Besteigung des Rotondo

November 24, 2008 No Comments »

Da in diesem Jahr in den Hochlagen Korsikas länger Schnee als üblich lag, wurde die Besteigung des Rotondo erst im Juli erstmalig im Bergprogramm aufgenommen. Es trugen sich dann auch 11 Gäste in die Teilnehmerliste ein, die sich vom frühen Aufbruch und der Länge der Tour nicht abschrecken ließen. Wie häufig bei solchen Touren gab es um 5 Uhr Frühstück, welches Thomas, der Nachtportier des Feriendorfes, zubereitete. Um 5:30 geht die Fahrt dann los über Corte ins Restonicatal. Einer unserer Fahrer ist Hamid, ein Franzose aus dem Iran, der schon länger auf Korsika lebt. Ich kannte ihn schon von einer Cinto-Tour und wusste, dass er die Zeit bis zu unserer Rückkehr nicht mit Lesen oder Dösen verbringen wird, sondern sich der Gruppe anschließt. Wir beginnen langsam mit unserem Anstieg. Zu   Beginn zieht der Weg teilweise in steilen, aber schönen Serpentinen durch einen Kiefernwald hinauf und man gewinnt rasch an Höhe. Nachdem man den Wald verlassen hat, öffnen sich immer wieder Ausblicke auf die nahen Berge und ins Restonicatal. Schon nach etwas mehr als 2 Stunden erreichen wir den Orientesee und haben damit schon mehr als 1.050 Höhenmeter geschafft. Nach einer kurzen Pause geht es dann weiter über die wunderschönen Grasmatten, die den See umgeben und einige leichte Platten und grobes Geröll Richtung Gipfel. Kurz vor der Gipfelrinne gilt es noch ein Schneefeld zu überwinden und danach geht es in die steilen Felsplatten und eine Geröllrinne, bevor man den Grat erreicht. Dieser Abschnitt ist zwar technisch nicht besonders schwer, stellt aber nach 1.500 Höhenmeter noch einmal die Kondition auf die Probe. Aber auch hier hat von der Gruppe niemand ernsthaft Schwierigkeiten und so erreichen wir nach nur dreieinhalb Stunden Gehzeit alle gemeinsam den Gipfel. Das Wetter ist sehr gut und stabil, so dass uns lange Zeit bleibt, die herrliche Aussicht vom zweithöchsten Berg Korsikas zu genießen. Dann geht es den gleichen Weg hinunter zum Orientesee, wo wir noch einmal eine ausgiebige Rast einlegen. Dies nutzen einige von uns, um im See eine Runde zu schwimmen. Beim weiteren Abstieg beschließen wir bei der  Bergerie Timozzo verbeizuschauen und unseren Durst mit einem Bierchen zu löschen. Die Enttäuschung ist allerdings groß, als wir feststellen, daß es lediglich Käse zu kaufen gibt, aber keinerlei Getränke. So müssen wir auf unsere eigenen Trinkvorräte zurückgreifen und steigen die restlichen 500 Höhenmeter ins Tal zu unseren Fahrzeugen
ab. Auf der Rückfahrt lassen wir uns in Corte auf dem Place Paoli absetzen und genießen dort das wohlverdiente Pietra.

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