Das Tüpfchen auf dem i

November 26, 2008 No Comments »

Dass die Rosenheimer gern nach Korsika kommen ist längst bekannt, dass sie gern allein durch das Gestrüpp rennen ist auch bekannt, aber dass sie sich mit dem Bus nach Lumio fahren und auf den Capu d’Occi führen lassen, ist neu. Aber nach fast 2 Wochen auf Korsika und etlichen „alpinen Taten“ war das ein wunderbarer Abschluss. An N.D. de Stella schieden sich die Geister, die einen zog es auf den Zuckerhut mit dem Gefühl „Klettern auf Korsika“, natürlich gut gesichert von Hansjörg und Toni, das war der erste Höhepunkt. Aber auch ohne Kletterei war die herrliche Aussicht vom Capu d’Occi ein Höhepunkt. Noch einmal den Blick über das Meer schweifen lassen bis nach Calvi, noch einmal mit den Augen auf den Monte Sant Angelo und dann weiter in der Runde zum Monte Grosso und all die anderen Gipfel, einfach mit den Augen spazieren gehen mit einem „Danke” im Herzen. Beim Abstieg begegnete uns eine Ziegenherde mit prächtigen Böcken mit großen gewundenen Hörnern. Ein Anblick, den ich im Schutz der Gruppe genossen habe, allein wäre ich wohl rasch im Gestrüpp untergetaucht. Und die beiden weißen Hirtenhunde, „Sau-Hund“ wie wir auf bayrisch sagen, die wussten genau, dass Bergsteiger im Occi unten Brotzeit machen. Sie ließen die Geißen allein auf der Weide und begleiteten uns zum Brotzeitplatz, es gab schon ein paar Brocken. Und dann kam das Tüpfelchen auf dem i. Ein Mann kam, sperrte die Kirche auf und begann auf seiner Oboe zu spielen. Da wurden wir alle ganz still, wir fühlten wohl welches Geschenk wir heute und in diesen Tagen erhalten haben. Der Dank an den, der uns all das gegeben hat, kam ganz spontan in 2 Strophen „Großer Gott wir loben dich“ zum Ausdruck. Mich selbst hat es sehr gefreut zu sehen, dass die Seitenkapelle von der alten Kirche, die als einziges noch von der Kirche vorhanden war und einmal als Brotzeitplatz und Windschutz diente (Foto gibt es) in die neue Kirche integriert wurde. Auch ein niedriger Gipfel kann das Tüpfelchen auf dem i sein. Und ich hoffe und wünsche, es gibt in 2 Jahren wieder „Korsika im störrischen Esel“.

27.09.2008 Fr. Liesl Netopil

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