Ruefa Wels unterwegs in Lefkas und Epiros

Juni 22, 2010 No Comments »

Irgendwie ist das ja sehr spannend. Seit Monaten war ich regelmäßig in Kontakt mit Sonja Gaubinger, Ruefa Wels, da wir gemeinsam eine Gruppenreise nach Lefkas und Epiros geplant und organisiert haben. Sie hatte ein neues, interessantes und weniger bekanntes Reiseziel für ihre Kunden gesucht und auch gefunden. Da meine Frau und ich zeitgleich von Wien nach Preveza geflogen sind (siehe eigener Bericht im Blog), war es entsprechend spannend, Frau Gaubinger am Flughafen Wien endlich persönlich kennen zu lernen. Am 22.5. gings dann gemeinsam nach Preveza bzw. Lefkas.

Azurblauer Himmel erwartete uns. Meine Frau und ich starteten in den Urlaub, Frau Gaubinger durfte arbeiten. Am ersten Abend saßen wir dann alle bei Makis in Ligia in einer netten Taverne, direkt am Meer. Was es wohl zu essen geben wird? Es wurde ein fulminanter Abend! Die Tische bogen sich fast vor lauter Köstlichkeiten (Schrimps, Griechischer Salat, Tsatsiki und zig andere Spezialitäten) – und das alles nur als Vorspeise. Dazwischen einen Ouzo und dann weiter. Aus 7 Hauptspeisen konnte gewählt werden und Nachspeise gabs auch noch.

Mit der richtigen „Bettschwere“ spazierte die Gruppe ins Hotel Konaki zurück und wir fuhren in unser „Häuschen“.

Am Pfingstmontag trafen wir (meine Frau Brigitte und ich) uns im Hotel Konaki mit der Gruppe zum Tagesausflug „Aherontas“ auf das Festland Epiros.

Eintauchen in die Mythologie… der Aherontas Fluss mit dem Eingang in den Hades (Höllentor). Die Hoffnung mancher Ehemänner in der Gruppe stieg, dass Charon (der Fährmann) die eine oder andere Ehefrau aus dem Boot in die Unterwelt holen könnte. Am Abend waren dann alle Hoffnungen zerschlagen, alle Damen vollständig im Bus (zum Glück).

Mit dem Boot gings erstmals entlang der Meeresküste.

Dann fuhren wir den Fluss hinauf immer in konzentrierter Suche nach Biber und Schildkröten, was ja im Prospekt stand und auch von einem Herrn (sicher ein Lehrer) eingefordert wurde. Zum Glück hatte meine Frau ein gutes Auge und entdeckte die Schildkröten und Biber und ich war gerettet (alle geforderten Rückerstattungen waren damit abgeschmettert).

Das Totenorakel „Nekromantio“ befindet sich auf einem Hügel oberhalb von Messopotamos. Durch die Spende von Geld und Lebensmitteln und tagelanger Diät wurde den Gläubigern Antwort auf ihre Fragen durch Priester kund getan. Das Orakel und die Umgebung wurde schon 2000 v. Chr. bewohnt (von Thesproten, einem der ältesten griechischen Stämme). Die Römer zerstörten 167 v. Chr. das Orakel.

So, genug der Kultur. Etwas „Action“ gefällig? Für mich war der folgende Programmpunkt der schönste des Tages. Ca. 15 km landeinwärts, zum wilderen Teil des Aherontas. Hier geht’s zur Sache: Riverrafting, Canyoning, Flying Fox…

– aber leider nicht für uns… „Soft Abenteuer“… kleiner Spaziergang, Barfuß durch eine kitzekleine Furt (aber dennoch „wild“ genug um für (einzelnes) Geschrei in der Gruppe zu sorgen…).

Natürlich mussten die „Wassermassen“ genau begutachtet werden.

Für die zarte Reisebegleitung mit den unpassenden „Wanderschuhen“ wurde eine Behelfbrücke gebaut und ich half unter höchster Gefährdung gerne, diese Extremsituation zu meistern.

Dann der Highlight – Die Quelle / Eingang zur Unterwelt (wo sind denn jetzt plötzlich alle Frauen hin?

Was passiert hier? Eine furchtlose Ehefrau nähert sich dem Hades?!

Der Strapazen Lohn war ein herrlicher Blick auf eine paradiesische Landschaft.

Schade, aber an der schönsten Stelle mussten wir umkehren. Wer hat denn das so ungut geplant? Upps.

Wohl besser, dass wir umgedreht haben. So mancher Fuß sollte wohl nicht nass werden.

Übrigens… wo war den eigentlich Frau Gaubinger die ganze Zeit? Sie hielt sich aber sehr im Hintergrund! Angst vor dem Hades? Generell etwas abenteuerscheu?

Von wegen! Kaum retour stürzte sie sich über die Hängebrücke auf die andere Seite.

Furchtlos blickte sie in den Abgrund auf die tosenden Wassermassen.

Oder doch nicht ganz so mutig?

Nach der Mythologie ein Einblick in die tragische und leidvolle Geschichte der Region.

410 Treppen (ca. 15 Gehminuten, falls man(n)/frau trainiert ist) führen hinauf auf den Berg Zalongo. Dort erhebt sich ein Denkmal von 4 tanzenden Frauen (derzeit wird renoviert), die sich auf einen Abgrund zu bewegen. An dieser Stelle stürzten sich im Jahr 1803 insgesamt 63 Frauen mit ihren Kindern in den Tod, um der Versklavung durch die anrückenden Türken zu entkommen. Ein beklemmendes Denkmal.

Respekt! Sogar Kontantina hat es mit ihren Spaziergang-Schlapperl geschafft! Wie sie sagt, erstmals in ihrem Leben sei sie da oben! Gratulation!

In jedem Fall war das ein schöner, beeindruckender und sehr interessanter Tag! Die bei uns sehr unbekannte Region „Epiros“ überraschte uns immer wieder mit nicht erwarteten Highlights. Kein Wunder, dass Epiros und Lefkas bei den Griechen zu den beliebtesten Urlaubszielen zählen.

Was die Gruppe die nächsten, von mit unkontrollierten Tagen, so anstellte, entzieht sich meiner Kenntnis. Die örtlichen Reiseleitungen ließen sich nicht bestechen, um an Infos zu kommen und Frau Gaubinger schweigt dazu (bis jetzt). Ich habe jedoch von den Gästen, die 1 Woche länger geblieben sind, erfahren, dass es wohl noch sehr lustig und äußerst interessant gewesen sein soll…

Die Spione entdeckten eine „Ausreisserin“ der Gruppe auf der Fähre nach Meganisi.

Liebe Frau Gaubinger und liebe Ruefa Gäste! Es war mir und meiner Frau wirklich ein großes Vergnügen, dass wir mit euch einen Teil der Reise mit machen konnten. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Meine Frau war zum ersten Mal in Griechenland – aber mit Sicherheit nicht das letzte Mal.

Efcharisto poli!

Harald Stocker

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