Tag: AktivurlaubMrz 2 2009 Liebes Rhomberg-Team, anbei der Link zu einem Video mit dem Geiger Dominique Parolisi in der Kapelle zur Madonna-de-la-Serra. Vielleicht habt Ihr Verwendung dafür (ab und zu hört man leider ein paar Nebengeräusche, diese stammen vom Wind, als ich – an der Eingangstür stehend – filmte). Viel Spass beim Zuhören & herzliche Grüsse aus Wien, Steffi Fessler Mrz 2 2009 La Corse mon amour. 50 Jahre Feriendorf zum störrischen Esel. Einen Teil meines Lebens habe ich dort verbracht und viele Erinnerungen werden wach. Wenn ich zurück blicke auf diese schöne Zeit und die vielen Begegnungen kommt viel Dankbarkeit und Freude auf.
Feb 27 2009 Mein allererster Urlaub am Meer im Jahre 1988 wird mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Mit dem ersten mühsam als Ferialer erarbeiteten Geld, buchten mein Freund und ich eine Woche Zelt-Urlaub im Feriendorf “Störrischen Esel”. Und das Ganze ohne elterliche Begleitung. Je näher der Abreisetag kam, desto größer wurde unsere Vorfreude, aber auch die Besorgnis unserer Eltern. Es kann sich sicher jeder vorstellen, wie wir dann fast schon professionell von unseren Eltern auf den Urlaub vorbereitet wurden. „Tu das und dies nicht“, „Achte immer auf deine Sachen“, „Lass nie die Spiegelreflexkamera deines Vaters aus den Augen“ und am besten war der Spruch: „Nimm dich in Acht vor den Insulanern“. Tja, es war damals eben auch die Zeit, als es die korsische Freiheitsbewegung mit ihren Aktionen geschafft hat, sich einen Namen bis zu meinen Eltern zu machen. Fast wöchentlich gab es Berichte von teilweise auch gewaltsamen Aktionen. Waren wir froh, dann endlich im Bus Richtung Korsika zu sitzen. Der lang ersehnte Spaß konnte endlich beginnen. Es war zwar eine Nachtfahrt, aber an Schlaf war nicht zu denken. Die Aufregung war einfach zu groß. Am frühen Morgen legten wir von Genua mit der Fähre nach Calvi ab. Ich hatte immer noch kein Auge zugetan und folglich landeten wir ziemlich übermüdet im Feriendorf. Wir hatten ein 2 Mann-Zelt gebucht und freuten uns nun wahnsinnig auf den Beginn des großen Abenteuerurlaubes. Das Zelt war zwar klein, für uns aber genau richtig. Nachdem wir unsere sieben Sachen verstaut hatten und uns für den Strand gerichtet haben, wurde mir bald klar, dass ich mein Geld und die heilige Spiegelreflexkamera vom Vater irgendwo sicher vor den Insulanern verstauen musste. Der Haussafe offenbarte sich aber eher als flaches Postfach. Da die Kamera nicht mal ohne Objektiv hinein gepasst hat, musste sie nun wohl ständig mit an den Strand. Gewappnet mit Espandrillos und zusammengerollter Strohstrandmatte ging es dann mit den ganzen Wertsachen in Richtung Strand. Bald fand sich auch ein gutes Plätzchen und die Wertsachen wurden unter der Strandmatte und dem T-Shirt verstaut. Natürlich passierte das Ganze sehr unauffällig, denn man soll sich ja vor den Insulanern in Acht nehmen. Nach dem ganzen Versteckspielstress kam mir eine Abkühlung im Meer genau richtig. Am Meer war ich bis dahin noch nie und folglich war ich davon sehr begeistert. Das änderte sich schlagartig, nachdem ich unfreiwillig einen ersten tiefen Schluck eingenommen hatte. Nach dieser salzigen Erfahrung wollte ich erstmal nur noch die Sonne genießen, etwas Schlaf nachholen und die elternlose Freiheit genießen. „Wieso müssen Eltern eigentlich immer Recht haben?“ – Genau diese Frage habe ich mir gestellt, als ich das Meer verlassen habe und mich in Richtung meines Liegeplatzes begab. Da stand doch glatt ein braun gebrannter Insulaner und rollte gemütlich und ohne Skrupel meine Strohmatte zusammen. Aber mit mir hatte dieser freche Kerl sicher nicht gerechnet. Schnurstracks bin ich auf ihn los und habe ihm die Matte aus den Händen gerissen. Sein verdutztes Gesicht werde ich nie vergessen. Es dauerte aber nicht lange und er hatte sich die Matte neben einigen zahllosen französischen Schimpfworten wieder zurück erobert. Es begann ein ziemlich lautstarkes Hin- und Herziehen der Matte. Solange, bis wir plötzlich von meinem Freund mit „meiner“ Matte in der Hand unterbrochen wurden. Am liebsten hätte ich mich im Sand vergraben. Natürlich waren alle Augen am Strand auf mich gerichtet. Nachdem ich mich vor allen laut entschuldigt habe, stellte sich heraus, dass meine Matte durch den Wind ca. 2 Meter weiter weg verfrachtet worden war. Die Wertsachen, samt Kamera, befanden sich natürlich auch immer noch an der gleichen Stelle. Danach wollte ich nur noch zurück ins Feriendorf, eine Dusche, ein Abendessen und eine ruhige Nacht. Irgendwie fühlte ich mich an diesem ersten Abend gar nicht wohl in Korsika. Es lag aber eindeutig nur an mir und das nervte mich doch sehr. In den kommenden Tagen begann ich aber zu verstehen, warum alle von dieser Insel so schwärmen. Calvi, mit seinen alten Gassen, die Festung am Hafeneingang, der tolle Blick über den Strand hinweg, die einsamen Buchten, die luftigen Fahrten mit dem feurigen Elias und die tolle Stimmung im Feriendorf haben mir einen unvergesslichen Urlaub beschert. PS.: Die Kamera wurde auch wieder heil meinem Vater übergeben. Ich wurde sogar mit großartigen Bildern belohnt, die mich vor ein paar Tagen nun wieder an diesen Urlaub erinnert haben. Vor lauter Schwärmen, habe ich nun auch meine Frau mit korsischem Fieber angesteckt. Es ist nun fix. Urlaub 2009 findet im Störrischen Esel statt. Man begegnet sich meist zweimal…auch wenn es manchmal 20 Jahre dauert. Ich freu mich jetzt schon drauf! Feb 26 2009 Feb 26 2009 Feb 23 2009 Nach ca. 25 Jahren bin ich wieder unterwegs nach Korsika. Diesmal wird geflogen und das ist schon einmal ein gänzlich neues Gefühl, statt 36 Stunden bereits 2 Stunden später am Ziel zu sein. Im Flugzeug eine kleine Enttäuschung-als Getränke werden Wasser, Säfte und Wein angeboten-kein Bier! Ich brauche übrigends 3 Jahre, bis ich durch Zufall daraufkomme, dass das Bier in einem Fach des Getränkewagens untergebracht ist und nur auf Wunsch von den Flugbegleiterinnen herausgerückt wird. Der Durst wird größer, doch merke ich auch am Flughafen Calvi nicht, dass nur einige Meter vom Gepäcklaufband entfernt eine Bar ist. Was soll es-wir werden ja bald im Feriendorf sein. Dort angekommen, kommt mir, trotz einiger Veränderungen, alles wieder vertraut vor. Auch der Hausberg steht noch am selben Platz. Es gibt einen sehr guten Begrüßungscocktail, der aber leider den Bierdurst auch nicht löscht. Die Tür zum Restaurant ist offen und ich trete mit meiner Partnerin ein. Wir stehen vor einer blitzblanken Theke mit einem Bierzapfhahn, doch niemand ist da. Plötzlich steht ein netter, älterer Herr mit leicht angegrautem Haar neben uns und fragt, ob er uns helfen kann. Ich äußere mit belegter Stimme unseren Wunsch nach einem kühlen Bier. Er meint, er werde es versuchen, sucht zwei Gläser und beginnt diese bedächtig zu füllen. Bevor wir diese köstlichen Getränke zum Mund führen, fragen wir nach dem Preis. Er meint, den weiß er nicht und wir sollen am Abend bezahlen. Wir freuen uns und genießen unser Bier mit jedem Schluck. Am Abend treffen wir unseren Wohltäter im Restaurant wieder. Vom Personal erfahren wir, dass unser Wohltäter der Chef des Feriendorfes, Herr Kurt Müller, ist. Jetzt weiß ich der “Störrische Esel” ist noch immer gemütlich und familiär und ich habe das Gefühl, ich bin NICHT DAHEIM UND DOCH ZU HAUSE Feb 23 2009 ….. ich weiß nicht wo und wie ich anfangen soll, ich hab so viel zu erzählen. Meine Tante lud mich 1965 ein mit ihr in den Urlaub zu fahren, ich konnte auswählen: Spanien oder Korsika. Mein erster Gedanke war Korsika was ich bis heute nicht bereue. Mit meiner Tante und Armida führen wir mit Bus und Schiff (was für mich natürlich ein tolles Erlebnis war) nach Korsika. Aus Fotos kannte ich nur Calvi und den Strand und war ganz verblüfft als ich noch weit hinten den Monte Cinto mit Schnee im Juli erblickte. Korsika war viel größer als ich es mir vorgestellt hatte. Endlich im Feriendorf angelangt bezogen wir die Bungalows (die wir aufgrund der Größe und der Einfachheit „Hasenstall“ nannten). Feb 16 2009 Vor 42 Jahren, im September 1967, zog es mich das erste Mal ins Feriendorf zum Störrischen Esel, und ich bin ihm mit über 30 Ferienaufenthalten so treu geblieben, wie es der Lebenslauf zuließ. Schleppte Freundinnen, Familienmitglieder, Freunde, Affären mit und begeisterte sie für die Insel. Hautnah erlebte ich den langsamen Wandel vom bescheidenen „Lager“ zum komfortablen, zeitgemäßen Klubdorf mit. In 42 Jahren sammeln sich viele Geschichten in der Erinnerung an – hier eine kleine Auswahl. Zum Beispiel war es vor diesen 42 Jahren noch für jeden Feriendorfgast Pflicht, in der Küche mitzuhelfen. Schließlich waren wir meistenteils Bergkameraden! Es gab einen Wochenarbeitsplan mit etwa zwei Abwasch- und Küchendiensten, der Plan war diszipliniert einzuhalten, sonst wurde Bürochef Roland Saur schon mal sauer. Da saßen wir singend im Hof des – heute „oberen“ – Restaurants und schälten Kartoffeln, putzten Gemüse, spülten Geschirr und hatten viel Spaß zusammen. Es war eben noch mehr Alpenvereinslager als Feriendorf. (weiterlesen …) Dez 19 2008 Mein Urlaubstagebuch 5.10. – 12.10.2008 Nov 29 2008
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