Es wird nie fad !!!

Februar 2, 2009 No Comments »

Ich werde oft gefragt, ob es nicht eintönig ist, Jahr für Jahr ein- bis zweimal am selben Ort meinen Urlaub zu verbringen, denn ich müsste hier schon jeden Stein kennen. Weit gefehlt !

Es beginnt bereits in Calvi. Nur ein paar Schritte weg von den touristischen „Trampelpfaden“ gibt es immer wieder neue Eindrücke zu entdecken. Auch die unterschiedlichen Wege zur Madonna lassen sich vielfältig variieren. Der Hausberg, den ich schon über 60 mal besucht habe, lässt die verschiedensten Wegvarianten zu. Abgesehen davon bietet „mein“ Berg jedes mal ein anderes Bild. Im Mai die Blüten, die Dich bis zum Gipfel begleiten und im Herbst die roten Früchte des Erdbeerbaumes. Wenn Feuer die Macchia vernichtet hat, sieht alles wieder anders aus. Auf meinem Rucksack schleppe ich seit Jahren den Russ vom letzten Brand mit. Was bin ich da stolz drauf ! Dann wachsen die Pflanzen wieder nach und wo man erst in der prallen Sonne gegangen ist, bewegt man sich bald wieder durch schattige Blättertunnel.

Ich vertrage leider keine langen Autobusfahrten. Daher bin ich auf die Eisenbahn und manchmal auf Taxis angewiesen. Doch auch so kann man sich beinahe in der ganzen Balagne bewegen. Wenn ich manchmal das Angebot des Feriendorfes zu Wanderungen in diesem Bereich nutze,höre ich den fachkundigen Begleitern sehr gut zu, frage auch viel und bastle in Gedanken schon an Möglichkeiten, wie man diese Wanderungen variieren kann. Solche Variationen gibt es unzählige und ich muss noch sehr alt werden und gesund bleiben, um möglichst viele in die Tat umzusetzen. Diese Ausflüge sind zwar meistens sehr lang, aber die vielen Eindrücke lassen die Zeit wie im Flug vergehen. Sie enden daher auch häufig in einem Dauerlauf zum nächsten Bahnhof, um den Zug nicht zu versäumen.

Abwechslung ist auch auf bekannten Wegen immer gegeben. Die herrlichen Eselswege sind oft für Überraschungen gut. In einem Jahr noch in 3er-Reihen begehbar, sind sie im nächsten Jahr total zugewachsen und man beginnt, an seiner Ortskenntnis zu zweifeln. Stacheldrähte tauchen dort auf, wo man sie am wenigsten braucht. Doch gerade das stachelt mich an, nach neuen Wegen zu suchen, was manchmal sogar mehrere Urlaube dauert. Die häufig begangenen Klippenwege lassen sich ausdehnen, indem man versucht, möglichst nahe am Wasser zu bleiben. Allerdings muss man mit einem wesentlich höherem Zeitaufwand rechnen, doch es lohnt sich. Wenn ein Felsen senkrecht ins Meer reicht, umgehe ich diese Stelle selbstverständlich, da ich keinen Grund sehe, mich unnötig nass zu machen.

So kann ich mit ein wenig Kondition, Abenteuerlust und Phantasie immer wieder Neues erleben und Eindrücke sammeln, die wiederum den Anstoß für neue Touren geben. Probiert es einfach aus !!!

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