Island zum Kennenlernen – Reisetagebuch (Denise & Lisa)

Januar 17, 2012 No Comments »

28.08.2011 – Tag 1:
Voller Vorfreude trafen wir uns am Sonntagnachmittag beim Bahnhof in Lindau. Unsere Reise begann mit der der ca. 4-stündigen Zugfahrt von Lindau zum Münchner Flughafen.
Um 22h30 konnte es dann endlich richtig losgehen, unser Flieger startete Richtung Norden. Nach  ca. 4 Stunden Flugzeit landeten wir etwas müde in Keflavik. Nun mussten wir nur noch unseren Mietwagen  am Flughafen übernehmen  und eine aufregende Reise konnte beginnen…
Wir fuhren gegen 1 Uhr Ortszeit vom Flughafen Richtung Reykjavik, bis nach Vogar (ca. 20 Fahrminuten). Hier war die erste Unterkunft – Hotel Vorgar – für uns reserviert. Wir bezogen unser Zimmer, machten uns bettfertig und besprachen noch den nächsten Tag unserer Reise.

Hotel Vogar:
Wir waren vom Hotel positiv überrascht. Eine sehr charmante Unterkunft. Unser Zimmer hatte 3 Betten und ist für eine 3er Belegung sehr gut geeignet.  Alles hat sehr sauber und gepflegt gewirkt. Der Rezeptionist war sehr freundlich und hilfsbereit.
Frühstück: 7:30 – 9:30, sehr große Auswahl & alles sehr lecker!

29.09.2011 – Tag 2:
Nach einer recht kurzen Nacht genossen wir das köstliche Frühstücksbuffet und machten uns frühzeitig (08h00) auf den Weg Richtung Hvergerdi. Auf dem Weg wollten wir uns noch in einem isländischen Supermarkt mit Lebensmittel für den Tag (Wasser, Obst,… ) eindecken. Orientierungslos kurvten wir durch die Vororte Reykjaviks – ein Entkommen war ohne einheimische Hilfe unmöglich ;-). Wir bekamen an einer Tankstelle eine detaillierte Reykjavik-Karte und das Ziel kam näher.
Nach einer eindrucksvollen Fahrt nach Hvergerdi starteten wir unsere kleine Wanderung nach Reykjadalur. Der Wanderweg führt über eine eindrucksvolle Landschaft zu  brodelnden und dampfenden Quellen.

Die „Anstrengungen“ der Wanderung haben sich auf alle Fälle gelohnt. Wir wurden mit einem heißen Bad im Fluss belohnt.


Nach diesem Abenteuer machten wir uns gegen 16h00 auf zur nächsten Unterkunft –  Farm Efsti Dalur.

Während der Fahrt fuhren wir unter anderem am Dingvallavatn und bei Laugarvatn vorbei. Wir entdeckten auch zahlreiche Schafsherden, isländische Pferde,… die uns vom Fahren ablenkten ;-).
Nach dem Beziehen unseres Zimmer fuhren wir nochmals los um uns die Naturschauspiele Gylfoss und Gesyir anzuschauen. Sowohl der Gylfoss als auch das Gebiet um Haukadalur waren beeindruckend!


Nach einem eindrucksvollen aber auch anstrengenden Tag ließen wir uns im Farmrestaurant mit einem 3-Gänge-Menü (Tomatensüppchen – Lamm mit Kartoffeln & Gemüse  – Kuchen) verwöhnen.

Farm Efsti Dalur:
Tolle Lage (super Ausblick), guter Service, liebevoll eingerichtet, Landhausstil, wirkt alles sehr neu,…
Abendessen:  verschiedene  Menüs: € 28 – € 41 pro Person; Getränke: Limo € 2, kleines Bier € 3,50, ¼ Wein € 5; Restaurant von 18:00 – 20:00 geöffnet.
Frühstück: 7:30 – 9:30, sehr große Auswahl & alles sehr lecker!
Besonderheiten: Hot Pot (kostenlos), W-Lan (kostenlos – nur im Hauptgebäude)

30.09.2011 – Tag 3:
Nach dem Frühstück machten wir uns heute auf, um die Südküste Islands besser kennenzulernen. Wir wählten unsere Route so, dass wir auf dem Weg noch 2 Unterkünfte/Höfe (Hestakrain & Hestheimar), die sehr oft für unsere Kunden reserviert werden, von außen anschauen konnten. Beim Hotel Ranga machten wir dann noch eine Hotelbesichtigung und lernten dabei einen sehr netten Hotelbesitzer kennen.
Die Ringstraße führte uns dann zum 1. Wasserfall des heutigen Tages – den Seljalandsfoss. Besonders imposant war der kleine Weg, der hinter dem Wasserfall vorbeiführte. 

Im Anschluss fuhren wir direkt zum Skogafoss. Zahlreiche Stufen führten uns zum dem Fluss, der zum Wasserfall übergeht. Die Anstrengung wurde mit einem tollen Blick belohnt. Die Route führte uns über Schotterstraßen weiter zu einem der schönsten schwarzen Lavastrände des Landes. Das Kap Dyrholaey ist der südlichste Punkt Islands.

Tausende von Seevögeln, u.a. der Papageientaucher, brüten in diesem Naturschutzgebiet.


Leider stand das Wetter bei diesen ganzen Besichtigungen nicht auf unserer Seite. Trotz Regenkleidung waren wir völlig durchnässt. In Vik konnten wir uns in dem kleinen Halldorskafi mit einer leckeren Tomatensuppe und hausgemachten Brot (1.000 ISK) aufwärmen. Gestärkt fuhren wir weiter auf der Ringstraße Richtung Osten.

Dabei überquerten wir kurz nach Vik die neue/provisorische Brücke, die im Frühjahr wegen dem heftigen Gletscherabfluss errichtet werden musste. Die ursprüngliche Brücke wurde vollständig zerstört. Teils monotone, aber auch traumhaft schöne Streckenabschnitte führten uns nach Skaftafell, wo noch ein weiterer Wasserfall auf uns wartete. Durch einen kleinen Fußmarsch kamen wir am Ursprung des Svatifoss an. Auf dem weiteren Weg zu unserer Unterkunft – in Oraefi – wurde das Landschaftsbild durch die sehr nahen Gletscherzungen richtig spannend.


In der Unterkunft angekommen wurde uns gleich das Abendessen serviert und anschließend gönnten wir uns ein warmes Bad im Hot Pot.

Frost & Funi:
Von außen wirkt alles sehr einfach – gleicht einem Container. Zimmer sind aber modern und schön eingerichtet (IKEA 😉 ).
Abendessen:  Ein Menu: 4.500 ISK; Essenszeit: 19h00, Anmeldung bis 18:00 möglich.
Frühstück: 8:00– 10:00, sehr große Auswahl & alles sehr lecker
Besonderheiten: Hot Pot & Sauna (kostenlos)

31.08.2011 – Tag 4:
Am heutigen Tag hatten wir einige hundert Kilometer zu fahren. Wir machten uns also sehr zeitig auf den Weg. Nach nur wenigen Kilometern trauten wir unseren Augen nicht.

Wir sahen schon von Weitem Eisberge und Seehunde, das Bild gleichte unserer Ansicht nach schon fast der Antarktis ;-).

Wir legten bei der Gletscherlagune Jökulsarlon unseren ersten Stopp ein und nahmen an einer spektakulären Bootstour  durch die Eisblöcke teil. Unser Ausflugsboot war übrigens bereits im Vietnamkrieg. Natürlich besuchten wir auch den schwarzen Lavastrand, an dem viele Eisskulpturen  gestrandet sind.


Der Küste entlang fuhren wir nach Höfen, um uns in einem historischen und liebevoll eingerichteten Cafe mit einer leckeren Waffel (450 ISK) und einem Cappuccino (350 ISK) zu stärken. Das Pakkhus ist eine alte Lagerhalle am Hafen von Höfn. Heute dient es als Museum für Schifffahrt und als Cafe & Treffpunkt auch für Einheimische.
Die nächste Klopause machten wir in Djupivogur, einem sehr charmantes Hafenstädtchen.
Wir fuhren weiter über die Straße 939 in Richtung Egilsstadir. Die Straße führte uns übers Landesinnere und wir konnten einen kleinen Einblick ins isländische Hochland gewinnen.

Für Denise war das Highlight der kleine Zwischenstopp an einem Berghang mit ca. 20 isländischen Pferden, die sich toll als Fotomotiv eigneten ;-).


Gegen 18h00 erreichten wir sehr hungrig unsere Unterkunft in Hallormsstadur. Leider war zu diesem Zeitpunkt die Rezeption unbesetzt. Auch unser mehrmaliges Klingeln wurde nicht gehört. Wir beschlossen die Wartezeit mit der Besichtigung des Hengifoss sinnvoll zu nützen. Eine kleine Wanderung (ca. 35 min.) führte uns zum Aussichtspunkt des Wasserfalls. Mit 2 Müsliriegeln und einem Apfel (unser letzter Proviant) stillten wir für kurze Zeit unseren Hunger. Gegen 20 Uhr starteten wir erneut einen Versucht für heute Nacht doch noch ein Zimmer zu bekommen – und dieses Mal hatten wir Glück ;-). Auch freuten wir uns über die Nachricht, dass das Restaurant für das Abendessen noch bis 21h00 geöffnet hatte. Das lange Warten hat sich auf alle Fälle gelohnt! Es gab ein tolles Buffet an Vorspeise, Hauptspeise & Dessert (4.500 ISK p.P.).

Hotel Hallormsstadur:
Sehr schöne Lage, toller Blick auf den Lagarfljot.
Abendessen:  Buffet: 4.500 ISK, bis 21h00
Frühstück: 7:30– 10:00, sehr große Auswahl & alles sehr lecker
Besonderheiten: Fahrradverleih, W-Lan (kostenlos in der Bar)

01.09.2011 – Tag 5:
Von Hallormsstadur führen wir heute in Richtung Westen. Unser erster Halt war nach ca. 2 Stunden Fahrzeit beim Wasserfall Dettifoss. Für die Zufahrt wählten wir die Straße 864. Leider waren die Straßenverhältnisse nicht sonderlich gut und wir bereuten nach einigen Fahrminuten unsere Routenwahl. Jedoch entschädigte uns dann bei Ankunft der tolle Blick auf den Dettifoss.

Soweit wir das beurteilen können war unser Blick von der rechten Seite doch um einiges besser als von der linken Seite. Wir hatten auch das Gefühl, dass auf dieser  Seite viel weniger Touristen waren. Wir setzten unsere Fahrt fort in Richtung Leithajukur.

Sehr beeindruckend war  unser nächster Halt. Wir besuchten das Gebiet um Leithajukur und machten einen kleinen Spaziergang auf den Lavafeldern.

Heute kann man noch den Vulkankrater und die verhärtete Lava sehen.

Besonders mystisch erscheinen einem die Rauchwolken, die zum Teil aus der harten Lavaschicht austreten.
In Reykjahlid deckten wir uns in einer kleinen Tankstelle mit einigen Nahrungsmitteln ein und suchten uns am Myvatn-See ein nettes Plätzchen. Bei eisigem & stürmischem Wind aßen wir unsere kleine Jause und bestaunten das tolle Panorama.
Ca. 25 km vom Myvatn entfernt befand sich unsere Unterkunft. In naher Umgebung fanden sich auch noch Island-Ponys, die für ein Fotoshooting zu haben waren.

Gästehaus Stadarholl:
Sehr familiäre Atmosphäre,  im Gegensatz zu anderen gesehenen Unterkünften wirkt alles recht einfach – ist aber alles schön und liebevoll hergerichtet, Zimmer verfügen über eine recht gut ausgestatte Kitchenette,…

Abendessen:  wir wurden eingeladen!
Frühstück: 7:30– 10:00, sehr große Auswahl & alles sehr lecker
Besonderheiten: W-Lan (kostenlos)

02.09.2011 – Tag 6
Heute begann unser Tag mit dem Besuch des Godafoss. Da wir auch heute wieder vom Regen begleitet wurden, war unser Stopp nur von kurzer Dauer.  Wir fuhren weiter nach Akureyri um ein wenig in das Stadtleben zu schnuppern.  Nach einer kleinen Sightseeing-  & Shoppingtour machten wir uns wieder auf den Weg. Wir fuhren bis nach Blöndous wo ein Mittagstopp und eine Museumsbesuch auf dem Programm standen. Da das Textilmuseum aber leider seit dem 31.08. geschlossen hatte, beschlossen wir das Robbenmuseum in Hvammstangi zu besichtigen. Nur leider hatte das bei unserer Ankunft gegen 16h30 im September auch bereits geschlossen.  Etwas enttäuscht fuhren wir die Ringstraße entlang direkt zu unserer Unterkunft – der Farm Hraunsnef.
Wir spielten vor dem Abendessen noch eine Runde Billard in den dem tollen Aufenthaltsraum und genossen auch noch die tolle Atmosphäre in dem Hot Pot.

 

Farm Hraunsef:
Rezeption und Restaurant wirkte sehr neu & elegant.  Im Außenbereich wirkte alles sehr ländlich und einfach.  Tolle „Scheune“ für Unterhaltungsmöglichkeiten (Computer mit I-Net, Billard, Zeitschriften,…).
Die Zimmer waren alle individuell eingerichtet (in grün, in rot,…). Alles war sauber, recht modern, liebevoll hergerichtet.
Abendessen:  Tagesmenüs oder à la Carte
Frühstück: 7:30– 10:00, große Auswahl & alles sehr lecker
Besonderheiten: W-Lan (kostenlos)

03.09.2011 – Tag 7
Nach einem ausgiebigen  Frühstück brachen wir heute Richtung Reykjavik auf.  Als erstes stand ein kurzer Fotostopp in Borgarnes an. Weiter führte uns die Route zum Hotel Glymur. Nach einer kurzen Hotelbesichtigung fuhren wir weiter zum Þingvellir Nationalpark. Hier wurde das erste Parlament der Welt gegründet. Übersetzt heißt der Park übrigens „Ebene der Volksversammlung“.  Besonders aufregend am Þingvellir ist aber der kleine Spaziergang zwischen der europäischen und der amerikanischen Erdplatte.  Er liegt inmitten einer Grabenbruchplatte.
Gegen Mittag kamen wir -so zu sagen – am Ziel von unserer Rundreise an.  Wir stellten unser Auto beim Hotel Baron ab und machten uns auf, um die Stadt zu erkunden.

Das Opera House in Reykjavik – ein sehr modernes Gebäude 🙂

Unser erstes Ziel war natürlich die Haupteinkaufsstraße Laugavegur mit den vielen, kleinen Boutiquen und den zahlreichen Second Hand Vintage Shops . Wir schlenderten im Zentrum herum und entdecken an jeder Ecke etwas neues…

Viele isländische Familien genießen den sonnigen Tag…

Hhmmm, hier kann man genüßlich den Kaffee genießen 😉

Nun finden wir endlich Zeit unsere Postkarten zu beschriften und loszuschicken! 🙂

Mit vielen gesammelten Eindrücken trafen wir uns am Nachmittag mit Oddny von IPT auf einen Kaffee.  Sie erzählte uns Spannendes über Reykjavik und wir berichteten ihr natürlich von unseren Erlebnissen während unserer Rundreise. Bevor wir dann zurück in unser Hotel gingen, ließen es wir uns aber nicht nehmen, noch kurz im Rathaus vorbeizuschauen.

Im Rathaus haben wir uns nochmals auf der überdimensionalen Island-Karte unsere Route der letzten Woche angeschaut.
Nachdem wir uns kurz im Hotel von einem wieder sehr spannenden & anstrengenden  Tag erholt hatten, machten wir uns auf den Weg das Nachtleben von Reykjavik kennenzulernen 😉

Fosshotel Baron:
Recht großes City-Hotel. Von der Lage ist es ausgezeichnet!
Zimmer war recht geräumig, sauber, einfache Ausstattung,…
Frühstück: 7:00– 10:00, große Auswahl & alles sehr lecker
Besonderheiten:  1 Computer mit kostenlosen I-Net, (W-Lan – gegen Gebühr)

04.09.2011 – Tag 8
Unser bereits letzter Tag auf Island begann mit einigen Hotelbesichtigungen in Reykjavik (Grand Hotel, Hotel Fron, Isafold & Gästehaus Odinn).  Auch eine 2. Shoppingrunde gönnten wir uns noch ;-).  Vor der Fahrt zum Flughafen bzw. zur Blauen Lagune fuhren wir noch zum Strand von Reykjavik.

Auch bei recht kühlen Temperaturen genossen dort viele isländische Familien ihre Freizeit. Natürlich durfte auch ein Besuch bei den Wassertanks nicht fehlen. Der Blick auf Reykjavik war einfach wunderschön.

Unsere letzte Station dieser tollen Rundreise war die Blaue Lagune.

Wir konnten in toller Atmosphäre nochmals alle Erlebnisse dieser einen Woche revue passieren lassen.

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