Nicht daheim und doch zu Hause

Februar 23, 2009 No Comments »

Nach ca. 25 Jahren bin ich wieder unterwegs nach Korsika. Diesmal wird geflogen und das ist schon einmal ein gänzlich neues Gefühl, statt 36 Stunden bereits 2 Stunden später am Ziel zu sein.

Im Flugzeug eine kleine Enttäuschung-als Getränke werden Wasser, Säfte und Wein angeboten-kein Bier! Ich brauche übrigends 3 Jahre, bis ich durch Zufall daraufkomme, dass das Bier in einem Fach des Getränkewagens untergebracht ist und nur auf Wunsch von den Flugbegleiterinnen herausgerückt wird. Der Durst wird größer, doch merke ich auch am Flughafen Calvi nicht, dass nur einige Meter vom Gepäcklaufband entfernt eine Bar ist. Was soll es-wir werden ja bald im Feriendorf sein. Dort angekommen, kommt mir, trotz einiger Veränderungen, alles wieder vertraut vor. Auch der Hausberg steht noch am selben Platz. Es gibt einen sehr guten Begrüßungscocktail, der aber leider den Bierdurst auch nicht löscht. Die Tür zum Restaurant ist offen und ich trete mit meiner Partnerin ein. Wir stehen vor einer blitzblanken Theke mit einem Bierzapfhahn, doch niemand ist da. Plötzlich steht ein netter, älterer Herr mit leicht angegrautem Haar neben uns und fragt, ob er uns helfen kann. Ich äußere mit belegter Stimme unseren Wunsch nach einem kühlen Bier. Er meint, er werde es versuchen, sucht zwei Gläser und beginnt diese bedächtig zu füllen. Bevor wir diese köstlichen Getränke zum Mund führen, fragen wir nach dem Preis. Er meint, den weiß er nicht und wir sollen am Abend bezahlen. Wir freuen uns und genießen unser Bier mit jedem Schluck.

Am Abend treffen wir unseren Wohltäter im Restaurant wieder. Vom Personal erfahren wir, dass unser Wohltäter der Chef des Feriendorfes, Herr Kurt Müller, ist. Jetzt weiß ich der „Störrische Esel“ ist noch immer gemütlich und familiär und ich habe das Gefühl, ich bin

                      NICHT DAHEIM UND DOCH ZU HAUSE

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