Unsere Geschichte für das Feriendorf „Zum Störrischen Esel“

Januar 15, 2009 No Comments »

Vor vielen Jahren sah ich in einer Zeitung ein Bild von Korsika. Ich wusste sofort – da muss ich einmal hin. Es wurde von Jahr zu Jahr verschoben. Da wir eine Frühstückspension haben, gibt es immer so viel Arbeit, dass wir nie im Frühjahr buchen konnten und wir wollten auf jeden Fall in der Blütezeit nach Korsika. Dann vor 4 Jahren sah ich wieder ein Bild mit einem Text vom Feriendorf zum störrischen Esel.


Ich bestellte mir den Katalog von Rhomberg Reisen und war von den vielen schönen Bildern begeistert. Wieder dauerte es 3 Jahre, bis wir es endlich im April 2008 zur Wirklichkeit machten und den „störrischen Esel“ besuchten. Es war für uns alles wie im Traum. Die wunderschöne Natur, die Anlage, das Essen, die Wanderungen und Ausflüge sowie das wunderschöne blaue Meer.

Am Sonntag den 20.4.08 landeten wir mit dem Flugzeug pünktlich in Calvi. Schon der Anflug hoch über Calvi übertraf unsere Erwartungen. Am Flughafen ging alles sehr schnell. Die Koffer waren bald da und auch die Busse warteten schon auf die Gäste und in kurzer Zeit waren wir schon im Feriendorf. Auch dort ging alles flott voran. Um 11 Uhr konnten wir schon unseren ersten Ausflug machen, der uns den schönen Sandstrand entlang nach Calvi führte. Der ganze Nachmittag gehörte dem schönen Hafenstädtchen. Am Abend genossen wir das gute Essen vom Buffet und anschließend marschierten wir nochmals den Strand entlang.


Am Montag stand die Klippenwanderung mit Hans Jörg auf dem Programm. Er machte es sehr gut. Im Gänsemarsch folgten wir ihm durch blühende mit Zistrosen übersäte Hänge und Klippen. So etwas Schönes hatten wir zuvor noch nie gesehen. Am Nachmittag gingen mein Mann und ich dann noch zum Wallfahrtsort Madonna della sera. Alle Hänge waren übersät von Blumen und es roch – man kann das gar nicht beschreiben. Am Ziel angekommen – welch wunderbarer Blick auf Calvi, aufs Meer und auf die blühende Macchia. Wir machten einige Fotos auch von der Marienstatue und dann mussten wir zurück ins Feriendorf und schauen ob noch Abendessen für uns übrig ist. Ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende.

Am Dienstag in der Früh sahen wir alles nur grau. Der Wind blies. Es war kalt und ungemütlich. Wir freuten uns aber auch die Busfahrt mit Julia, durch die alten Balagnedörfer. Trotz des schlechten Wetters wurde es eine interessante Fahrt. Die beiden Dörfer San Antonio und Pigna haben eine herrliche Lage. Schade war nur, dass man das Meer nur erahnen konnte. Aber wir kommen wieder nach Korsika und machen diese Fahrt noch einmal. Der Mittwoch wurde dann ein Traumtag. In der Früh schon wolkenlos und so blieb es den ganzen Tag. Ein Tag geschaffen für unsere Leihautotour „Die Calanche“. Wir fanden, dass dies eine der landschaftlich attraktivste Teil der Insel ist. Es geht über das Golotal nach Ponte Leccio, über die höchste Passstraße den „Col de Vergio“ und durch die beeindruckende Spelunca- Schlucht nach Porto. Hinter Porto erlebt man ein Naturschauspiel, dass man nicht mehr vergisst. Die Galanche, das sind Gesteinsverwitterungen, die in den Felsen Höhlen und Löcher hinterlassen haben, die wie Ungeheuer aussehen. Weiter ging’s zum Edelsteinstrand, wo wir die vielen bunten Steine bewunderten. Anschließend fuhren wir der Westküste entlang zurück nach Calvi. Es ging langsamer voran, weil diese Straße nicht so gut ausgebaut ist. Aber die ganze Strecke ist traumhaft schön.
Dieser Tag war der beeindruckendste im ganzen Leben. Wir haben schon viel gesehen, aber diese Fahrt übertraf einfach alles da gewesene.


Am Donnerstag stand die Halbinsel Revellata mit Julia auf dem Programm. Die Wanderung führte entlang eines schmalen Höhenweges durch riesige Zistrosenfelder zur „Madonna de la Serra“ und weiter zum Leuchtturm durch das Blütenmeer von Mohnblumen und anderen verschiedenen farbigen Pflanzen. Bei der Halbinsel Revellata legten wir eine Essenspause ein. Weiter ging es dann entlang des Zöllnerweges vorbei an drei wunderschöne Sandbuchten, wieder zurück nach Calvi und ins Feriendorf. Wir haben in all den vergangenen Jahren noch nie so Tage erlebt wie hier. Man kann es einfach nicht in Worte ausdrücken.

Auf den Freitag freuten wir uns schon die ganze Woche, denn da ging es mit Hansjörg auf den Hausberg. Wir lieben ja ganz besonders die Wanderungen, die etwas anspruchsvoller sind. Es wurde eine wunderbare Tour. Der Weg zum Hausberg war vom Beginn bis zum Gipfel ein einziger Blütenteppich. Man müsste ja für den Aufstieg schon 3-4 Stunden einplanen um alles Schöne mit der Kamera einfangen zu können. Wenn wir das nächste Mal nach Korsika kommen, werden wir uns viel Zeit nehmen, um den Auf und Abstieg genießen zu können. Beim Gipfelkreuz angekommen erwartete uns ein atemberaubender Ausblick auf die Bucht von Calvi und auf das Feriendorf. Als alle mitgekommenen Wanderer ihre Jause auspackten, war plötzlich der schwarze Hund wieder da, der uns schon von Anfang der Tour begleitete. Wir dachten er sei wieder umgekehrt, irgendwo im Laufe dieser Wanderung, weil er plötzlich verschwunden war. Wir erfuhren aber, immer wenn es was zu Essen gibt, taucht er wieder auf und dann verschwindet er wieder. Beim Abstieg war er nicht mehr zu sehen.
Auch dieser Tag ging so wie jeder vergangene Tag mit einem Spaziergang am Meer zu Ende.

Samstag! Leider der letzte Urlaubstag. Ein wunderschöner wolkenloser Sonnentag. Nach dem ausgiebigen Frühstück fuhren wir mit dem Zug nach Ile Rousse. Dort spazierten wir zum Leuchtturm auf der vorgelagerten Ile de la Pietra. Uns erwartete auch da wieder ein Blütenmeer, dass einem der Atem wegbleibt. Mohnblumen so weit das Auge reicht und zwischendrinnen gelbe und weiße Blüten. Man kann nur mehr schauen und staunen. Anschließend gingen wir dann zum Hafen von Ile Rousse, wo wir das große Fährschiff bestaunten, dass kurz zuvor ankam. Wir durften es sogar besichtigen. Dann wanderten wir dem Strand entlang bis zum kleinen Städtchen Ile Rousse, wo wir uns noch eine Stunde aufhielten bevor uns der Zug wieder zurück nach Calvi brachte. In Calvi angekommen genossen wir noch ein letztes Mal den wunderschönen Sandstrand und schauten den Wellen zu, die den weißen Schaum an den Strand brachten. Schade, dass dieser Traumurlaub so schnell zu Ende ging. Am Sonntag in der Früh mussten wir schon um 6 Uhr zum Frühstück, denn er Bus brachte uns schon um 6h45 zum Flughafen. Da das Wetter sehr schön war, hatten wir auch einen angenehmen Flug zurück nach Salzburg. Wir können nur mehr sagen: „Korsika wir lieben dich, wir kommen wieder!“

Herbert und Anna Ebner aus St. Gilgen

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