Eine korsische Liebesgeschichte

Januar 15, 2009 No Comments »

Es begann im Jahre 1960. Ein junges Paar aus Dornbirn mit zwei kleinen Kindern und riesigem Fernweh hörte von einer Korsika-Reise des Dornbirner Alpenvereins. Kurz entschlossen suchte man sich eine „Kindsmagd“ und fuhr nach Korsika.  Die junge Frau meinte noch, es ginge ans Ende der Welt,

so unerfahren wie sie war und es war eine andere Welt – eine wundervolle Welt – und da verliebte sich die Frau in diese bezaubernde Insel und das sollte ein ganzes Leben dauern.

Leider war der Urlaub viel zu kurz, doch zum Beginn einer Freundschaft für’s Leben mit einem anderen Paar reichte es. Und so beschlossen die vier im Jahre 1961 und auch im Jahre 1962 wieder zu fahren. Es war jedes Mal ein ganz spezielles und wunderschönes Erlebnis und die Freundschaften wurden mehr und mehr.

Man war am Meer, bestieg Berge, wanderte, feierte Feste und war rundum glücklich und zufrieden, auch wenn alles noch ein bisschen primitiv war. Aber der Wein (mit Sand bestaubt) ließ sie alles durch eine rosarote Brille sehen.  Dann war erst mal wieder Familienvergrößerung angesagt bei dem Paar und auch ein Haus wurde gebaut. Da fehlte natürlich das Geld um Urlaub zu machen.  Aber einmal, im Jahre 1964, war der Mann zusammen mit seinem Sohn dort und dem gefiel es in Korsika so gut, dass er beschloss, einmal dort zu arbeiten, was er dann auch wirklich tat. Zuerst war er Koch und später Küchenchef im „Störrischen Esel“ und im Jahre 1976 besuchte ihn das Paar mit dem jüngeren Nachwuchs.
Da lernten sie auch ihre zukünftige Schwiegertochter kennen, welche auch im Feriendorf arbeitete, und als auch ihr zweiter Sohn im „Störrischen Esel“ Ferialarbeiter wurde, wollten sie einmal mit der ganzen Familie im Urlaub beisammen sein, was dann auch 1979 gelang.

Im Jahre 1984 musste man die wundervolle Insel einem anderen Paar, zwei Lustenauern, zeigen. Da hatten sie dann ein Auto dabei: Herrlich, nicht immer nur baden und wandern, auch einmal die Insel anschauen.
Das Paar wollte damals noch die ganze Welt bereisen, daher dauerte es bis 1995 bis wieder einmal der „Störrische Esel“ dran war.  Als dann der Mann starb, fuhr die Frau mit ihren Enkeln 1999 wieder nach Korsika und es gefiel ihr immer noch so gut, dass sie ihren alten Freund, den sie schon seit ihrer ersten Korsikafahrt kannte, so begeisterte, dass er mit ihr in den Jahren 2005, 2006 und 2007 auf die Insel fuhr. Und es war immer wundervoll und einmalig schön!

Jetzt hat sie auch ihren Freund verloren – und ja – man wird sehen, ob es auch alleine geht…
Die Liebe zu Korsika ist auf alle Fälle noch da und auch all die wundervollen Erinnerungen.

Traudl Haim

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