Immer wieder Korsika – ein Bericht aus dem Rundbrief 2014

Januar 13, 2015 No Comments »

Charlotte
Was ist es, das sich seit 2003 in Folge Feriengäste aus Pfullendorf und aus weitem Umkreis von Charlotte Zoller für die „Insel ihres Herzens“ begeistern lassen? Allen, die diesen Rundbrief in Händen halten, muss man darauf keine Antwort geben, sie selber sind vom sogenannten  Korsika-Virus  infiziert  worden und lassen ihre eigenen Eindrücke und Gefühle beim Lesen des Rundbriefs revue passieren.

Der Monat Mai, den wir seither als Reisetermin „fest gebucht“ haben, ist auf Korsika im wahrsten Sinne ein Wonnemonat. Die Wiesen und Felder sind grün, die Macchia, die Bäume und Sträucher in der traumhaften Anlage vom Störrischen Esel stehen in leuchtender Blüte. Die Bergspitzen sind mit Schneehäubchen  bedeckt, die Gastgeber im Feriendorf und rundherum in den Lokalitäten sind „frisch auf “ und voller Energie und Tatendrang. Keine Hitzewelle erschwert ein Tourenvorhaben, mit starken Gewittern ist noch nicht zu rechnen, selbst ein Regentag wird mal als angenehm empfunden. Die  großen Touristen ströme  lassen auf sich warten, so ist der  kilometerlange Sandstrand fast direkt vor der Haustür noch ziemlich leer und das Wasser im Pool und im Meer bereits so von der Sonne erwärmt, dass man als Wasserratte nicht auf einen Badetag verzichten muss. Das Reisen in der Gruppe ist besonders beliebt, man hat einen verlässlichen Ansprechpartner, der von der Buchung bis zum Urlaubsende alles erledigt, die Hinund Rückfahrt organisiert. Man muss nur Koffer packen und in den Bus einsteigen. Für viele ist die Reise in der Gruppe die einzige Möglichkeit, sich sorglos aufzumachen und sich von Anfang an zugehörig zu fühlen. Das „Wir-Gefühl“, das eine Gruppenreise vermittelt, wird von all denen besonders geschätzt, die das in ihrem Umfeld nicht mehr haben. War für manchen bisher eine Gruppen reise etwas verpönt – nicht so auf Korsika, denn den befürchteten „Gruppen zwang“ gibt es nicht. Jeder darf sich frei fühlen, ob er eine Tour machen oder sich alleine zurückziehen möchte, das Feriendorf ist wie für jeden extra zugeschnitten.

Die „Gruppe Zoller“ startete auch dieses Jahr wieder mit einem Reisebus mit 32 Personen zum Flughafen nach Memmingen. Die Annehmlichkeit eines kleinen Airports mit den kurzen Wegen wird geschätzt und FlyNiki serviert sogar trotz der kurzen Flugzeit von ca. einer Stunde einen kleinen Snack. Gespannt betreten die Urlauber den Ausgang am Airport Calvi: wer wird uns vom Feriendorf heute abholen? Herrlich! Patron Kurt Müller steht da mit seinem so sympathischen Lächeln und schließt die Altbekannten gleich in seine Arme. Die „Neuen“, die erstmals auf die Insel kommen – in unserer Gruppe waren es auch dieses Jahr wieder ungefähr die Hälfte – freuen  sich ebenfalls über den herzlichen Empfang am Flughafen durch die Guides vom Feriendorf und von Michael unter den Bäumen vor der Spelunca mit einem Begrüßungstrunk. Es gibt keine Sprachbarrieren, alle Mitarbeiter sprechen deutsch, vielleicht mit einem Hauch von „voradlbergerisch“, „schwizerdütsch”, „fränkisch” oder „schwäbisch”. Nach dem ersten korsischen Roten oder dem spritzigen Rosé fühlt sich jeder gleich „dahoam“. Sind die Bungalows bezogen – ein Witzbold hat den Weg entlang der Reihe der B-Bungalows als „rue Charlotte Zoller“ beschriftet – wird bei einem Spaziergang durch die Anlage zunächst einmal die Örtlichkeit erkundet. Aufregung herrscht am ersten Tag immer wegen des Wochenprogramms: Welche der vielen interessanten Angebote möchte ich nutzen, ohne etwas anderes Schönes zu verpassen? Wie kriege ich es hin, von dem reichhaltigen Buffet von all den Leckereien nur so viel auf den Teller zu laden, damit noch Platz für die köstlichen Nachspeisen bleibt?

Manche  liebgewonnenen  Mitarbeiter  im Feriendorf mussten wir heuer vermissen, dafür haben wir Yann als Radlführer und  Stefan nun  als  Tourguide  bekommen.  Vor  allem aber freuten wir uns, dass Frau Grete wieder in gewohnter Weise mit der „Gruppe Zoller“ auf Wanderschaft ging und als Busbegleiterin den Gästen die wechselvolle Geschichte der Insel näher brachte. Ihr gelingt es besonders gut, das gewisse Korsika-Feeling zu vermitteln – kein Wunder, das Patron-Ehepaar Kurt und Grete Müller hat vom Einschlag des  ersten Herings im Zeltlager im Pinienwäldchen vor 55 Jahren bis heute das Wachstum und die Verschönerungen des Störrischen Esel mitgestaltet und ihm in all den Jahren ihre Lebensenergie gewidmet.

Mein herzliches Dankeschön allen Mitarbeitern, die im Störrischen Esel für uns da waren, ebenso dem Rhomberg-Team in Dornbirn. Sie machen die Organisation der Gruppenreise leicht, kein Wunsch blieb bisher offen und die Abwicklung ist stets kompetent und unkompliziert. Darum: Ein Wiedersehen auf Korsika 2015, der Insel der Schönheit.

Charlotte Zoller

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