Korsika Wanderwoche – ein Bericht der Wandergruppe aus dem Waldviertel

November 22, 2013 No Comments »

Wandergruppe aus dem WaldviertelWir waren eine 21-köpfige Wandergruppe aus dem Waldviertel, im Norden Niederösterreichs gelegen. Es stand jeden Tag eine Tour auf dem Programm und wir begannen am 1. Tag mit der Wanderung zum Fischerdorf Girolata.

Mit dem Bus zum Col de Palmarella und bei leichten Regen begannen wir mit dem Abstieg nach Girolata, das noch immer zu den Geheimtipps Korsikas zählt. Wir besichtigten das Dorf und hatten von einer Terrasse aus einen herrlichen Blick auf die noch menschenleere Bucht. Danach eine Klippenwanderung, immer mit Blick auf die Halbinsel Scandola mit seinen roten Felswänden; wieder runter zum Meer und kurze Abkühlung im Wasser. Dann Aufstieg von über 400 HM, wo bereits unser Bus wieder auf uns wartete.

Am 2. Tag begann unsere Wanderung in I`lle Rousse, wir bestiegen den Sant Angelo mit 562 m und wurden bei einem Gipfelkreuz mit einem prachtvollen Rundblick belohnt. Unser nächstes Ziel war Sant Antonino, ein wunderschönes Dorf in der Balagne. Nach kurzer Besichtigung führte uns der Weg vorbei am Kloster Corbara und weiter zum Künstlerdorf Pigna, wo man sich heute noch um den Erhalt des korsischen Kunsthandwerkes bemüht. Dann ging es hinunter zum Meer und auf dem Weg zum Strand zeigte uns Edgar noch etwas Besonderes, und zwar einen Monolith mit etwa 10 m Länge und einem Durchmesser von 2 Metern, einfach gigantisch!

Am 3. Tag wanderten wir von Bonifato aus auf die Passhöhe des Bocca di Erbagliou auf 1258 m und nach kurzer Rast weiter zum zweiten Pass mit wunderschönem Ausblick. Dann hatten wir einen sehr langen Abstieg von fast 1000 HM durch den Wald von Bonifato. Das Highlight des Tages war das Schwimmen im klaren Figarellafluss, einfach traumhaft !

Am 4. Tag stand die Besteigung des Capo d`Orto mit 1294 m am Programm. Einige von unserer Gruppe legten eine Ruhepause ein; eine kleine Gruppe von 7 Personen fuhr um 5.30 Uhr mit 2 PKW´s los. Wir legten einige Fotostopps bei traumhaftem Sonnenaufgang ein, wie beim Hundekopf  oder  einer  einzigartigen,  herzförmigen Aushöhlung in einem Felsen, sehr sehenswert! Dann gab Edgar gleich ordentlich Tempo vor und wir benötigten, nach kleineren Klettereinlagen, nicht einmal 3 Stunden reine Gehzeit für den anspruchsvollen Aufstieg von fast 1000 HM. Wir hatten eine fantastische Aussicht auf die Bucht von Porto und auf das Hinterland der Calanche, die wir sitzend auf einer Felskante genossen! In rasantem Abstiegstempo mit unserem Guide wieder runter zu unseren Autos, Kondition war an diesem Tag gefragt, es war einfach eine Traumtour!

5. Tag, wir wanderten von der Bergerie de Grotelle zum wunderschön gelegenen Melosee, den wir über einige Eisenleitern erreichten, wo ein Teil der Gruppe blieb. Eine kleinere Männergruppe stieg weiter über kurze Schneefelder zum Capitellosee auf, der in 1930 Meter liegt und noch zugefroren war. Prachtwetter und eindrucksvoller Rundblick!

Am 6. Tag von der Bocca di Battaglia machten wir eine wunderschöne, leicht ansteigende Tour auf den Monte Tolu auf 1332 m. Von dort bot sich bereits ein herrlicher Blick auf das schönste Balagnedorf Speloncata, das unser nächstes Ziel war. Durch enge Gassen führte uns Edgar noch zu einem steilen Aussichtsfelsen mit grandiosem Rundblick! Sehr schöne Wanderung, zur Abwechslung einmal nicht so anstrengend!

Am Abreisetag und als krönenden Abschluss wanderten 4 „Extremwanderer“ unserer Gruppe noch auf den Hausberg von Calvi. Start um 3.30 Uhr mit nur 2 Stirnlampen und natürlich ohne Bergführer! Wir erreichten kurz vor Sonnenaufgang, nach sehr mühevollem Aufstieg in der Dunkelheit, das 703 Meter hoch gelegene Gipfelkreuz. Wir genossen in aller Stille den beeindruckenden Sonnenaufgang, ein Farbenspiel sondergleichen, es hatte sich wirklich gelohnt!

Korsika, ein Wanderparadies im Mittelmeer, Traumtouren zwischen alpinen Gipfeln und türkisblauem Meer.

Eure Wandergruppe aus dem Waldviertel,
Ludwig Flicker

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