Ein Tag aus unserer Urlaubswoche im Feriendorf Zum störrischen Esel

Dezember 10, 2008 No Comments »

Ein strahlend schöner, jedoch sehr windiger Tag. Mit Elke, Adrian, Katrin und Elisabeth steige ich auf den Hausberg, den Capu di a Veta mit 702 m.  Durch die Gebüsche der Macchie führt der Weg,  vorbei an rotblühendem Mohn, Halden von verblühten Zistrosen, Lavendel und Dornginster, aufwärts. Die verbrannten, in den Himmel ragenden Äste der Erdbeerbäume sind von frischen Austrieben aus den Wurzeln grün umrankt. Samenstände der weißen Lilie, zwischen Myrthe, Johanniskraut und mannshohem Stangenkraut, säumen den Pfad zum Gipfel. Der Ausblick auf das Meer, nach Norden in die Bucht von Calvi mit den vielen Booten und dem kilometerlangen Sandstrand mit Badenden, und nach Westen die stillen Buchten entlang der Küstenstraße nach Galeria und Porto, ist grandios. Im Osten, gar nicht so ferne, der Gipfel des Monte Cinto.
Über dem tiefblauen Meer ist der Horizont nicht vom Übergang zum blauen Himmel zu unterscheiden. Nur im Norden sind die Gipfel des Nordteils der Insel am Horizont zu erahnen.

Wir sitzen auf der windabgewandten Seite und genießen die Sonne und den wunderbaren Tag. Nach einer Stunde steigen wir den Weg zur Kapelle der Madonna de la Serra ab, in der ein Geiger stimmungvolle Atmosphäre schafft. Bald sind wir in Calvi und spazieren am Strand, jedoch nicht ohne Pause in einem Strandkaffe zu machen, in unser Feriendorf „Zum störrischen Esel“ zurück. Um 18:30h gibt es, wie an jedem Tag, köstliches Abendessen. Die Küche ist wirklich so gut und abwechslungsreich wie alle unsere Freunde berichtet haben.  Vom heutigen Buffet wähle ich meine Lieblingsgerichte aus: Spargel mit Speckkrusten. Muscheln mit Tomaten in Weinsoße -die besten die ich je gegessen habe, korsischer Hase in Rotwein. Als Nachtisch Heidelbeerjoghurt und Birnenkuchen. Dazu ein Gläschen trockenen Weisswein der Hausmarke. Die Speisen sind -wie jeden Tag- köstlich und die Diät wert, die ich daheim leider beginnen werde müssen! Zum romantischen Abschluß dieser wunderbaren Woche haben wir die Bustour Sonnenuntergang bei den Klippen mit klassischer Musik gebucht. Elke und Adrian sind mit von der Partie. So sitzen wir bald auf den Klippen unter Lumio, unter einem zerfallenen Genueser Turm, die Gischt des stürmischen Meeres brandet gegen die rauen Felsen, und aus Lautsprechern ertönt klassische Musik, während die Sonne im Meer versinkt. Dies ist ein unvergesslicher Abend und Ausklang dieser traumhaft schönen Ferienwoche auf Korsika.

Zurück in der Ferienanlage treffe ich heute in der U Spelunca nur auf Erika und Wolfgang. Ich besorge mir eine gekühlte Flasche Sonderabfüllung DOC „Störrischer Esel“ Rosé-Wein, setze mich damit vor die Tür unseres Bungalows und geniesse den Abend. Nach knapp einer halben Stunde sind bereits 9 Freunde beim Vorbeigehen hängen geblieben, haben einen Stuhl herangerückt und ihr Glas gefüllt. Noch einige weitere „Esel“-Weinflaschen aus der U Spelunca lösen die Zungen, und mit glänzenden Augen wird von hunderten mit dem Fahrrad zurückgelegten Straßenkilometern, und tausenden erklommenen Höhenmetern erzählt.
Erst als der Nachschub um Mitternacht ausfällt, löst sich die Gruppe auf. Wir sind zurück in Seekirchen. Ich öffne den mitgebrachten Miel de Maquis und eine Kostprobe des Honigs ruft all die herben Düfte Korsikas in Erinnerung.

So ist eine fantastische Urlaubswoche zu Ende.

Helmut Rentenberger

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