Mensch , was haben wir (ich) hier alles erlebt…..

Februar 23, 2009 No Comments »

….. ich weiß nicht wo und wie ich anfangen soll, ich hab so viel zu erzählen.

Meine Tante lud mich 1965 ein mit ihr in den Urlaub zu fahren, ich konnte auswählen: Spanien oder Korsika. Mein erster Gedanke war Korsika was ich bis heute nicht bereue. Mit meiner Tante und Armida führen wir mit Bus und Schiff (was für mich natürlich ein tolles Erlebnis war) nach Korsika. Aus Fotos kannte ich nur Calvi und den Strand und war ganz verblüfft als ich noch weit hinten den Monte Cinto mit Schnee im Juli erblickte. Korsika war viel größer als ich es mir vorgestellt hatte. Endlich im Feriendorf angelangt bezogen wir die Bungalows (die wir aufgrund der Größe und der Einfachheit „Hasenstall“ nannten).

 Dann besichtigten wir das Feriendorf und waren total begeistert. Am Nachmittag wanderten wir gleich an den Strand und da wir noch nie am Meer waren, war dis der Höhepunkte von allem, trotz grausigem Salzwasser. Nach einererholsamen Nacht waren wir auf die nächsten Tage neugierig, was uns alles noch erwartet. Das Wetter war super, das Essen auch sehr gut und vor allem hatten wir beim Abwaschen und Abtrocknen immer eine „mords Gaude“. Das war eine super Idee, so konnten wir ach die anderen Gäste kennen lernen und Kontakte knüpfen.

Nach zwei Wochen war und klar, dass wir nächstes Jahr wiederkommen würden. Und so war es auch.

Wir waren noch vier Jahre hintereinander in Calvi und haben immer mehr Freunde kennen gelernt und wir trafen uns zu Hause und auch in Korsika wieder. 1969 war mein Entschluss gefasst. Ich wollte eine Saison nach Calvi zum Arbeiten gehen. Weil zwei Wochen Korsika mir einfach zu wenig waren. Ich kann einfach nur sagen: “Es war toll!“ Dann lernte ich im selben Jahr Gretel und Michael Kandler kennen, die ach zum Arbeiten unten waren und die mir in Deutschland eine Stelle in einem Hotel vermittelten. Da mich aber nach 4 Jahren das „Koriskafieber“ wieder packte für ich 1975 noch für 3 Monate ins Feriendorf und konnte bei Frau Helene Metzger noch eine Stelle finden. Da ich Gerard schon länger kannte war ich sehr erfreut ihn 1975 in Calvi wieder zu treffen. Auch das neue Personal und die neuen Gäste erfreuten mich. Und wie es so ist, dass das Korsikafieber jeden erfasst, haben wir uns alle entschieden, 1976 wieder dort zu arbeiten. Es war auch toll, in Calvi zu arbeiten, da das Persona  sich gut verstand und man viel Spaß miteinander hatte. (Zum Beispiel: Theater spiele, Volkstanz, sportliche Aktivitäten,…)

Schön war auch, wenn Suzoni mit seinem Laster das Gepäck der Gäste vorbeibrachte, denn da war meistens ein Packet für mich aus der Heimat dabei, mit Schwarzbrot, Senf und Landjäger, welches ich dann am Abend mit dem übrigen Personal genießen konnte. Ich wollte auch die nächsten Jahre, wenn es möglich gewesen wäre, weiter in Calvi arbeiten. Gerard, Fritz, Ludwig und Lampi haben mich dann überredet mit ihnen nach Prunete zu gehen, da sie das Feriendorf Calamar (früher Club Alpin) übernommen hatte. Ich war dann 5 Jahre mit ihnen dort, was für mich auch eine sehr schöne Zeit war. Da jeder von uns nach so viel Jahren Zigeunerleben dann doch sesshaft werden wollte (musste) bin ich 1981 wieder ins Ländle zurückgekehrt. Aber mit dem Hintergedanken, dass ich auf jeden Fall den nächsten Urlaub wieder in Korsika verbringen will. Ich habe immer wieder Bekannte getroffen und sie überreden können mit mir nach Korsika zu kommen. Auch habe ich viele andere Inseln besucht, allerdings hat mich keine so faszinieren können, wie Korsika – OHE SCHMÄH!!!

Seit ungefähr neune Jahren hat Calvi ein- oder zweimal im Jahr einen Liebhafer fix. Ich fühle mich im Feriendorf Störrischer Esel einfach ESELwohl. Auch habe ich schon wieder einige neue Gäste mitgebracht, die sich auch ESELwohl fühlen und gerne immer wieder mit mir mitkommen.


Ich kenne kaum jemand, dem es nicht gefallen hat und ich hoffe, dass ich noch viele Jahre kommen kann.

Wenn ich anderen von meinen 40 ESELjahren erzähle, kommen sie meist nicht so schnell wieder davon. Meine Begeisterung für diese Insel ist enorm. Für mich war auch noch ein schönes Erlebnis, als ich vor 4 Jahren Fernand nach 30 Jahren in Calvi wiedertrag und er mich auch sofort wieder erkannte. Ich besuchte ihn oft in Bludenz aber leider verstarb er im Oktober. Doch die Erinnerung teilen wir für ewig.

Ich könnte noch ein ganzes Buch schreiben. „Aber irgendwann muss mal Schluss sein“, sagt mein Gotakind.


Dank Korsika hab ich Freunde fürs Leben gewonnen und bedanke mich bei allen, die das Feriendorf so gut weiterführen und freu mich schon auf den Herbst!!!


VIVA LA CORSE, Schertler Roswitha

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