Familienurlaub im Feriendorf – ein Bericht aus dem Rundbrief 2014

Dezember 11, 2014 No Comments »

FamilienurlaubKorsikaSeit 31 Jahren fahre ich nun schon nach Korsika. Erst als kleiner Knirps und nun mit meiner eigenen Familie, zu der neben meiner Frau auch zwei Mädchen im Alter von 2 und 4 Jahren gehören. Nachdem wir im letzten Sommer erstmals unseren Urlaub im Feriendorf Zum Störrischen Esel verbracht hatten, wollten wir dies unbedingt wieder tun. Für die Kinder und auch für uns Eltern bietet der Störrische Esel einfach alles, was es zu einem gelungenen Urlaub braucht.

Neben der tollen Lage in der traumhaften Bucht von Calvi schätzen wir das Ambiente im Esel sehr. Kaum ist man angekommen, knüpft man bereits erste Kontakte oder triff t Bekannte vom letzten Jahr wieder. Obschon es erst unser zweiter Urlaub im Störrischen Esel war, fühlten wir uns, als würden wir heimkommen.

Bisher waren wir eingefleischte Fähren-Fans. Die Überfahrt per Schiff bringt gewisse Vorteile mit sich, so kann man beispielsweise viel Gepäck mitführen und auch – für mich nicht ganz unwesentlich – so manch eine Flasche korsischen Rotwein mit nach Hause nehmen. Allerdings dauert die Reise per Schiff lange, man muss mit Stau rechnen und daher genügend Zeit für die Fahrt zum Hafen einplanen und nicht alle vertragen das Schaukeln auf offener See gleich gut.

Dieses Jahr flogen wir also erstmals nach Korsika. Seit man dies direkt ab Zürich kann, wurde es für uns natürlich eine echte Alternative! Das Packen der Koffer war zwar schon eine Herausforderung, aber rückblickend hatten wir mehr als genug dabei. Mit dem Zug fuhren wir bis zum Flughafen. Der Check-in verlief reibungslos und wir hatten sogar noch Zeit,  ein  zweites  Frühstück  einzunehmen. Unsere beiden Mädchen waren enorm nervös, stand doch ihr allererster Flug bevor! Da wir den Urlaub sehr früh gebucht hatten, kamen wir in den Genuss einer Sitzplatzwahl im Flugzeug. So konnten wir beiden Töchtern einen Fensterplatz sichern. Diese ist einer von mehreren Vorteilen beim Frühbucher- Paket. Der kurze Flug von nur etwas mehr als einer Stunde war für die beiden ein tolles FAMILIENURLAUB IM FERIENDORF Erlebnis, sahen wir doch verschiedene Statio- nen unserer gewohnten Auto-Schiff-Reise von oben! In Calvi gelandet, konnten wir unseren Miet wagen abholen und fuhren damit in den Störrischen Esel. Der Empfang war herzlich und der Stein-Esel vor der Rezeption musste sogleich das Gewicht unserer Mädchen tragen. Die Woche verging wie im Fluge. Wir unternahmen Touren in die malerischen Dörfer der Balagne und fuhren auch auf die Bocca di a Battaglia oberhalb von Speloncato, von der aus man einen fantastischen Blick auf die östliche Balagne und das Meer hat. Für die Wanderung zum Monte Tolu, die auf der Passhöhe startet, waren unsere Mädchen  leider noch zu klein. Viel kinderfreundlicher ist das autofreie Dorf Sant’Antonino, das wie ein Adlerhorst hoch auf einem Hügel thront. Dort können die Kinder und auch die Erwachsenen auf Eseln durch die engen Gassen reiten. Dies mussten wir natürlich auch in diesem Jahr machen. Stolz saßen unsere Girls auf den Eseln und schaukelten auf deren Rücken durch das malerische Bergdorf. Ein Geheimtipp ist das Tartaigne-Tal! Dorthin verirrt sich (noch) kaum ein Tourist. Die Dörfchen sind selbst in der Hochsaison verschlafen. Man findet ausgedehnte Wälder, die sich hervorragend für kleine und grössere Spaziergänge und Picknicks eignen. Auf kaum begangenen Wanderwegen gelangt man auch zu versteckten Genueserbrücken. Nach einem ruhigen Tag im Tartaigne-Tal freut man sich dann so richtig auf ein abendliches Eis im quirligen Yachthafen von Calvi!

Das Rahmenprogramm im Feriendorf begeister te uns erneut. Die Kinder lieben die Villa Kunterbunt, wo sie malen und basteln können. Ein Highlight ist jeweils auch die Kinderdisco oder die Gutenachtgeschichte im Tippi-Zelt. Meine Frau und ich genossen das wunderbare Essen der Feriendorf-Küche und die herrlichen Weine der Region Balagne sehr. Unser Favorit: Der Rotwein des Clos Culombu! Leider konnten wir diesmal keinen Karton davon nach Hause nehmen…

Es fiel uns nicht schwer, das im Rundbrief 2013 abgegebene  Versprechen  einzuhalten  und wieder in den Esel zu kommen. Es wird auch diesmal nicht das letzte Mal gewesen sein! Versprochen!

Martin Lendi, Schweizer Korsika-Fan

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