Korsika – Insel der Steine

Juni 12, 2012 No Comments »

Es gibt bereits zahlreiche Beschreibungen für die vielfältigste Insel im Mittelmeer.

Insel der Schönheit (eine absolut treffende Bezeichnung)
Die Insel, die man am Duft erkennt (lt. Napoleon Bonaparte; Recht hatte er!)
Insel der Winde (7 verschiedene Winde umwehen die Insel)
Kalliste – Die Schönste (die Griechen bezeichneten sie so)
Ein Gebirge im Meer (sie ist die gebirgigste Insel im Mittelmeer)

Ich bezeichne sie auch als „Insel der Steine“. Das liegt einerseits an der größten Ansammlung von Menhiren und Statuenmenhiren im Mittelmeer (südlich von Ajaccio), an die Behausungen der Torreaner, an den unglaublichen Fels- und Steinlandschaften aus diversen Graniten, die vereinzelt mit Porphy durchsetzt sind, den Schieferregionen (Ton- und Glanzschiefer) im Osten und den vielen Tafonis (Verwitterungen).



Der Hauptkamm zieht sich von Nordwesten nach Südosten mit über 2.000 m hohen Bergen und stellt die Wasserscheide der Insel dar. Im Westen stürzen die Ausläufer der Berge spektakulär ins Meer und bilden zahlreiche malerische Buchten. Im Osten laufen sie gemütlich an der flachen Küste aus und bilden Kilometer lange Sandstrände.


Besonders markant sind die schroffen Felstürme der Bavella (bei Porto Vecchio im Südosten), die auch als die korsischen Dolomiten bezeichnet werden (hier sind sie jedoch aus Graniten aufgebaut). Weiters lockt der faszinierende Küstenabschnitt zwischen Porto und Piana (Calanche). Ein UNESCO Weltnaturerbe und für seine zahlreichen Tafoni bekannt (Profil Lenins, ein Adler mit ausgebreiteten Flügeln u.v.a).








Außerdem hat Korsika ja auch einen Zoo. Der befindet sich bei Roccapina (nordwestlich von Bonifacio). Hier trifft der Besucher auf den korsischen Löwen, den korsischen Elefanten und Schildkröten in der Maccia.



Ganz im Süden trifft der Besucher dann auf sedimentierte Dolomit-Kalke. Die Kalkfelsen von Bonifacio sind gezeichnet von gewaltigen Winterstürmen und den Gehzeiten. Eine Bootsfahrt entlang der Küste ist ein Muss!


Faszinierend für mich sind auch die mächtigen Festungen, die aus den Steinen der Umgebung erbaut wurden. Calvi, Corte, Bastia und die kleinen Wehrdörfer der Balagne wie zB Sant Antonino.




PS: Alle Fotos stammen von der Rhomberg-Rundreise „Grand Tour de Corse“ Nord-Süd im Mai 2012.
Harald Stocker / Juni 2012

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