Karla Gisinger auf Madeira

April 22, 2009 No Comments »

Sonntags bei Kaffee und Kuchen fragte mich mein Neffe Harald, ob ich keine Lust auf eine Woche Madeira hätte. Ganz klare Antwort „Nein“. Es ist viel zu tun, ich habe keine Zeit, will Ski fahren und spontan mit Koffer packen bin ich auch nicht. Aber, ehrlich gesagt, ich hielt die Fragen für einen seiner Scherze. Weit gefehlt, wenige Tage später saßen wir im Flieger. Es brauchte zwar etwas Druck meiner Freundinnen, die meine Absage keineswegs nachvollziehen konnten und mir mit ihrer Madeira Begeisterung in den Ohren lagen.

Herrlich, nach 3 ½ Stunden landeten wir bei Sonnenschein und 23 Grad auf der Blumeninsel Madeira. Das Traumwetter war nicht die ganze Woche so, dazwischen gab’s auch mal kräftigen Wind und ein aufgewühltes Meer. Aber zum Baden im Meer war es im März eh zu kalt. Wir genossen die Blumenpracht, die herrlichen Gärten, Spaziergänge am Meer, das fantastische Essen und die köstlichen Madeira Weine. Freunde und Geschäftspartners meines Neffen luden uns öfters zu sich nach Hause ein. Interessant waren die Einblicke ins Leben der Madeirenser, die man ansonsten als Tourist nicht so leicht bekommt.

Wenn wir nicht unterwegs waren, genossen wir die Gastfreundschaft des Auswanderers Jörg Zenger (er kommt, so wie ich, aus der Steiermark). Jörg hat sich auf Madeira mit seiner Appartementanlage „Vila Opuntia“ einen Traum verwirklicht. Hier kommt man tatsächlich als Gast an und verabschiedet sich als Freund. Dem anderen berühmten Österreicher statteten wir in Monte auch noch einen Besuch ab. Dort befindet sich nämlich das Grab unseres letzten Kaisers. Und die Sissi gibt’s für die Monarchie Fans als Statue beim Casino in Funchal. Etwas Sorge hat mir die Fahrweise meines Neffen schon bereitet – er fährt so wild wie die Madeirenser. Offensichtlich hat er sich auf der Insel schon sehr angepasst. Wir haben viele Sehenswürdigkeiten erkundet, Levada Wanderungen unternommen und trotzdem noch genug Zeit für entspannende Stunden im Urlaubseldorado Madeira gefunden. Und dass es auf Madeira nur „alte“ Urlauber geben soll, ist ein Unsinn! Überzeugt euch selber!

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