Mit dem Fahrrad von Calvi nach Ile Rousse – ein Bericht aus dem Rundbrief 2014

Februar 10, 2015 No Comments »

DoritWaibelWas vor 4 Jahren eine Notlösung war, der „feurige Elias“ streikte und ich sollte Schülerinnen in Ile Rousse besuchen, die dort ihr Praktikum absolvierten, wurde zu einem jährlichen Fixpunkt unseres Korsika Aufenthaltes – mit dem Fahrrad nach Ile Rousse.

Zwei Tage vor unserer geplanten Radtour reservierten wir unsere Fahrräder. Yann war nicht da, somit wurden wir von Rainer bestens beraten. Wir erklärten ihm unser Vorhaben – nach Ile Rousse auf der Hauptstraße. Sein Vorschlag war dann – nehmt den Weg nach Cateri in Richtung San Antonino und dann hinunter nach Ile Rousse. Ob wir das wohl schaffen? Ein fachkundiger Blick von Rainer auf meine Tochter und mich – das schafft ihr locker, nehmt diesen Weg, es lohnt sich! Früh am Morgen – 06:15 Uhr fuhren wir vom Feriendorf weg. Es war noch angenehm kühl, die Straßen waren fast noch leer – unser Tag konnte beginnen.

Bald hatten wir Lumio erreicht und jetzt hieß es rechts abbiegen – Richtung Cateri. Die Straße stieg sanft an und nach der ersten großen Kurve eröffnete sich uns ein wunderbarer Ausblick auf die Gebirgsgegend. Die Kirchtürme der kleinen Bergdörfer strahlten in der Morgensonne. Wir waren begeistert, nein wir waren überwältigt. So radelten wir weiter und genossen den Anund Ausblick. In der Ferne tauchte eine kleine Ortschaft auf einem Berg auf – San Antonino. Das war eines unserer Ziele – man muss einen frisch gepressten Zitronensaft (ohne  Zucker und Wasser) in San Antonino getrunken haben, wurde uns gesagt. Wir „strampelten“ fleißig weiter – hinauf zu diesem idyllisch gelegenen Bergdorf. Tja – leider waren wir viel zu früh (☺), es gab noch keinen Zitronensaft und die Dorfbewohner schauten uns eher entgeistert an, als wir mit den Fahrrädern durch den Ort spazierten. Der freundliche Herr vom örtlichen „Esel-Taxi“ erklärte uns dann den Weg nach Ile Rousse, wir fuhren weiter. Ab jetzt ging es eigentlich nur noch abwärts, dem Gebirgshang entlang und durch kleine Bergdörfer hindurch. Ziel erreicht – wir waren in Ile Rousse angekommen. Gemäß unserer Tradition kauften wir zuerst in unserer Boulangerie ein Baguette, dann hieß es Espresso trinken auf dem Hauptplatz und zuletzt dem Leuchtturm einen Besuch abstatten. Die vielen, vielen Menschen und die vielen, vielen Autos in Ile Rousse ließen uns ziemlich bald wieder den Heimweg antreten. Zu meiner großen Überraschung meinte meine Tochter, dass wir ja denselben Weg – wie hergekommen – wieder zurückfahren könnten, ab Cateri müssen wir dann nicht mehr in die Pedale treten sondern nur noch bremsen und der Weg war so schön. Gesagt – getan. Der Weg von Ile Rousse aus hat es in sich, die Steigungen sind intensiver bzw. scheinen intensiver zu sein. Aber wir schafften es! Links von uns tauchte wieder San Antonino auf – eine Einladung auf einen Zitronensaft konnte meine Tochter fast nicht ausschlagen, wir fuhren somit noch einmal zu diesem Dorf hinauf und genossen einen absolut erfrischenden Saft in einem originellen Lokal. Dann ging es weiter über Cateri und Lumio hinunter nach Calvi zum Feriendorf. Zufrieden und auch ein bisschen stolz (auf uns) kamen wir am Nachmittag wieder zurück.

Eine tolle Empfehlung (Danke, Rainer) hat uns einen wunderbaren Tag beschert! Bei unserem nächsten Korsika Besuch werden wir wieder diese Route radeln und Zitronensaft in San Antonino trinken!

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