Gruppenreise der DAV-Sektion Pfullendorf

Mai 15, 2009 1 Comment »

Begeistert von der Insel aus „Duft und Farben“

Korsika, die zweitgrößte Mittelmeerinsel, war das Ziel einer 44-köpfigen Wandergruppe des DAV-Pfullendorf. Die Insel präsentierte sich in ihrer vollen Blütenpracht, deren Duft und Farben bei dem strahlend sonnigen Wetter richtig zur Geltung kam. „Der Störrische Esel“, ein Feriencamp unter dem Patronat des Österreichischen Alpenvereins bot ein angenehmes Ambiente. Es feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Das Ehepaar Grete und Kurt Müller,  Initiatoren und Mitbegründer dieses Feriendorfes, nahm die Pfullendorfer Gruppe, die mit Charlotte Zoller schon zum 7. Mal in Folge sich dort einfindet, herzlich in Empfang.

Nach einem Begrüßungstrunk und ersten Erkundungen am Anreisesonntag, ging es ab Montag aktiv zur Sache: Eine Wanderung durch die blühende Macchia hinauf zur Madonna de la Serra mit herrlicher Sicht auf die noch schneebedeckten Berge und in die Bucht von Calvi, war der Auftakt. Es schloss sich eine Besichtigung der Stadt und der Festung Calvi mit der Kathedrale, alten verträumten Gassen und dem Geburtshaus von Christoph Columbus an. Durch den feinen Sand am noch fast menschenleeren Strand schlenderten die Wanderer zurück ins Feriendorf und verbrachten den Nachmittag am Pool oder Mutige bereits im Meer mit einem erfrischenden Bad.

Am Dienstag stand eine Busfahrt in die hübschen Dörfer der Balagne an. St. Antonino auf einer Bergkuppe gelegen, wird als eines der schönsten Dörfer Frankreichs bezeichnet. Am anderen Tag folgte die bereits zur Tradition gewordene „Klippenwanderung“.  In zwei Gruppen – über die felsigen Klippen oder auf sanften Wegen darüber hinweg führte der Weg zu einem verfallenen Genuesenturm. Dort überraschte der Seniordirektor Müller die Gruppe mit einem kühlen korsischen Roséwein, bevor die Wanderung über die Klippen weiter ging. Ab Restitude bestieg man den „Feurigen Elias“, die korsische Schmalspurbahn, bis Calvi.
Eine große Busfahrt war am Donnerstag auf dem Programm. Sie führte entlang der Küste, über das Küstenstädtchen Ile Rousse hinein in die Castaniccia, zunächst durch die wildromantische Reginaschlucht,  an den Stausee von Calacuccia. Die Schneeberge und die Dörfer spiegelten sich im glasklaren, ruhigen Wasser. Auf der Passhöhe des Col di Vergio wurde eine weitere Pause eingelegt, wo auf über 1400 m ein frischer Wind blies. Durch die Pinien- und  Steineichenwälder, in denen die frei lebenden Schweine, teils verwilderte Hausschweine und Ziegen grasen, führten abenteuerliche Straßen hinunter in die Speluncaschlucht und wieder auf-wärts zu den berühmten roten Felsen der Calanche mit ihren gnomenhaften Ver-witterungserscheinungen.  Im Hafen von Porto war Mittagsrast. Danach ging es in unzähligen Kehren der Küste entlang zurück nach Calvi. Als „Die fünf Wunder Korsikas“ wird diese Rundfahrt beschrieben.  Die letzte Gruppenwanderung am Freitag führte zunächst mit dem Bus in das urwüchsige Dorf Speloncato, an einem Felssporn gelegen. Zu Fuß im Auf und Ab wurde in das Dorf Belgodere gewandert. In einem typischen korsischen Lokal war eine Tafel mit einem zünftigen korsischen Vesper gedeckt. Auf halber Strecke traf man auf eine ausgeschlachtete Kirche, die heute eine Bar ist. Zum Erstaunen der Wanderer bot die Wirtin den Vorbeikommenden Wein, Kuchen und Käse an, aus Freude und weil es ein Feiertag auf Korsika war.

Eine Besteigung des Hausbergs Capu di a Veta, eine Rad- oder Mountainbiketour, eine Zugfahrt nach Ile Rousse, eine Schiffsfahrt in das Naturschutzgebiet Scandola, oder einfach nur shoppen, relaxen, ausklingen lassen, waren die Angebote am letzten Tag, dem Samstag.  Unvergessen bleiben den Gästen im Feriendorf auch die lustigen Hüttenabende in der Bergerie mit dem Duo Max (Matheis) und Inge (Rebholz). Dabei konnten einige der Pfullendorfer ihr “Esel-Abzeichen“ für drei-, sechs-, oder mehrmaligen Aufenthalt im Feriendorf entgegen nehmen.  Korsische Lifemusik, Dia- und Filmvorträge und am Samstag Abend natürlich die Spannung, ob Daniel der Superstar werden wird, rundeten das Programm ab. Mit vielen Eindrücken konnte man sich am Sonntag von den Mitarbeitern des Feriendorfs verabschieden und den ruhigen Heimflug nach Memmingen antreten, wo der Gebhard-Bus wieder zur Rückfahrt nach Pfullendorf bereit stand.

Charlotte Zoller
DAV-Sektion Pfullendorf
14. Mai 2009

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One Comment

  1. Walter1 15. Mai 2009 at 19:45 -

    Hallo Charlotte ! Toller Bericht Gruss walter

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