Alpenverein auf dem Weg der Bettelmönche

April 14, 2009 2 Comments »

Ein Auszug aus meinem AV-Bezirk Bludenz Programm 2008: Auf dem Weg der Bettelmönche!

Alpenverein Bludenz, größter Vorarlberger Alpenvereinsbezirk, unterwegs in Korsika vom 13-04 bis 20-04-2008. Gemeinschaftstour „Les Agriates“ Ein etwa vierzig Kilometer langes und dreißig Kilometer breites gewaltiges Felsenmeer, das im Süden von den schattigen Wäldern und den Tälern des Nebbio, und im Norden, von Ile Rousse bis zum Südende des Cap Corse, vom Meer begrenzt wird. Wenn im Sommer die Sonne dort vom Himmel brennt, glühen die Felsen rot und scheinen fast zu zerbersten, es ist hier so heiß wie in einem Kupferkessel. Kein Dorf weit und breit. Außer ein paar Strohschobern, ärmlichen viereckigen Schuppen aus aufeinander geschichteten Steinen, und drei Häusern: das fast zerfallene Haus der Marinezöllner von Malfaco, das von Ifana und schließlich dieses hier.(…).Soeben geht der Mond über den Agriates auf. Sie sehen aus wie ein riesiges Knochenfeld.
(Les Agriates. 1950 Pierre Benolt).
Dieser Weg der Bettelmönche, Sentier du Littoral,( Desert des Agriates) kann zur Falle werden Bei starken Regenfällen werden die dortigen Rinnsale zu unüberwindlichen Strömen. Bei Windgeschwindigkeiten über sechzig, und Feuer, gibt es kaum ein Entkommen. Es gibt kein Frischwasser. Nicht umsonst ist es das Trainingsgelände (Camp Desert), neben der Hochgebirgswelt Korsikas, ( Camp Col de Verghio) der härtesten Truppe der Welt.

AV/Britannia-Bericht, Herbst 2008 ( Korsikaspeziallist Hansjörg Klotz)
Anfahrt Bludenz, Savona, nächtliche Schiffspassage nach Bastia. Besuch der bekannten Pisaner Kirche aus dem 11. Jahrhundert in Murato. Ein unglaublich einfacher, schöner romanischer Baustil, zeichnet diese Kirche aus, mit interessanten, eher heidnischen Figuren, die für die Wissenschaft immer noch ein Rätsel sind. Sie liegt hoch oben am Berg, mitten in einem großen grünen Naturrasenplatz, von dem eine weite Fernsicht in die „Desert des Agriates“ möglich ist, mittendrin die 1000 jährige Kirche, ein mystischer Ort. Kein Wunder, es ist auch ein uralter Richtplatz.
Unsere Alpenvereinsgruppe mit neun TeilnehmernInnen durchquerte anschließend bei unsicherer Witterung in 3 Tagen, ohne Zelt, nur mit Biwak-Ausrüstung,(Rucksackgewicht?) die „Desert des Agriates,“ von St. Florent bis zum Ostriconi Delta. Die „Desert“, übersetzt Wüste ( einsam, öde, leer), war vor langer Zeit jedoch einmal die Kornkammer Korsikas. Aus späterer Sicht war diese Tour, um diese Zeit, mit dieser geringen Ausrüstung, schon eine ziemlich riskante Angelegenheit. Einen Monat später am 20-05-08, mussten Wanderer, die nur einen Tagesausflug am Rand der Desert machten, von der Alpin-Gendarmerie gerettet werden, weil sie durch sintflutartige Regenfälle, unüberwindliche Wasserläufe, und Kälteeinbruch eingeschlossen worden sind. Nur durch diesen einen starken Regentag, hat sich die Landschaft dort schlagartig verändert, wie ich dann auch bei meinen weiteren Berg- und Allradtouren in der Desert feststellen musste.

Die Route führte uns dann doch durch duftende Macchia, aus blühenden verschiedensten Zistrosen-Arten, in den Farben weiß, rot, pink, blau, Erdbeerbäume (noch ohne die roten Früchte), blühende stark duftende italienische Imortellen, die Mittelmeer Strohblume (von manchen auch Currykraut genannt, nur wegen dem ähnlichen Geruch), gelb blühendes sehr hohes Rutenkraut, (wie Fenchel, aber ungenießbar), großes Knabenkraut, Orchideen, Schopflavendel, blühender Rosmarin, Mayoran, gelb blühender Stechginster, weißblühende Pankratzslilien (Felsentrichterblume), blühende Mohnarten, gelbe Schwertlilie, Wolfsmilch, Plätze voll mit blühenden Alpenveilchen und verschiedenfarbigen, unterschiedlichsten Arten von Mittagsblumen, größere Flächen von blühendem hochgewachsenem Affodill, verschiedenste Kakteen Arten, dies alles Mitte April. Der Baum-oder Strauch-Bestand war in Küstennähe, die dort berühmt duftende und weiß blühende Myrte, blühende Mimosen, Akazien, Erdbeerbäume, blühende Baumheide (Erika), baumhocher Wacholder und niederer Wachholder, Mastix, Sternkiefern, Steineichen, Steinlinden, Eukalyptus, Korkeichen, Olivenbäume, Mandelbäume, Kastanien.

Die Landschaft dort ist auch geprägt durch die herrlichen langen weißen Strände, wo im Hochsommer dann die schönsten Jachten, einsame idyllische Ankerplätze suchen. An diesen Stränden mussten wir teilweise über tiefes angespültes Poseidongras stampfen, das hier in diesem glasklaren Wasser noch in 30 Meter Tiefe vorkommt und zeitweise Blüten trägt. Diese Unterwasser- Poseidongrasflächen sind gleichzeitig die Weidegründe und Laichgründe vieler Meeres-Lebewesen, angeschwemmt schützt es die Strände vor Erosion, und ist ein Zeichen von guter Wasserqualität. Am Plage de Saleccia sind Teile des berühmten Films „Der längste Tag“, die Landung der Allierten in der Normandie gefilmt worden. Die „Desert“ war auch ein ideales Versorgungs-und Rückzugsgebiet für die korsische Widerstandsbewegung im zweiten Weltkrieg. Wobei die Versorgung mit Waffen und Lebensmittel, durch ein amerikanisches U-Boot geschah. Von dort kommt auch vermutlich der Name der französischen Widerstandsbewegung „Herren der Maquis.“ Mein etwas makaberer Fund war die „Erkennungsmarke“ des vermissten Soldaten Goderre Edward, Catholic, Nr. 1942214. Die teilnehmenden Damen, haben sich trotz der winterlich kühlen Wasser-Temperatur (15- 17 Grad) nicht abhalten lassen, die einsamen weißen Strände zum Schwimmen und Abkühlen zu nützen. Erstmals übernachtet haben wir in einem aufgelassenen großen Leuchtturm, in der Nachbarschaft der berühmten Martello-Ruine. Die Architektur dieses Wehrturmes hat 1794 die englische Flotte unter Admiral Nelson interessiert. Man erstellte Pläne und baute dann 73 ähnliche Türme (die Martello- Towers) an der Südküste von England und Irland, um der Gefahr einer Invasion durch Napoleon vorzubeugen. Klar haben wir gleich beim Leuchtturm unser mitgebrachtes Fleisch am offenen Feuer gegrillt, und mit auf dem Weg gefundenen frischen Gewürzen verfeinert. Das Rauchharz der Myrthe gibt Schutz und fördert die Konzentration, der Wachholder steht für Reinigung. Frisch gefundener Pfefferminz und das mitgetragene Trinkwasser ergaben einen erfrischenden Trunk. Frisches Wasser gibt es in der korsischen Wüste keines, daher haben wir zum Kochen Meerwasser verwendet. Vorteil, man braucht kein Elektrolyt-Getränk. Es gibt viele Süßwasser (Brachwasser)-Seen, die teilweise durchwatet, zu manchen Zeiten nur schwimmend überquert werden können, und kein geeignetes Trinkwasser darstellen. Ein weiteres mal haben wir in und bei Bergerien (verlassene Schafhirten-Unterkünfte aus Naturstein), die eigentlich wie fast alle Hütten und Unterkünfte in Korsika immer offen bleiben, übernachtet. Dies hat einen traditionellen Grund, die Korsen rechnen im Notfall mit offenen Unterkünften, sind die Unterkünfte geschlossen, sind sie verärgert, brechen ein, im schlimmsten Fall sprengen sie das Gebäude in die Luft. Dies ist auch einigen Bauherren am „Plage Paradisiaque du Lodo“ passiert, wir sind an ihren gesprengten, schon von der Macchia bedeckten Ferien-Wohnsitzen vorbei marschiert. So schützen die Korsen ihre Natur, ihr Land, vor dem nie aufhörenden Strom der Zweitwohnungs-Interessenten, die schönsten Plätze würden verbaut, und der einheimischen Bevölkerung kaum Einnahmen bringen. Gewerbebetriebe sind erwünscht, so sie sich den dortigen Gegebenheit anpassen. Weder die harte Naturstein-Unterlage, die aufkommende Nachtkälte, das Rauschen des Sturmes, der Wellen, konnte meinen Schlaf, allein in der großen Hirten-Unterkunft, stören. Dann kam doch ein vom Proviant angelocktes, grunzendes Wildschwein, und hat mich unsanft aus meinen Träumen geholt. Eine erlebnisreiche Nacht hatten später dann auch unsere Damen, sie haben im Freien, bei einer einsamen Marien-Wallfahrtskirche, mit herrlichem Meer-und Bergblick, nur im Schlafsack, ohne Zelt, übernachtet, ein fürchterliches Gewitter kam auf, und die Blitze sollen die dortige große Marien-Statue, Kirche und Friedhof in ein unheimliches Licht gehüllt haben.

Ein wichtiges Ziel für uns, war der überragende, von weitem, und allen Seiten erkennbare, mitten im „Desert“ stehende, schwer zugängliche „Monte Ghjenuva (Genua) 421 Meter.“ Zur Gruppe ist dann noch Gero gestoßen, dem sein Tibet-Urlaub durch Unruhen ins Wasser gefallen ist, er wollte im April nach Tibet, und dann anschließend den 8027 m hohen Shisha Pangma besteigen. Die erste Winterbesteigung des Shisha Pangma, gelang übrigens einem Franzosen dem 1.61 m großen Jean Christophe Lafaille, ein damals weltweit bekannter Bergsteiger, wird vermisst seit Januar 2006, nach dem ihm die erste Winterbesteigung des Makalu (8463m) geglückt ist. Er hat alle 8000er im Alleingang, ohne Fixseilhilfe, ohne Sauerstoff und teilweise im Winter bestiegen. Ursprünglich ein international bekannter Sportkletterer, eher die Ausnahme als die Regel. Auch der Tiroler Hermann Buhl, (1953) Nanga-Parbat-Erstbesteigung im Alleingang, von Reinhold Messner als der beste Österreichische Bergsteiger des 20. Jahrhunderts bezeichnet, ist 1957 von einer Wechte in den Tod gestürzt. Von Buhl ist bekannt, dass ihn die Elbsandstein-Kletterer beeindruckt haben, deren höchsten Schwierigkeitsgrad konnte er nicht klettern. Trotz unseres Minus- Höhendifferenz-Zieles von über 7606 Höhenmeter war auch Gero vom Wüstenberg Ghjenuva (421m) restlos begeistert. Der historisch interessante Ghjenuva, wurde schon in der Steinzeit, Funde von Steinäxten und Pfeilen am höchsten Punkt, bestiegen. Der Pisaner-dann später der Genueser-Stadtstaat, haben am Gipfel Ausgucke stationiert, um überraschende Überfälle von Piratenschiffen aus, frühzeitig zu erkennen. Der Monte Ghjenuva (421m) ist nur über leichte Kletterstellen und dichte Macchia zu erreichen. Die Wache oben wurde selten kontrolliert, die Vorschriften aber waren hart in dieser weiten Einsamkeit. Ein Wächter der seinen Ausguck verlässt, erhält die Todesstrafe, unbegründete Abwesenheit fünf Jahre Galeere. Ohne Sondererlaubnis Holz zu machen, Mädchen zu verführen die selben Bestrafungen. Der Ghjenuva Bergstock besteht aus zwei Gipfeln, wobei beim weniger hohen Gipfel die leichteste Route eine Kletterstelle III aufweist, und beim Höheren, die leichteste Route den I. Kletter-Grad kaum überschreitet. Beide Gipfel wurden von uns über verschieden schwere Routen I-II erkundet, und erklettert. Vermutlich ist der „Ghjenuva“ der einzige Kletterberg Europas, der schon in der Steinzeit nachweislich bestiegen worden ist. Mit meinem AV-Bludenz Bergfreund Sepp Maurer aus Nüziders, und seinem Tiroler Freund Siegi, unternahm ich dann am 28-05-08 eine kombinierte Allradfahrt (4×4) und Klettertour, über einen weiteren herrlichen Felsgrat auf den Ghjenuva. Nachdem wir ein AV- Gipfelbuch mit den Namen aller TeilnehmerInnen unserer Tour und der AV-Bludenz Gemeinschaftstour zurückgelassen haben, sind wir noch mit dem 4×4 wieder zum weißen Strand von Saleccia. Die Piste glich eher einem Bachbett, das Fahrzeug, und unsere Wirbelsäulen wurden auf ein harte Probe gestellt. Dann ein Bild für Götter, Kühe mit Kälber, Stiere, tolle Jachten, hübscheste Badenixen, bevölkerten diesen romantischen langen Naturstrand. Wobei dort die Auswahl besteht, im Meerwasser oder im angrenzenden Süßwasser, in Normalzeiten ein Brachwassersee „des Flusses Licu,“ sich abzukühlen. Das dortige kristalline rötliche Gestein, besonders die Tafonifelsen, Einbuchtungen, Höhlen, große Felsenfenster, und unheimliche Felsgestalten ist besonders spezifisch für Korsika. Tafoni kommt vom Korsischen, bedeutet „großes Loch.

Unsere Gruppe bestehend aus Agnes Burtscher, Isolde Frei, Hansjörg Kotz, DI Reinhard Mader, Dipl. Psychologin Ruth Mader und Studentin Monika Mader, Marlies Ritter, Dr. Maria Schimpfössl, DI Gero Vonbank bestieg und überschritt mit leichter Kletterei I-II auch noch beide Gipfel (618 m) der Senino-Halbinsel, oberhalb des nur zu Fuß oder Wasser erreichbaren Fischerdorfes Girolata. Die angrenzende Halbinsel Scandola darf weder vom Land, von der Luft oder vom Wasser aus betreten werden und ist UNESCO-Weltkulturerbe, Reserve Naturelle de Scandola.
Die Geologie ist vulkanisch, mit grandiosen Felswänden, hier noch ein Auszug aus der Tierwelt: Hermann-Landschildkröte, Wasserschildkröten, Geckos, 1000de Eidechsen, Endemische Rieseneidechsen, eine endemische Riesenmuschelart, Schwalben, Tauben, Raben, Nebelkrähe, Steinadle, Wildziege, Milane, Mufflon, Wildschwein, Kleinohreulen, einige Möwenarten, Kormorane, 31 (2007) 2 (1972) Seeadler-Paare (Horste) (Balbuzard- pecheur), Bartgeier, Riesenfledermaus, Milane, Wale, Delphine usw. von der durch den zunehmenden Tourismus ausgestorbenen Mönchs-Robbe ist leider nur mehr der verlassene Standort, eine Klippenspalte zu sehen.

Zur Transhumance-Zeit, haben die Hirten den Winter in Scandola verbracht, und sind dann im Sommer wieder in das Hochland des Niolu mit ihren Schafherden gezogen. In der Zeitschrift „Alpin“ und wird die Senino- Route als kaum erkennbar, und durch den dichten Urwald ( Erdbeerbäume, Baumwachholder, Steineichen, Sternkiefern) als Tour für Orientierungs- Künstler, Klettern I-II eingestuft. Der Rother-Führer bezeichnet den Senino als einen der schönsten und abenteuerlichsten Gipfel Korsikas. Die Redakteure haben den zweiten Gipfel, also den Monte Senino nie gefunden, und haben aufgegeben. Reinhard Mader, nahm dann eine frühere Heimfähre, und schickte der Gruppe noch folgende SMS nach Calvi: Haben in Livorno guten Fisch gegessen, und soeben in der „Corriere della Sera“ gelesen, dass der CIA zusammen mit einer Eliteeinheit der Französischen Fremdenlegion unter Führung des Generalissimo H.J. Clozz ca.133 alte Krokodile am Strand von Calvi ausgesetzt hat. Habt ihr schon welche gesehen, wenn ja, bitte sofort Meldung an Gero Vonbank. Gero ist übrigens das bisher einzige AV-Mitglied, der bei der AV-Jahreshauptversammlung 2008 in Nüziders, bereits vor seinem 50 Geburtstag, für 50jährige AV-Mitgliedschaft geehrt werden konnte. Sein Vater, Hofrat Dr. Elmar Vonbank, hat ihn bereits vor seiner Geburt beim Alpenverein angemeldet. Dr. Elmar Vonbank, pensionierter Direktor des Vorarlberger Landesmuseums ist Frühzeit-Korsianer, im zweiten Weltkrieg führte er als junger Hauptmann, eine Skikompanie der Gebirgsjäger, bis fast vor Moskau. Gero und ich, unterhielten uns über unsere Väter, und über die Gebirgstruppe der sie angehörten.(darum auch die launige SMS von Reinhard).Auch, dass es nächstes Jahr 50 Jahre her ist, dass Dornbirner Alpenvereinler, die Hauptgründer des „störrischen Esels“ in Calvi waren..

Ich machte Gero den Vorschlag seinen Urlaub beim „störrischen Esel“ bis zum 1.Mai zu verlängern. Er könnte dann den optimalen Blütenstand, den Tag der Arbeit, und den Tag von Carmarone, Ehrentag der Fremdenlegion in Calvi erleben. Am Tag von „Carmarone“ eine Hacienda in Mexiko, kämpften drei Dutzend Fremdenlegionäre ( besonders Schweizer, Deutsche und Österreicher) bis fast zum letzten Mann, gegen 2000 aufständische Mexikaner. Für Frankreich und den „Habsburger Kaiser Maximilian von Mexiko“ Bruder unseres „Österreichischen Kaisers Franz Josef“ An der sehr hohen Stadtmauer von Calvi wird dann gezeigt, welchen Ausbildungsstand, das dort stationierte zweite Fallschirmspringer- Regiment der Fremdenlegion hat , das aus 1.200 Soldats besteht, sie kommen von allen Erdteilen, 51 Nationen. Ausgebildet als Fallschirmspringer für den Einsatz im Gebirgskrieg und Nautictruppe. Für uns Bergsteiger und Wassersportler besonders bei der obigen Übung zu sehen, die neuesten Rettungstechniken im Fels und Wasser. Mitte August 2008 wurde dann auch das Calvi-Regiment schwer getroffen, im Nato-Kampfeinsatz in Afghanistan (5O km vor Kaboul) sind 10 französische Legionäre getötet und 21 verletzt worden. (2 REP. aufgestellt 1948 in Algerien, 1967 verlegt zum Camp Raffalli nach Calvi, bekannt gewordene Einsätze Kolwezi 1978, Pelican Brazzaville 1997, Operation, Licorne/ Cote d Ivoire Afrika, 2002/03, Afghanistan 2008. Einzelkämpfer und Gruppen im geheimen Auftrag natürlich weltweit, wie ich bei Gesprächen mit Mitarbeiterinnen, die Frauen von Legionären waren erfahren konnte. Einer unserer nebenberuflichen Mitarbeiter Klaus Scheit, war 35 Jahre bei der Legion, er meinte seine gefährlichsten Einsätze waren der ganze Bereich Afrika. Die Leute aus Calvi bezeichnen ihre Stadt als der Geburtsort des Amerika-Entdeckers Christoph Columbus, der Englische Admiral Nelson hat bei einem Angriff auf die Zitadelle von Calvi sein Auge verloren. Die verbliebenen AlpenvereinlerInnen sind dann noch zwei Nächte im „störrischen Esel“ geblieben. Zurück ging es mit Fähre und Auto von Isolde Frei. Viele weitere AV-Gruppen des DAV- und ÖAV haben haben sich dann für die nächsten Tage angemeldet. Der DAV- Erding bei München (Erdinger-Bier) gleich mit 60 Bergsteigern, wobei sie ein Freundschaftstreffen mit dem korsischen Alpenverein hatten. Der Kreis Erding finanzierte hier sogar etwas mit, weil Bastia/Korsika und Erding Partnerorte sind. Die ÖAV-Sektion Britannia, die Mitglieder kommen aus ganz England, mit Sitz in London, kam in einem direkten Flug London/Calvi, mit der Absicht, die noch schneebedeckten höchsten Berge Korsikas zu besteigen. Um diese Zeit können in Korsika noch Skitouren unternommen werden, Steigeisen, Harscheisen sollten dann nicht fehlen. Beim letztjährigen Besuch waren die Engländer besonders glücklich, weil sie den korsischen Kleiber beobachten konnten, der hauptsächlich zwischen 800 und 1800 Höhenmetern lebt, und sich von Samen der korsischen Lariccio- Kiefer und Insekten ernährt. Ich fand diese Einstellung als AV-Gruppe besonders vorbildlich, wobei die Engländer eine lange, wilde Macchia- Orientierungstour unternahmen, bei der sie die schottische Härte voll ausspielen konnten. Grund war die „schottische Sparsamkeit“ eine Karte die schon drei Jahre alt war, sie haben die Veränderungen die durch den Macchiabewuchs entstehen unterschätzt, somit krochen sie fünf Stunden durch mehr als dorniges Gebüsch. Auch 2008 besuchte ich mehrmals wieder den Monte Cinto, den Monte Rotondo, die Königin Paglia Orba, nahm etwas Futter für den schönen Fuchs am Fuße des Berges mit, überprüfte mein Gipfelbuch mit Arlbergwerbung an der Punta Rossa ( früher Pic von Cube), schaute dort den Mufflons zu. Übte mit Gruppen immer wieder auf meinem Klettergarten am Miglione, die Kletterrouten tragen Namen von allen meinen EnkelnInnen.

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