichteten hier ein Krankenhaus für ihre Truppen. Die Bettlägrigen hatten immerhin auch sensationelle Aussicht auf den blauen Golf von Porto-Vecchio – einen Blick, den man noch immer in aller Gesundheit aus einer der Bars oder Cafés genießen kann. Im Forêt de l’Ospedale, der ein Märchenwald aus unzähligen korsischen Schwarzkiefern und Korkeichen ist, wird’s ordentlich frisch. Die unbeaufsichtigt herumwandernden Rindviecher stehen bis zu den Knien im Bergsee (der ein Stausee ist), wenn sie sich nicht gerade an Eicheln gütlich tun. Das sehen wir sehr gerne – denn von der gründlich ausgewählten Nahrung kommt der herrliche Geschmack des korsischen Rindersteaks, wie wir beim Abendessen noch merken werden. Wer sich die Zeit nimmt, der unternimmt den halbstündigen Marsch zum Piscia di Gallo, dem „Hahnenpiss“, welcher der beste Wasserfall auf der Insel ist – der gebündelte Strahl trifft 75 Meter genau in die Tiefe.
Duch das Bergdorf Zonza fährt früher oder später jeder Korsikareisende. Ganz knapp am Bavella-Pass ist es ein begnadeter Straßenknotenpunkt: Aus jeder der vier Himmelsrichtungen kommend gibt es immer drei Möglichkeiten zur Weiterfahrt – und die Wahl fällt jedesmal verdammt schwer. Eine Möglichkeit ist schöner als die andere. Am besten, man überlegt sich das bei einem Espresso oder einem korsischen Cola. Die Kreuzung ist ein netter Motorradfahrertreffpunkt – im Jahr 2002 kam uns hier ganz zufällig Motorrad-Exstaatsmeister Christian Zwedorn über den Weg … Bleibt man über Nacht, dann sollte man sich ans süffige korsische Kastanienbier Pietra halten. Und falls die Abendrestaurants schon offen haben, dann kann man gerade hier im Landesinneren an eine gute Bachforelle, an ein gehaltvolles Wildschweinragout oder das erwähnte sensationelle Steak kommen. Dazu passt in jedem Fall der überraschend empfehlenswerte Vin du Corse. Man sieht, hier ist vom Kurvenkulinarium das leibliche nicht weit weg.

Die unvermutet aus dem Wald auftauchende Pferderennbahn gleich rechts neben der Straße von Zonza zum Col de Bavella gibt es immer noch. Bei meiner ersten Korsika-Motorradrunde 1982 hatte ich das Glück, gerade zu einem sonntäglichen Rennnachmittag zurecht zu kommen und durfte erstaunliche Eindrücke gewinnen: So war es damals üblich, dass viele der männlichen Besucher Patronengurte und – gut sichtbar – Revolver trugen; die ebenfalls anwesenden weiblichen Inselschönheiten hatten ihre Blicke züchtig auf den Boden gesenkt. Ich bewegte mich vorsichtig. Noch heute kann ich mir auf diese seltsame Folklore keinen Reim machen. Dass fast jeder richtige Korse zumindest ein tüchtiges Gewehr zuhause stehen hat, ist aber weithin bekannt.

Spurwechsel und Farbwechsel gefällig, rote Gebirgsketten und stahlblauer Himmel statt grauem Gestein und Nebelschwaden? Dann kommt die biegungsreiche Überfahrt an die zerklüftete Ostküste. Zum Beispiel zu den legendären roten Zacken der Calanche, die bis jetzt noch in keinem Motorradreisebericht über Korsika gefehlt haben. Doch bis dahin zeigen sich noch etliche der vielen Gesichter Korsikas: Fehlen noch mediterrane Olivenhaine oder Weinberge? Zu finden rund um den Golf von Valinco, unterhalb der Bilderbuchstadt Sartène. Üppige Kastanienwälder, weitere Wasserfälle mit malerischen ausgewaschenen Becken, in denen ein kaltes Bad genommen werden kann? Dann fährt man in die Castagniccia an der Ostküste, ins Restonica-Tal im Herzen Korsikas oder von der Westküste aus in den Forêt d’Aïtone.
Durch die berühmte korsische Macchia kommt man sowieso immer wieder: Buschwald, undurchdringliches Gestrüpp von einem bis fünf Metern Höhe. Auch hier haben es Motorradfahrer viel besser als Touristen im Auto, nämlich wegen des Geruchserlebnisses. Das „undurchdringliche Gestrüpp“ besteht aus Pflanzen, die die Insel im Frühjahr mit ihrem Blütenmeer überziehen und aus wohlriechenden Kräutern – Lavendel, Thymian, Wacholder, Myrte, Lorbeer, Rosmarin oder Salbei vereinigen sich in immer wieder neuen, verfeinerten olfaktorischen Nuancen. In der gesellschaftlichen Vergangenheit der Insel wird die Macchia gerne als fast hundertprozentig sicheres Versteck der Freiheitskämpfer und Banditen mystifiziert. Besonders mit dem (so wie auf Sardinien und Sizilien) jahrhundertelang ausgeübten Volkssport der Vendetta – Blutrache – ist die Macchia untrennbar verbunden. In der Macchia findet man sich selber nicht, also kann man auch nicht gefunden werden. Jedem, der einmal am Straßenrand stehenbleibt, um vielleicht im „Gebüsch“ ein kleines Geschäft verrichten zu wollen, wird diese Tatsache vollkommen klar.

Eine Hochburg – und das nicht nur optisch – in den korsischen Mythen ist die Stadt Sartène. Ein Schriftsteller vom französischen Festland hat vor fast 200 Jahren gemeint, dass die Stadt „ganz besonders korsisch“ ist, und seitdem verzichtet kein Reiseführer auf diesen Vermerk. Was stimmt, ist, dass Sartène besonders trutzig erscheint. Korsika war immer das Opfer der Begehrlichkeiten fremder Mächte und Kulturen und litt unter ständiger Fremdherrschaft – die Bevölkerung zog sich ins Landesinnere zurück und verschanzte sich in hohen, bedrohlich wirkenden Häusern. Das prägt das Bild der vielen kleinen Bergdörfer. Ein Spaziergang durch die engen Gassen der Altstadt von Sartène macht das deutlich.
Steigt man von Propriano im Golfe de Valinco über kleine Nebenstraßen im Hinterland nach Sartène an, dann steht man plötzlich mitten am Hauptplatz. Der Place de la Libération mit den vielen Cafés strahlt behaglichen Wohnzimmercharakter aus, das Städtchen wirkt hier gleich ganz freundlich. Auch die Leute: Parkt man das Motorrad falsch, wird man zuerst einmal darauf aufmerksam gemacht und darf die Maschine für den Rest des Tages auf den Gehsteig schieben, ohne dass gleich der Strafzettel gezückt wird. Immer wieder erleben wir die Korsen als motorradfreundlich und rücksichtsvoll. Im Lauf des Tages verändert der Platz ein paarmal das Gesicht: Zu Mittag sind die älteren korsischen Herren plötzlich aus den Cafés verschwunden (wahrscheinlich Siesta?), dann halten die Tagestouristen Einzug; am Abend sind die Lokale lebendiger Treffpunkt für alle.

Das imposante Bonifacio auf dem wellengepeitschten hohen Kreidefelsen, die südlichste Stadt der Insel, ist Fixpunkt. Der Fährhafen nach Sardinien ist auch die bevorzugte Marina von Reich und Schön, Prunk und Protz, auch wenn die wirklich großen Oligarchenjachten hier gar nicht einmal umdrehen können. Von Bonifacio nur die Fotos anzusehen genügt nicht, man kommt um diese Attraktion ganz einfach nicht herum.
Ganz im Sinne der Gegensätzlichkeiten Korsikas gibt es gleich ums Eck wieder Landstriche, die wahrscheinlich nicht einmal von den Einheimischen wahrgenommen werden. Hier eine eher unbekannte Halbtagesrunde, auf der mir im Lauf der gesamten Fahrt gerade einmal zwei Autos und kein einziges Motorrad entgegengekommen sind: Vom Ferienzentrum Propriano nimmt man die kleine D557 zu den heißen Thermalbädern (auch das gibt’s in dieser Wunderwelt!) von Baracci. Dann wird es völlig still. Auf engen, aber guten Fahrbahnen – am Anfang noch durch Dornröschenwälder – geht es zum Col de Siu, dessen rotes Felsmassiv schon aus der Ferne höchst verlockend herscheint. Über engste Tornante, die man enger in ganz Südtirol nicht finden kann, schraubt sich die Straße zum Pass, menschenleer, immer wieder mit grandiosen Ausblicken auf den Golfe de Valinco. Der Col de Siu steht den glühend roten Felsen der Calanche, wo auch die Urlauberkameras glühen, kaum nach – ist aber wohl noch nicht entdeckt worden. Die Slalomrückfahrt führt wieder durch alpin wirkende grüne Gegenden, vorbei am reizenden Kirchlein von Santa-Maria-Figaniella. In Fozzana darf man sich eine Jause gönnen. Das Dörfchen ist bei der Durchfahrt unscheinbar, hat aber Geschichte: Colomba Bartoli, wohl die schrillste Gestalt in der Geschichte der Vendetta, wiegelte hier über Jahrzehnte (sie starb im Alter von 96) das Dorf und die gesamte Umgebung gegeneinander auf. Legendär, leidenschaftlich und wunderschön sollen ihre Klagegesänge an den Särgen ihrer Söhne gewesen sein. Da ist uns der heute auf Korsika wieder sehr in Mode gekommene, wohltuende polyphone Männergesang schon deutlich lieber. Oder das korsische Weizenbier, das ebenfalls Colomba heißt – vielleicht wegen der Leidenschaft …
Eine Motorradreise nach Korsika ist immer so etwas wie eine Pilgerreise ins gelobte Land. Mindestens einmal im Leben muss man das tun. Einmal jährlich wäre auch ok.

REISETIPPS
STECKBRIEF & ALLGEMEINES
Mit zirka 8700 Quadratkilometern (183 Kilometer lang, 83 Kilometer breit) ist Korsika die viertgrößte Mittelmeerinsel; mit etwa 280.000 Einwohnern (entspricht ungefähr der Bevölkerungszahl von Graz) ist sie die am dünnsten besiedelte. Seit 1976 ist Korsika in zwei Départements aufgeteilt, Haute-Corse und Corse-du-Sud. Hauptstadt von Oberkorsika ist Bastia, Südkorsika wird von Ajaccio verwaltet. Touristenmagnet und südlichste Stadt (nur zwölf Kilometer von Sardinien entfernt) ist Bonifacio; Corte im Inneren der Insel ist Universitätsstadt und historisches Zentrum. Neben der Amtssprache Französisch wird in den Schulen seit einigen Jahren auch wieder der latenisch-italienische Dialekt Korsisch gelehrt. Großindustrie gibt es in Korsika kaum. Haupteinnahmequelle ist der Fremdenverkehr, der sich auf wenige Sommermonate konzentriert. Landwirtschaft, Bauwesen, Lebensmittelproduktion, Schweinezucht, Austernzucht und etwas Fischfang sind weitere Existenzgrundlage.
GEOGRAFIE & GESCHICHTE
Korsika ist die gebirgigste Insel des Mittelmeeres, eine Gebirgskette mit mehr als 50 Zweitausendern durchzieht die Insel vom Nordwesten bis in den Südosten; höchste Erhebung ist der 2706 Meter hohe Monte Cinto. Die Westküste ist zerklüftet und bietet immer wieder wunderbare, goldfarbene Sandstrände. Die flache Ostküste ist zwischen Bastia und Solenzara wenig ereignisreich, alle anderen Regionen sind enorm vielfältig und abwechslungsreich – vom karibisch-türkisfarbenen Wasser an sandigen Sonnenstränden kann man innerhalb von 20 Minuten ins schroffe Hochgebirge mit beeindruckenden Felsformationen gelangen. Die Vegetationszonen sind ebenso unterschiedlich, die Pflanzenwelt ist äußerst abwechslungsreich. Das Nationaltier Korsikas ist der Mufflon, etwa 800 dieser Wildschafe soll es noch geben. In den Wäldern leben zigtausende Wildschweine, verwilderte Hausschweine und ihre Kreuzungsformen, auch die Rinder bewegen sich frei.
Erste Besiedlung der Insel fand um 7000 v. Chr. statt. Über die Urkorsen, die spätere Megalithkultur und die folgende torreanische Kultur gibt es wenig gesicherte Erkenntnisse. 565 v. Chr. gründeten die Griechen eine Handelskolonie, 300 Jahre später fielen die Römer ein – seitdem hinterließen die unterschiedlichsten Kulturen und Nationen ihre Spuren: Goten, Vandalen, Byzantiner, Sarazenen, Spanier, Pisaner, Genuesen, Franzosen und auch Deutsche. Im Jahr 1789 (am 14. Juli findet der Sturm auf die Bastille statt) wird Korsika französisches Département. Die korsischen Autonomiebestrebungen sind noch immer ein wichtiges, hitziges Thema, es gibt ein gutes halbes Dutzend separatistische Organisationen.
 
KLIMA & BESTE REISEZEIT
Die Sommermonate Juli und August (zu dieser Zeit kommt die Hälfte der jährlich zwei Millionen Besucher) sind für einen Motorradurlaub nicht so attraktiv wie Mai, Juni, September oder Oktober: Straßen, Strände und Hotels sind voll, die Temperaturen beträgt bis 35 Grad, dazu kosten die Quartiere doppelt so viel wie zur günstigsten Zeit. Der Mai lockt mit duftenden Blüten und bereits angenehmen Temperaturen, dafür ist im September das Meer wärmer. Duchschnittlich gibt es auf Korsika nur 50 Regentage im Jahr – die Chancen auf sonnige Ferien sind groß! In den Gebirgsregionen sind Wetterumschwünge immer möglich, was man bei der Auswahl der Bekleidung berücksichtigen soll. Das Wetterportal www.meteo.fr gibt recht akkurate Prognosen ab. Im Winter haben fast alle Hotels, Campingplätze und touristischen Einrichtungen geschlossen.
ANREISE & EINREISE
Die klassische Motorradanreise aus Österreich ist noch immer die Fahrt nach Genua oder Livorno, um sich entweder bei Corsica Ferries oder bei Moby Lines zur oberkorsischen Hafenstadt Bastia einzuschiffen; www.corsicaferries.com oder www.mobylines.de. Die Überfahrt dauert vier bis fünf Stunden. Die Preisgestaltung richtet sich nach der Auslastung und sieht ein bisschen nach Tarifdschungel aus, ist aber für Motorradfahrer sehr moderat: So konnten wir zum „Best Price“ bei Moby Lines für den gesamten Sommer 2009 einen Betrag (eine Person, tour-retour, samt Motorrad) von unter 70 Euro ausfindig machen.
Eine Anreise per Linienflug ist nicht ohne Umsteigen in Frankreich möglich. Sehr ansprechend sind die Charterflüge des Korsika-Veranstalters Rhomberg (Adresse siehe Kasten „INFOS & WWW“) von Wien und Salzburg nach Calvi (jeweils Sonntag bis Sonntag, heuer noch bis 11. Oktober): Der reguläre Preis beträgt 418 Euro, der aktuelle Angebotspreis ist 298 Euro; www.rhomberg.at. Motorradverleiher können ebenfalls über Rhomberg ausfindig gemacht werden. Man spart die Zeit für die aufwändige Anreise sowie deren nicht unbeträchtliche Treibstoff und Verschleißkosten.
GUT ESSEN & GUT TRINKEN
Die schmackhafte, bodenständige korsische Küche weist französische und italienische Einflüsse auf. Die köstlichen Gewürze wie Thymian, Rosmarin, Salbei und Majoran wachsen gleich nebenan in der Macchia; die Schweine und Rinder ernähren sich nach ihrem eigenen Gusto von Eicheln, Edelkastanien und Gräsern – dementsprechend gehaltvoll ist der Geschmack des Fleisches, das fast immer gut durchzogen ist. Wer an ein korsisches Rindssteak oder Ragout vom Wildschwein (sanglier) kommt, wird sich diese Gaumenfreu(n)de merken. Meeresfische finden in den touristischen Zentren statt – der Korse versteht unter Fisch vor allem Forellen aus glasklaren, kalten Gebirgsbächen. Austern werden an der Ostküste für den Export gezüchet, aber auch direkt verkauft. Wichtiger Bestandteil ist die Charcuterie corse (traditionelle Pasteten, Wurst- und Selchwaren) sowie der feine Frischkäse Brocciu (aus Schaf- oder Ziegenmilch); die deftigeren korsischen Käsesorten sind für unseren Geschmack doch sehr streng. Aus Maroni und Nüssen werden Torten und Kuchen gemacht; Honigliebhabern weht der Kräuterduft der Macchia um die Nase; bei einem Besuch eines der vielen Spezereiengeschäfte kann die Mitnahme eines Gläschens Feigenmarmelade (zum Beispiel zur Abrundung einer Käseplatte) nicht schaden. Korsische Erzeuger von Olivenöl, Käse, Charcuterie, Zitrusfrüchten und Wein wurden kürzlich in einem EU-Projekt katalogisiert und auf den „Straßen der authentischen Sinne“ – den routes des sens authentiques – vermerkt. Wer des Französischen mächtig ist, kann sich von www.corsica-terroirs.com interessante Adressen und Landkarten laden.
Korsischer Wein (es gibt etliche autochthone Weiß- und Rotweinrebsorten) aus acht kontrollierten Anbaugebieten (A.O.C.) ist am europäischen Kontinent so gut wie unbekannt, aber zum Großteil von ausgezeichneter Qualität – und dazu noch erschwinglich, sogar in Restaurants darf man zu einem Flaschenpreis von 20 Euro einen sehr guten Tropfen erwarten; www.vinsdecorse.com. Cap Corse ist ein inseltypischer Apéritif, der aus Rotwein und Kräutern der Macchia gemacht wird – er ist nicht allzu süß und schmeckt am besten auf Eis mit einer Zitronenspalte; www.capcorsemattei.com. Das beliebteste korsische Bier heißt Pietra, seit den 1990ern wird es aus Edelkastanien hergestellt und ist ein großer Erfolg. Seit wenigen Jahren gibt es auch das Weizenbier Colomba; www.brasseriepietra.com. Die Brauerei stellt in Zusammenarbeit mit der Destillerie Mavela mittlerweile auch korsischen Whisky her.
Weil man bei uns daheim schon einiges gewohnt ist, haben korsische Restaurantpreise mittlerweile einiges an Schrecken verloren. A-la-carte-Essen kann nach wie vor teuer sein, aber viele offerierte Menüs (zum Beispiel Dreigang-Menüs zwischen etwa 18 und 28 Euro) sind schmackhaft, sehr oft regionaltypisch und ihr Geld wert. Und wer wirklich preisgünstig unterwegs sein will, hat weitere Möglichkeiten: Gute Holzofen-Pizzerias, köstlich belegte Baguettes und mit allerhand leckeren Füllungen versehene Palatschinken sind nicht die schlechteste Wegzehrung, und es gibt sie fast überall.

MOTORRAD & VERKEHR
Obwohl Korsika quasi das perfekte Motorradreiseland ist, musste man spezielle Motorradliteratur über Korsika bis zum Engagement des deutschen Korsika-Fans Christoph Berg wie die Nadel im Heuhaufen suchen. Sein empfehlenswertes Buch „Lust auf Korsika“ kann um 11,90 Euro bei Amazon bestellt werden und gibt nützliche und unterhaltsame Hinweise für einen gelungenen Motorradurlaub. Der Autor betreibt auch eine sehr persönlich gehaltene Homepage, die ebenfalls viele Fragen beantwortet – besonders die Zusammenstellung und die Beschreibung seiner 20 ausgewählten Tagestouren zeigt von detailreicher Inselkenntnis, jede dieser Runden ist ein motorradfahrerischer Höhepunkt; www.bike-and-smile.de
Bis auf die Ostküsten-Nord-Süd-Verbindung von Bastia nach Porto-Vecchio sind die korsischen Straßen sehr eng und sehr kurvig; der Belag ist griffig, einige wenige Nebenstraßen sind holprig; hohe Vorsicht ist geboten, weil im Sommer auch in entlegenen Regionen ein dicker Autobus entgegenkommen kann und weil es sich immer wieder gerne Tiere auf der Fahrbahn bequem machen. Eine Minute pro Kilometer ist die Faustregel, wenn’s zügig dahingeht – auf engen Straßen ist oft nur ein Durchschnittstempo von 40 km/h machbar. In den Ortsgebieten hält man sich an die Tempolimits, denn sie werden streng kontrolliert. Die korsischen Autofahrer sind Motorradfahreren gegenüber extrem rücksichtsvoll und kalkulierbar – was man von den (manchmal wie geistesabwesend wirkenden) Fahrern der vielen Urlauber-Leihautos leider nicht behaupten kann. Eine Übersicht über Markenreparaturwerkstätten findet man auf der erwähnten Homepage von Christoph Berg.
In den touristischen Zentren gibt es eine Reihe von Motorradvermietern, die von kleinen Rollern über 250er- oder 660er-Enduros bis zur Honda Varadero ein gewisses Spektrum anbieten können. Gute Erfahrungen haben wir bereits zum zweitenmal mit Loc Motos 2B gemacht, der Yamaha Tmax oder eine Yamaha 660 XT kosten in der Nebensaison 380 Euro pro Woche, pro Tag sind 300 Kilometer inkludiert. Achtung: Nicht auf einen flüssigen E-Mail-Verkehr vertrauen, sondern sicherheitshalber vor der Anreise telefonieren. Und die Möglichkeit einer Kasko-Versicherung klären – wir verzichteten darauf, ein simples Umkippen vom Seitenständer kostete uns angesichts der angekratzten Plastikteile 480 Euro … Avenue Christophe Colombe, La Roseraie 2, 20260 Calvi, Tel. 0033/495/47 31 30, www.calvi-moto.com
GUT WOHNEN & GUT SCHLAFEN
Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten der Herbergssuche. 195 Campingplätze decken von „naturbelassen“ bis superluxuriös alle Ansprüche ab – eine aktuelle Liste kann beim Frankreich-Tourismus (siehe Kasten) bestellt werden. Die Fermes-auberges beziehungsweise Gîtes ruraux sind ländliche Unterkünfte des Agrotourismus, auch hier reicht das Spektrum von simpel bis nahezu mondän – entweder Broschüre anfordern oder auf Websites stöbern wie www.gites-corsica.com , www.bienvenuealaferme-corse.com oder www.herbergement-corse.com
Bei den Hotels muss man manchmal unerwartete Abstriche in der Lage und der Ausstattung machen, sofern man sich nicht im „ersten Haus am Platz“ einquartiert – das es in manchen Regionen Korsikas gar nicht gibt. Generell hat die korsische Hotellerie jedoch in den letzten Jahren gute Fortschritte gemacht. Drei Motorradmagazin-erprobte Unterkünfte, die wir ohne Einschränkung empfehlen können (für weitere Tipps mailen wir auf Anfrage gerne ein PDF-Dokument von früher erschienenen Korsika-Reportagen): Das ruhig gelegene Hotel San Giovanni am Stadtrand von Porto-Vecchio (Ostküste) ist der absolute Preis-Leistungs-Tipp. Wunderschöne Gartenidylle mit Biotop, großem Pool plus Whirlpool und idealem Frühstückspavillon; die Zimmer sind älteren Datums, aber hochgepflegt; ausgezeichnetes, korsika-typisches Halbpensions-Menü, zuvorkommendes Service; Gratis-WiFi an der Bar. Kann auch tageweise über Veranstalter Rhomberg gebucht werden (siehe Kasten „INFOS & WWW“), eine Woche kostet (inklusive Flug nach Calvi, Halbpension und Mietauto) ab 899 Euro pro Person; Route d’Arca, 20137 Porto-Vecchio, Tel.: 0033/495/70 22 25; www.hotel-san-giovanni.com. Das Hotel Le Golfe hat nichts mit Golfspielen zu tun, es liegt prominent an der kleinen Marina von Porto Pollo am Golf von Valinco (Westküste), mit Fernsicht auf den Ferienort Propriano; erst 2007 eröffnetes, gediegen ausgestattetes Designerhotel; Dorfstrand, aber auch verschwiegene Buchten in Fußweite; Direktor Antoine Garaudelle vermietet das hoteleigene Schnellboot und führt die Gäste mit Picknickkorb zu den schönsten Stränden der Umgebung; Gratis-WiFi in der Lounge; Tagespreise ab 80 Euro pro Person, ebenfalls über Rhomberg buchbar; Porto Pollo, Tel.: 0033/495/74 01 66; www.hotel-corse-porto-pollo.com. Die Rhomberg-Website www.korsika.at können wir grundsätzlich zur Hotelsuche sehr empfehlen, weil man mit dem Rhomberg-Gutscheinsystem für über 90 Hotels sehr leicht das passende Quartier reservieren kann. Die ausgewählten Hotels sind gut beschreiben und verfügen über ein plausibles Preis-Leistungs-Verhältnis.
Versteckt in den Hügeln in der Nähe des Bergdorfs Levie (Südkorsika) liegt mit der Ferme-auberge A Pignata ein edles Refugium für Naturliebhaber: geschmackvoll gestaltete Zimmer mit Aussicht, Indoor-Pool mit Panoramablick, Gratis-Internet; die Brüder Antoine und Jean-Baptiste de Rocca-Serra erzeugen alle Wurst-, Selch- und Fleischwaren für das Restaurant am eigenen Bauernhof – die Verpflegung im A Pignata ist würzig wie die korsische Bergluft! Preis inklusive Halbpension ab 80 Euro pro Person, Route du Pianu, 20170 Levie, Tel.: 0033/495/78 46 03; www.apignata.com

INFOS & WWW
Das französische Fremdenverkehrsamt in Österreich heißt seit wenigen Wochen Atout France, die Adresse bleibt gleich: Lugeck 1/1/7, 1010 Wien. Auf Anfrage versendet man umfangreiche und informative Korsika-Broschüren – weil das Info-Telefon 0900/250 015 gebührenpflichtig ist (0,68 Euro/Minute), empfiehlt sich die Mail-Adresse info.at@franceguide.com. Vor Ort gibt es die zentrale Agence du Tourisme de la Corse in 20181 Ajaccio, 17, boulevard du roi Jérôme, Tel.: 0033/495/51 14 40, E-Mail: info@visit-corsica.com; Homepage www.visit-corsica.com. So gut wie jede Korsika-Frage kann vom Vorarlberger Spezialreiseveranstalter Rhomberg beantwortet werden, man trifft hier auf langjährigen Erfahrungsschatz und große Passion für die Insel: Eisengasse 12, 6850 Dornbirn, Tel.: 05572/224 20-0, E-Mail: reisen@rhomberg.at; Website www.rhomberg-reisen.com oder www.korsika.com.
Diese Internetadressen haben wir vor der Korsikareise unter anderen besucht und wollen sie als nützlich empfehlen: www.korsika-aktuell.de (private Korsika-Fanseite, das Forum ist umfangreich und gut besucht); www.paradisu.at (ebenfalls privat und mit lebendigem Forum, sehr gute Link-Liste); www.corsica.net (Portal mit Angeboten der Tourismuswirtschaft); www.allerencorse.com (allgemeine Infos, aber Schwerpunkt auf Immobilien und Unterkünfte); www.corsica-guide.com (für Französisch-Kundige eine sehr dichte Informationsquelle); www.info.club-corsica.com (Online-Auftritt des Magazins „Corsica“, sehr aktuell)
LITERATUR & KARTEN
„Korsika“ aus der Reihe DuMont direkt (Auflage 2008, 7,95 Euro, inklusive Karte im Maßstab 1:350.000) ist im schlanken Format und mit 120 Seiten Umfang sehr handlich und passt in die Jackentasche, lässt aber keine wesentlichen Informationen vermissen. Die Angaben über Hotels, Restaurants oder Strände sind verlässlich; www.dumontdirekt.de Mit 264 Seiten ist „Korsika“ von Baedeker (Auflage 2007, 17,95 Euro, mit Karte im Maßstab 1:250.000) ein Kompendium mit dichter Information, die Angaben zu Geschichte und Kultursehenswürdigkeiten sind hier am umfangreichsten; www.baedeker.com. „Korsika“ aus dem Michael Müller Verlag (Auflage 2009, 382 Seiten, 19,90 Euro) ist der Führer mit dem breitesten Spektrum. Geschichte, korsische Eigenarten und wirtschaftliche Hintergründe werden beleuchtet, manchmal mit humorvollem Einschlag. Auch ein Kapitel ein kleines Kapitel über das Motorradfahren auf Korsika gibt es; www.michael-mueller-verlag.de. Höchst interessanten Lesestoff gibt es sogar umsonst: Auf seiner Homepage www.paradisu.ch hält der Schweizer Martin Lendi seine Diplomarbeit über Korsika (mit Infos, die man in Reiseführern sonst nicht findet) zum Download bereitgestellt.
Die bei Atout France (Adresse siehe „INFOS & WWW“) gratis beziehbare „Touristische Karte“ ist eine gute Hilfe, um sich eine Übersicht über die korsischen Verkehrswege zu verschaffen. „Korsika“ im Maßstab 1:150.000 um 8,95 Euro von Freytag & Berndt ist nicht gerade ein Kleinformat, dafür findet man hier wirklich jede befahrbare Straße – somit ein Muss für den Motorradurlaub; www.freytagberndt.com
YAMAHA Tmax 500 IM KURVENGEWÜHL
Der große Korse
Dass wir bei der Auswahl des Mietmotorrades im kurvigen, anspruchsvollen Korsika gerade mit einem Roller einen unendlichen Riesenspaß haben werden, das war vorher nicht so ganz sicher. Fazit: Der sportliche Tmax eignet sich perfekt.
Der Korse selbst weiß wohl am besten, was auf der Insel Platz hat und gibt unserer Meinung Recht: In den Hauptstädten Bastia und Ajaccio sieht man sofort, dass der – nicht gerade billige – Yamaha-500er der mit Abstand beliebteste Großroller ist, vielleicht sogar der meistverkaufte Roller überhaupt. Weshalb? Das Gewicht ist kein Thema, durch den sehr niedrigen Schwerpunkt geht der Maxiscooter widerstandslos und flüssig durch jede noch so enge Biegung; die seit dem Vorjahr etwas vergrößerte Raddimension erlaubt komfortables Fahren auch auf Schüttelstraßen; die mächtige und perfekt dosierbare Bremsanlage könnte man sich nicht besser wünschen; der reichlich dosierte Radstand im steifen Fahrwerk sorgt für Stabilität beim Kurvenanbremsen und bei allen Tempi; Schräglagenfreiheit auch auf griffigem Asphalt beeindruckend; enormes Spurtvermögen dank der CVT-Automatik bei „nur“ 43,5 PS, jedes Überholmanöver gelingt; keinerlei Lastwechsel, weich und sicher einsetzende Kraft bei allen Geschwindigkeiten und in jeder Schräglage.
Im Süden wird man als Nordländer ein bisschen bequem – auch hier hilft der Tmax: großzügige Komfortsitzbank, einen Passagier spürt man nicht; geräumige Handschuhfächer; Yamaha-typischer großer Stauraum unter der Sitzbank, der auch fürs Mitnehmen und die schnelle Erreichbarkeit von umfangreicher Fotoausrüstung bestens geeignet ist. Sollten wir jemals wieder nach Korsika kommen, würden wir den Tmax wieder nehmen.
Yamaha Tmax: 2-Zyl.-4-Takt; 499 ccm; 32 kW (43,5 PS); stufenloses Variomatikgetriebe; Gewicht vollgetankt 221 kg; Tankinhalt 15 l; Spitze 160 km/h; Preis € 9699,–; Wochenmiete auf Korsika € 380,–
Text und Fotos
Michael Bernleitner
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Das waren noch Zeiten als die Corsica Ferries in Calvi anlegten. Die Zitadelle sahen wir schon von weitem und die Spannung wuchs. Wer von der Küchenmannschaft, wer von der Wäscherei, wer von der Gärtnerei – überhaupt wer von der ganzen Equipe des störrischen Esels steht am Quai und begrüsst die Ankommenden mit “Leintücherschwingen” und mit grossem Hallo? Es war nicht so, dass alle Ankommenden sofort in die Mariani-Busse gestiegen sind, um ins Feriendorf zu gelangen. Die Ankommenden haben die Abreisenden verabschiedet, viele Gesichter waren einem bekannt. Freudentränen des Wiedersehens, Tränen des Abschieds waren ganz normal. Immer wieder haben sich die Abreisenden auf der Schiffstreppe umgedreht und gewunken bis sie im Schiffsrumpf verschwunden waren. Die Zurückbleibenden haben gesungen, Vivez la Corse bis wir heiser waren. Gitarrenklänge, auch einmal “Kochtopfklänge” haben den Gesang musikalisch unterstützt und Pausen überbrückt. Waren alle Passagiere an Bord war es einen Moment ruhig, wehmütig ruhig, bis de Gesichter sich wieder an der Reling zeigten. Jetzt ging das grosse Abschiedswinken und Rufen los. Beim Hinausfahren der Fähre aus dem Hafen ist es auch das eine oder andere Mal vorgekommen, dass einer der Crew dem Schiff ein Stück weit nachgeschwommen ist – heute unvorstellbar! Wir Zurückbleibenden standen im Hafen und winkten mit grossen und kleinen Tüchern solange bis von der Fähre wirklich nur noch ein kleiner Punkt zu sehen war. Dann marschierte ein Teil dem Strand entlang zurück, irgendwie in wehmütiger wegen der abgereisten aber auch wieder in erwartungsvoller Stimmung ob der neuen Gäste. Der andere Teil nahm die Busfahrt Richtung Feriendorf in Anspruch.
Gerhard und Company waren in den sechziger Jahren die Stimmungsmacher. Mit Gesang und Gitarre traf der Grossteil der Gäste abends zusammen, setzte sich irgendwo unter die Pinien und begann die warmen Nächte Korsikas zu geniessen. Überkam einen nach ausgiebigem Gesang der Hunger, die damalige Frühstücksküche (heute: Aufenthaltsraum beim Kiosk) lud ein zum Spiegeleierkochen. Eine Idee zu haben war das eine, die Ausführung folgte prompt. Ebenso mitternächtliche Schwimmeinlagen im Pool trugen zur Belustigung aller bei. Irgendwie war alles überschaubarer und nicht so strengen Reglements unterworfen, nur so war es möglich die eine oder andere “Kalberei” nächtens zu machen.
Angelika Gehler-Agerer
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